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Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag

07.01.2010 | 16:25 Uhr
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag

Dortmund. Die Streusalz-Vorräte der Stadt reichen nur noch bis Sonntag. Wenn dann kein Nachschub kommt (was wahrscheinlich ist), werden die Straßen ab Montag nur noch geschoben. Im kompletten vergangenen Winter waren 1800 Tonnen gestreut worden - in diesem schon 80 Prozent davon.

Die Stadt hortet die letzten Körnchen Salz. Die Vorräte reichen noch genau bis zum Wochenende. Wenn dann kein Nachschub kommt, sitzt Entsorgung Dortmund auf dem Trockenen.

„Wir haben keine Salzlieferung bekommen”, zuckt EDG-Sprecherin Petra Hartmann mit den Schultern. Die Folgen waren schon am Donnerstagmorgen unübersehbar: Selbst Steigungsstrecken im Dortmunder Süden wie die Brandisstraße blieben weiß verschneit und ungestreut.

Streumenge stark herunterdosiert

EDG bestätigt, dass die Streufahrzeuge nur noch mit höchst dosierter Streu-Einstellung winterliche Fahrbahnen bearbeiten. „Nur so kommen wir sicher übers Wochenende”, so Petra Hartmann. Aber weiter auch nicht.

Angepasste Fahrweise, geringes Verkehrsaufkommen und griffiger Schnee sorgten dafür, dass ein Verkehrschaos ausblieb. Nach Auskunft des Chef-Streuwerkers Rolf Langensiepen ist jetzt von jedem Fahrer „angepasste Fahrweise angesagt”. EDG versuche, Salz zu bestellen. Aber Straßen NRW werde zugunsten der Autobahnen bevorzugt.

Nur verpflichtet, Gefahrenpunkte zu streuen

„Laut Gesetzgeber sind wir nur verpflichtet, besondere Gefahrenpunkte und Gefällstrecken zu streuen”, so die EDG-Sprecherin. „So gesehen machen wir mehr.” Dennoch: Auf verschiedenen Gefällstrecken im Süden fiel der Winterdienst gestern aus. Grund: Eiserne Rationierung der kostbaren Salzvorräte für ein möglicherweise weißes Wochenende.

„Wir kommen sicher übers Wochenende”, mehr will Petra Hartmann nicht über den eingedampften Salzvorrat sagen. Im letzten Jahr seien insgesamt 1800 Tonnen des Taumittels gestreut worden. In diesem Winter seien bereits 80 Prozent des Vorjahresmenge ausgebracht worden.

Wenn es am Wochenende erneut weiß werde, habe EDG eine eiserne Reserve in der Hinterhand. Danach könne, wenn kein Salz nachgeliefert wird, nur noch Granulat ausgebracht werden.

Gerald Nill


Kommentare
08.01.2010
20:06
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von Nowinter | #13

Leider sind auch hier, wie so oft, nur die gleichen Geister in den Kommentaren aktiv. Allrounder, mit mannigfachem Wissen in allen Bereichen. Sicher in Witschaft und Politik gefragte Leute. Wie diese Top-Leute Tag für Tag für solche Meinungsäußerungen (leider zu diesem Thema in den meisten Fällen ohne Hintergrundwissen) in diesem Forum Zeit finden ist bewundernswert. Hut ab!!! Aber leider nur der 2. Platz
Die Arbeit des Dortmunder Winterdienstes beeindruckt mich doch noch ein bisschen mehr!!!
P.S. Die Diskussion über 3 Mio. Investitionen (aus dem Gebührenhaushalt) zur Vorhaltung doppelter SALZMENGEN. bei dem bestehenden Haushaltsloch hätte ich an dieser Stelle jedoch auch gerne verfolgt. Aber, man kann nicht Alles haben.

08.01.2010
00:59
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von vaikl | #12

Nach dem Schnee steht dann (wie vor 30 Jahren) in der Zeitung, dass Streusalz das Grundwasser und die Kläranlagen belastet und Alle bekommen wieder die teutsche Aufregeritis über den dermaßen politisch unkorrekten Umgang mit Naturressourcen.

