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Defekter Fahrstuhl in Dortmunder Hochhaus sorgt für Unmut

09.08.2012 | 19:58 Uhr
Defekter Fahrstuhl in Dortmunder Hochhaus sorgt für Unmut
Der „Hannibal“ in Dorstfeld bleibt ein Problemfall. Im Haus Nr. 16 ist erneut der Aufzug ausgefallen. Wie lange es bis zur Reparatur dauert, wissen die Betroffenen nicht.Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund-Dorstfeld.   Im Dorstfelder Hochhauskomplex Hannibal sorgt der des öfteren ausfalllende Fahrstuhl für eine ungewollt sportliche Aktivität der Mieter. Das löst bei manchen Mietern Ärger aus, da viele aufgrund von körperlichen Gebrechen nicht gerne aufs Treppenhaus ausweichen wollen oder können.

Kondition ist von den Mietern der oberen Etagen im Hannibal-Hochhaus Vogelpothsweg Nr. 16 gefordert - und gute Nerven: Am Donnerstag ist erneut der Aufzug ausgefallen. Wie lange die Bewohner der insgesamt 16 Stockwerke aufs Treppenhaus ausweichen müssen, war gestern laut Mieterverein Dortmund „nicht in Erfahrung zu bringen.“

„Es war ein Erlebnis, mit dem Aufzug zu fahren“, berichtete ein Mieter der oberen Etagen gegenüber unserer Redaktion: Laut sei der Lift schon länger gewesen und unruhig sei er gefahren. Es scheint demnach ein Ausfall mit Ansage gewesen zu sein. Und nicht der erste. Der Mieter berichtete, dass es in den zurückliegenden zwölf Monaten alleine drei Ausfälle gegeben habe. „Der längste hat zwölf Tage gedauert.“

Auf einem „DIN A 5-Zettel“, im Hausflur ausgehängt, haben die Mieter am Donnerstag über den Ausfall erfahren. Auch der Hausmeister soll keine Auskunft darüber gehabt haben, wann eine Reparatur erfolgt.

Kritik an Eigentümer

„Für die Mieter, deren Besucher oder auch Pflegedienst-Mitarbeiter heißt es nun Treppen steigen bis in die 16. Etage“, machte umgehend der Mieterverein für Dortmund und Umgebung die Dimensionen des Defekts deutlich.

Sorge um "Hannibal"

„Bewohner mit gesundheitlichen Einschränkungen können ihre Wohnung nicht mehr verlassen“, befürchtet die Interessenvertretung und kritisiert zugleich die Eigentümer, die Lütticher 49 Properties GmbH , und deren Hausverwaltung, die Firma „Grand City Property mit Sitz in Berlin.

Forderungen des Mietervereins

„Die Gesellschaft muss endlich ein Vor-Ort-Büro ihrer Verwaltungsfirma einrichten“, fordert der Mieterverein; bei 412 Wohnungen und zahlreichen Problemen reichten „Hausmeister alleine nicht aus“. Die Kritik richtete sich auch gegen die Informationspolitik. „Die Mieter wollen endlich erfahren, was der neue Eigentümer mit der Wohnanlage vorhat.“ Die Lütticher 49 Properties hatte die Wohnanlage im Frühjahr als Eigentum übernommen.

Erst im Mai waren in den Häusern Nr. 20 und 22 die Aufzüge ausgefallen.

Carsten Menzel

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Kommentare
10.08.2012
00:57
Himmelsstürmer wieder ohne Aufstiegshilfe
von Applebeach4Ever | #1

Schön das ein anderer Mieter nun die "Öffentlichkeitsarbeit" übernimmt nachdem wir da glücklicherweise weggezogen sind ;-)

Grand City ist so "seriös", die wollen doch glattwegs von uns einen NACHWEIS über bezahlte Kaution haben. Also haben die anscheinend nicht mal alle Unterlagen über die verbliebenen Mieter. Mit den Unterlagen scheint das bei denen sowieso so eine Sache zu sein, immerhin bekam ich eine Mahnung über 2 offen stehende Mietrückstände für meine alte Garage die zum 31.05 ebenfalls gekündigt war ( mit Bestätigung der alten Zwangsverwaltung"

Leute: Einen gut gemeinten Rat: Sucht euch schnellstmöglich andere Wohnungen !!!

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