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Diebstahl

Das sind die fünf Tricks der Taschendiebe

09.11.2010 | 11:51 Uhr
Das sind die fünf Tricks der Taschendiebe
Kleiner Griff, große Wirkung: Wenn Taschendiebe zugeschlagen haben, ist das für die Opfer nicht nur mit finanziellem Verlust, sondern auch vielen Behördengängen verbunden, um sich neue Papiere ausstellen zu lassen. Foto: Kerstin Bögeholz

Dortmund. Köln ist die Hauptstadt der Taschendiebe - und Dortmund folgt im bundesweiten Vergleich nach Hamburg, Düsseldorf und Bonn schon auf Platz 5. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die Zeitschrift Men’s Health, die eine Rangliste der 50 größten Städte Deutschlands aufgestellt hat. Pro 100 000 Einwohner haben die Taschendiebe in Köln demnach 800 Mal zugeschlagen. Zum Vergleich: Augsburg liegt mit 51 gemeldeten Taschendiebstählen auf dem letzten Rang, Dortmund verzeichnet 2009 einen Durchschnitt von 447 Fällen pro 100 000 Einwohner.

„Taschendiebstahl ist ein Riesen-Thema“, sagt auch Klaus Beisemann vom Kommissariat Vorbeugung der Polizei Dortmund. „Es gibt genug Leute, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und wir müssen versuchen, dagegen zu halten.“ Vor allem bei dem bevorstehenden Weihnachtsmarkt setzt die Polizei mit ihrer Mobilen Wache und Aktionen wieder auf Information und Sensibilisierung. Zudem sind verstärkt uniformierte und zivile Streifen unterwegs.

Doch die Bürger können sich auch selbst durch einige Vorsichtsmaßnahmen schützen. Grundsätzlich gilt: Sie sollten immer dort misstrauisch sein, wo Menschenmengen sind und wo Gedränge herrscht. Unter einem Vorwand suchen die Diebe Ihre körperliche Nähe - um Sie dann abzulenken, derweil ein Komplize Ihnen geschickt die Geldbörse zu wenden. Die Maschen der Täter sind oft gleich. Ein Überblick:

Rempel-Trick: Sie werden im Gedränge angerempelt oder von Passanten „in die Zange genommen“: beim Einsteigen in Bus oder Bahn stolpert der Vordermann, bückt sich oder bleibt stehen.

Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Taschendieb unangenehm dicht an Sie heran, Sie wenden ihm ärgerlich den Rücken zu – und bieten damit die Schultertasche „griffbereit“ dar.

Stadtplan-Trick: Fremde fragen Sie nach dem Weg, halten Ihnen einen Stadtplan vor oder bitten Sie, mit an einen ausgehängten Plan zu gehen.

Neben dem Geldwechsel-Trick gibt es auch noch den Beschmutzer-Trick: Sie werden „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder sonst wie bekleckert; beim gestenreichen Reinigungsversuch wird dann auch Ihr Geld beseitigt.

Rolltreppen-Trick: Einer von mehreren gemeinsam vorgehenden Tätern betätigt den Nothalteknopf einer Rolltreppe. Insbesondere ältere Menschen konzentrieren sich nach dem unerwarteten Stopp zunächst darauf, nicht den Halt zu verlieren. Diesen Moment nutzen Mittäter dazu aus, das bereits vorher ins Visier genommene Opfer zu bestehlen.

Die Kriminalpolizei rät:

  • Tragen Sie Ihr Bargeld, Kreditkarten und wichtige Dokumente ausschließlich in den geschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung. Geeignet sind auch Brustbeutel, Gürteltaschen oder Geldgürtel.
  • Halten Sie mitgeführte Handtaschen oder Rucksäcke immer geschlossen mit dem Verschluss zum Körper gewandt, unter dem Arm oder vor dem Körper.

Kriminalität, die bandenmäßig strukturiert ist

Landesweit ist die Zahl der Taschendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf rund 34 000 Fälle gestiegen. Die Aufklärungsquote lag bei geringen 4,86 Prozent. Insgesamt wurden 1421 Tatverdächtige ermittelt und 1656 Fälle aufgeklärt. Nach Auskunft des Landeskriminalamtes handelt es sich bei den Tätern häufig um Kinder und Jugendliche, die gezielt eingesetzt werden und von Stadt zu Stadt und von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt ziehen. Dabei könne man durchaus von organisierter Kriminalität sprechen - „im Sinne von bandenmäßig strukturiert - sehr wohl wissend, dass Personen unter 14 Jahren strafrechtlich nicht belangt werden können.“

Weitere Infos zur Vorbeugung: http://www.polizei-nrw.de/lka/stepone/data/downloads/c0/00/00/Faltblatt_Taschendiebstahl.pdf

 

Katja Sponholz



Kommentare
09.11.2010
23:13
Das sind die Tricks der Taschendiebe
von Schachtelhalm | #11

@ #1, #9 und #10 und alle Stammtischparolianten:

Ich wurde bisher nur 1x ausgeraubt und das waren garantiert zwei deutsche! Und nu?


Mal abgesehen, dass #9 zeigt, dass er überhaupt nichts von der aktuellen Arbeitsmarktlage in unserem Land versteht, trotzdem die Medien hier endlich öfters ausfklären über das was sich schon mindestens seit 10 Jahren - wahrscheinlich schon länger abzeichnet, von der Politik aber leider ignoriert und am Stammtisch bis heute und künftig nicht verstanden wird.

Ob die Braunnasen es wollen oder nicht, wir werden künftig kaum auf ausländische Arbeitskraft verzichten können, das ist wirtschaftspolitisch (hat nix mit einer Stammkneipe zu tun) und demografisch einfach nachzuvollziehen.

Aber gottseidank ist das nicht das Thema des Berichtes!

Fazit: Nicht alle die klauen und rauben sind ausländischer Herkunft und erst recht nicht alle Ausländer, die nach Deutschland kommen, werden zu Räubern und Dieben.

09.11.2010
22:01
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Name von Moderation entfernt | #10

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09.11.2010
16:19
Das sind die Tricks der Taschendiebe
von Elektrosteiger | #9

Aber, es wird Abhilfe geschaffen.
Damit diese Leute, die ja die Zukunft Deutschlands sind, sich bei der bisherigen gefährlichen Einreise nach D nicht verletzen und ihren erlernten Beruf auch in D nachgehen können, können sie jetzt ganz offiziell in D einreisen und ihren Beruf (der Deutschlands Zukunft ist) ausüben...

09.11.2010
16:07
Das sind die Tricks der Taschendiebe
von excalibur_ | #8

... vergessen sein auch nicht die Wohnungseinbrüche ...

09.11.2010
16:05
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Name von Moderation entfernt | #7

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09.11.2010
15:54
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09.11.2010
14:28
Das sind die Tricks der Taschendiebe
von KFR | #5

Eine PR-Kampagne unserer Sicherheitskräfte anlässlich der Weihnachts-Markt-Saison, von der Presse und den TV-Medien dankbar mangels anderweitiger wichtiger Theman übernommen ??

09.11.2010
13:49
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09.11.2010
13:41
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Name von Moderation entfernt | #3

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09.11.2010
13:39
Das sind die Tricks der Taschendiebe
von Technohasser | #2

und noch ein bericht allerdings von den Ruhrnachrichten der aufhorchen lassen sollte.
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