Defekte Gastherme rief Rettungshubschrauber auf den Plan

Gleich zwei defekte Gasthermen machte am Freitagabend und Samstagvormittag in Dortmund Rettungseinsätze wegen Gasvergiftung notwendig. Patienten mussten zur Therapie in auswärtige Kliniken, die über Druckkammern verfügen, ausgeflogen, beziehungsweise eine ganze Familie mit Rettungswagen dorthin transportiert werden.

Dortmund.. Anfangs war es nur ein Rettungseinsatz wegen Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Schwindel, als um 19.07 der Notruf bei der Feuerwehr einging. Als die Sanitäter an der Märkischen Straße 164 eintrafen, schlug ihr CO-Melder (Kohlenstoffmonoxid) sofort an. Wie sich herausstellte, war in der Hochpaterre des 5-geschossigen Wohngebäudes eine Gastherme defekt.

Einer der beiden Patienten, eine Frau, musste wegen erhöhter CO-Konzentration im Blut zur Therapie in eine Druckkammer in Aachen ausgeflogen werden.

Kamin verstopft

Die DEW war vor Ort und stellte eine mangelhafte Abluft fest. Ein Schornsteinfeger machte den verstopften Kamin wieder frei. Der Feuerwehreinsatz war erst um 22.58 Uhr beendet. 26 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Zweiter Einsatz an der Lübecker Straße

Am Samstagmorgen um 8.27 Uhr ging ein ähnlicher Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr ein. Eine Frau gab an, ihre gesamte vierköpfige Familie im Erdgeschoss eines Haus an der Lübecker Straße in der östlichen Innenstadt leide an Schwindel und Übelkeit. Sie gab an, das möglicherweise die Gastherme kaputt sei.

Der Disponent an der anderen Leitung wies die Eltern und ihre zwei Kinder an, die Wohnung sofort zu verlassen. Ein Löschzug, der Umweltdienst der Feuerwache 8, der Einsatzführungsdienst und der Rettungsdienst machten sich sofort auf den Weg. Der Notarzt machte vor Ort bei den Patienten eine Blutgasanalyse und stellte eine erhöhte CO-Konzentration im Blut von 13 bis 14 Prozent fest. Ab 10 Prozent ist eine Therapie vonnöten, bei Rauchern ab 15 Prozent.

Notarzt begleitete Familie nach Wiesbaden

Die Eltern sowie ihre 13-jährige Tochter und der achtjährige Sohn kamen zunächst ins Klinikum Nord. Von dort wurden sie mit Rettungswagen und Notarztbegleitung in eine Klinik in Wiesbaden mit Druckkammer gebracht.

DEW hatte derweil die Gaszufuhr abgeschiebert. Eine Gasfirma setzte die Therme wieder instand.