Ich kann Hr. Langensiepen nur beipflichten, wenn er den ökologisch sinnvollen Einsatz von Salzen nochmals betont.

Wenn ich mir n schön ruhiges Gebiet am Stadtrand als Wohnsitz aussuche, dann rechne ich ne halbe Stunde mehr zur Arbeit ein oder kauf mir nen richtigen Geländewagen (die guten alten und billigen Suzukis sind immer noch top) anstatt dieser überteuerten MamisEinkaufsVehikel aka SUV.

Ein bisschen Nachdenken über das völlig unsinnige Salzstreuen vor der eigenen Haustür bei Temperaturen zwischen -2 und +2 Grad (in der Stadt und zwischen Häusern sollte man auf den Wetterbericht immer 3 bis 4 Grad draufrechnen) und das medial inszenierte Klimawandel-Horrorszenario wären natürlich auch nicht schlecht;-)

07.01.2010
23:25
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von kannengieser | #11

Dortmund??? !!! Wundert mich nicht.
Hat hier schon einmal etwas geklappt? Nein!
Die SPD-Spacken können nicht rechnen, die anderen Stadtbediensteten auch nicht.
Oder ist es nur die Ausrede dafür, den Streudienst länger schlafen zu lassen.
War auch schon so, als das Salz noch ausreichend vorhanden war.
Dortmund, ich kann nur noch lachen.

07.01.2010
23:01
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von donjouan | #10

Ist schon merkwürdig. Vor zwei Tagen wurde noch auf 91,2 vollmundig getönt, dass die EDG noch ausreichend Salz auf unabsehbare Zeit hat und jetzt wird das Salz knapp. Wir kommen sicher übers Wochenende. Und schon rechtfertigt man sich, dass man eigentlich gar nicht verpflichtet ist, alle Hauptstraßen zu streuen. Gut, dass die EDG so gnädig ist und alle Hauptstraßen streut. Dafür müssen die Dortmunder Bürger ewig dankbar sein.
Man hat immer wieder den Eindruck, dass die EDG vom Winter überrascht wird. Weiße Straßen allerorts, trotz dass die Wetterdienste eher schon einmal zu viel als einmal zu wenig Schneefälle ankündigen. Dass die Straßen mit Gefälle eher geräumt und gestreut werden ist selbstverständlich, aber es wird ja aus allen Teilen Dortmunds berichtet, dass der Winterdienst zu wünschen übrig lässt.
An der Stadtgrenze zu Witten kann man beobachten, dass der Wittener Teil der Straße frühzeitig geräumt und gestreut ist, während auf dem Dortmunder Teil noch tiefster Winter herrscht. Eine Frage der Einteilung und Vorausschauung? Sicherlich nicht die Schuld der Mitarbeiter der Straße. Denen sollten die Bürger wirklich danken.
Viele Autofahrer meinen bei dieser Witterung immer noch, sie wären auf einer Rennbahn. Dass sie sich selbst gefährden ist ihr Problem, aber leider gefährden sie auch andere mit ihrer Fahrweise.

07.01.2010
20:24
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.01.2010
19:08
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von Rolf Langensiepen | #8

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Stadt Dortmund hat wie alle anderen Städte und Gemeinden auch eine durch die laufende Rechtsprechung festgesetzte Streupflicht innerhalb der geschlossenen Ortslagen nur an gefährlichen Stellen verkehrswichtiger Straßen und außerhalb geschlossener Ortslagen nur an besonders gefährlichen Stellen verkehrswichtiger Straßen. Dies bedeutet eigentlich nur eine Verpflichtung punktuell an Gefahrenpunkten von Hauptstraßen zu streuen, also beispielsweise an Kreuzungen und unübersichtlichen steilen Kurven dieser Straßen. Der durch den Rat der Stadt Dortmund festgesetzte Winterdienst geht bei der Großstadt Dortmund mit täglich über 300.000 Fahrzeugen auf diesen Straßen mit einer durchgehenden Behandlung des Hauptverkehrsnetzes weit über diese Verpflichtung hinaus, damit dort wo sich 90 % des Straßenverkehrs abspielen möglichst gefahrlos agiert werden kann. Die EDG hat durch den Rat der Stadt Dortmund den Auftrag bekommen Umweltschutz und Verkehrssicherheit miteinander zu verbinden. Dies stellt sie durch den vom Rat der Stadt Dortmund ebenfalls beschlossenen und von EDG durchgeführten differenzierten Winterdienst sicher. Der daraus resultierende ökologische Winterdienst stellt sich im Einzelnen unter anderem wie folgt dar.:Computergesteuerte Streubreite und Streumenge, Einsatz von Feuchtsalz zur Streumittelreduzierung bei wesentlich besserer Wirkung gegenüber Trockensalz, Räumen und Streuen in einem Gang bei höherem Schneefall, Konzentration auf ein Streckennetz von 1046 Straßenkilometern bei einer Verpflichtung zur punktuellen Streuung nur auf Teilen von 690 Straßenkilometern bei gleichzeitigem Verzicht der Behandlung von über 600 Kilometern Nebenstraßen.
Durch diese politisch zu recht gewollte Verfahrensweise wird in Dortmund ein sehr hohes Maß an Verkehrssicherheit erzielt mit einem hohen Maß an Schonung der Umwelt. Salz gilt immer noch als das tauglichste Mittel bei Streumaßnahmen ist jedoch nach wie vor schädlich für Pflanzen und Bäume und führt zur Korrosion. Aus diesem Grunde haben fast alle Städte und Gemeinden auch ein wie in Dortmund eingeschränktes Streusalzverbot auf Gehwegen in der Straßenreinigungssatzung festgelegt, damit gerade auf die im Bürgersteigbereich befindlichen Bepflanzungen und Bäume möglichst kein Auftausalz gelangt. Auf den Fahrbahnen der Hauptstraßen, welche in der Regel eine Bordsteinkante besitzen, gelangt Salz hingegen bei richtiger Streuung über die Kanalisation ins Klärwerk, wo es zu keinerlei Schäden kommt. Im übrigen hat Frau Hartmann mit ihrer Aussage, welche mit mir abgestimmt ist, dass EDG ihrer Einschätzung nach sicher übers Wochenende kommt, nicht gemeint, dass EDG nur noch Salz bis zum Sonntag hat. Dies wäre, je nach Witterung vielleicht der Fall, wenn der Winterdienst nicht vom gewohnten Komfort vorübergehend runtergeschraubt würde. Der derzeit durchgeführte, immer noch den höchstrichterlichen Anforderungen entsprechende Winterdienst in Dortmund wurde von mir deshalb eingeschränkt, damit wir bei derzeit knappen Streugutvorräten möglichst lange, zumindest auf dem Hauptverkehrsnetz, für weitgehende Sicherheit sorgen können. Es wäre bei Kenntnis der Sachlage, dass unser Salzlieferant starke Verzögerungen, trotz rechtzeitiger Bestellung durch EDG, angekündigt hat, EDG nur dann etwas vorzuwerfen, wenn derzeit nicht so verfahren würde.
Zur Aussage,dass Hauptstraßen nicht gestreut wurden kann ich nur mitteilen, dass nach Schneefall wie heute Morgen alle Straßen vorübergehend weiß waren und es beim Einsatz von Streufahrzeugen mit Schneepflug zum aggressiven räumen, wie in anderen Städten auch, ca. 4-5 Stunden dauert, bis ein Streurevier behandelt worden ist. Alle Hauptstraßen waren in Dortmund jedenfalls bei angepaßter fahrweise heute nach dem Räumen und Streuen einwandfrei passierbar. Hierfür kann ich meinen Mitarbeitern, die immer bei Glätte unterwegs sind und sich für den Dortmunder Bürger bereitwillig einsetzen und sicherlich gerne mehr tun würden, nur danken.Was die Streugutbevorratung insgesamt anbelangt, hat EDG seine seit Jahrzehnten vorhandene Bevorratung nicht geändert
Anders war in diesem Winter, das trotz rechtzeitiger Bestellung der Lieferant nicht wie sonst angefangen hat nach 24 Stunden zu liefern, sodass wir ,wie alle anderen Städte auch, schon seit mehreren Tagen kein Salz mehr geliefert bekommen. Wenn der Salzvorrat auch bei EDG tatsächlich total ausgehen sollte, wird mit abstumpfenden Stoffen gestreut. Darauf bereiten wir uns ebnfalls vor. Ich kann alle betroffenen nur um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen bitten und die Autofahrer zu einer umsichtigen Fahrweise auffordern, damit wir gemeinsam die in NRW und darüber hinaus vorhandene Situation überstehen.
Mit freundlichem Gruß
Rolf Langensiepen

07.01.2010
18:12
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von Mike Peters | #7

Das hat mit Autofahren können nichts zu tun, in Österreich gibt es z.B. die weisse Räumung, dabei wird hoher Schnee entfernt also geräumt und der verbleidende lose Schnee festgefahren und nacher zur Rutschminderung mit Splitt abgestreut, da lässt sich prima drauf fahren, hier wird in der Regel die schwarze Räumung durchgeführt, aber hier eine weisse Räumung wird auf Grund der geringen Schneehöhe schwierig, man bekommt fast immer das was man in den Nebenstraßen wo derzeit nichts gemacht wird, eine eher glatte Eisschicht als eine gut befahrbare Schneedecke, die Sache ist einfach, wir haben hier einfach ein zu hohes Verkehrsaufkommen.

Auf dem Land oder im Sauerland ist sowas kein Problem, hier die kleinste Unregelmässigkeit auf der B1 und schon hat man den Verkehrskollaps, auf dem Land stauen sich dann vielleicht mal 10 Autos und das war es dann oder man kann woanders her fahren aber so grosse Verkehrsströme lassen sich nicht mal eben umleiten...

Wenn hier etwas der Verkehr behindert wird geht das gleich wie eine Lawine nach hinten los, dort wo geringer Verkehr ist spielt das keine Rolle, bei dem Verkehr hier sind wir einfach auf einen funktionierenden Winterdienst angewisen sonst kommt vieles zum Erliegen, die Lager sind nunmal heute auf die Straße verlagert worden, alles just in time, merkt man ja beim Streusalz, just in time alle, ist halt so wenn auch nur just in time produziert wird und es keine Grosslager mit Vorräten gibt bei den Herstellern und Städten oder wird das Zeug schlecht wenn es mal über einen Sommer lagert ? Keine Ahnung ausser das dann jemand meckert über zu hohe Ausgaben für Streumitteln welche ja gar nicht abgerufen wurden, manche Sachen muss man eben mal anders sehen und auf Vorrat lagern auch wenn man es mal nicht braucht, ist in anderen Bereichen ja auch so und das die Zulieferer zwar zusichern in 48 h nachzuliefern ist ein nettes Vertriebsargument um die eigenen Lager klein zu halten, aber jeder der rechnen kann, kann nachrechnen was passiert wenn alle nun innerhalb von 48 h nachbestellen....

07.01.2010
18:09
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von TJ | #6

Ist schon richtig - lieber eine festgefahrene Schneedecke, bei der man weiß wie man dran ist als so ein angetautes Gematsche das sich höllisch schnell in eine geschlossene Eisbahn verwandelt. Wenn dann noch Neuschnee darauf fällt ist Ski und Rodeln gut. Fehlt nur noch eine gesunde Portion Sommereifen und das Chaos ist perfekt!
In der Stadt über den Schnee meckern und dann mit den Kindern am Wochenende ins Sauerland...

07.01.2010
17:47
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von Ralf Lehmann | #5

Ich finde geräumt werden müßte gar nicht . wird in anderen Ländern auch nicht gemacht zb Österreich, die können halt besser Auto fahren im Schnee , auf Schnee fährt man so wiso besser als wenn es immer durch salz auftaut und wieder zu Eis wird, aber das können hier leider nur wennige

07.01.2010
17:30
Das Streusalz reicht nur noch bis Sonntag
von Mike Peters | #4

Sicherlich könnten die das, aber das kostet eben Geld....

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