Das sagt der Klangpoet-Sänger zum ESC-Eklat

Die Dortmunder Band Klangpoet beim Clubkonzert.
Die Dortmunder Band Klangpoet beim Clubkonzert.
Foto: dpa
Die Dortmunder Band Klangpoet wollte zum ESC nach Wien - schied im Vorfeld aber aus. Das sagt Sänger Zett Eins über den Eklat um Andreas Kümmert.

Dortmund.. Viele Fragezeichen nach dem Vorentscheid des Eurovision Song Contest (ESC): Andreas Kümmert gewinnt und lehnt ab. Nachrückerin: Ann-Sophie. Im Publikum: Buhrufer und Unverständnis. Auch die Dortmunder Band Klangpoet wollte zum ESC nach Wien - schied im Vorfeld aber aus. Wir haben mit Klangpoet-Sänger Zett Eins über den Eklat beim Vorentscheid gesprochen.

Die Dortmunder Band Klangpoet war beim Kampf um eine Wild Card zum ESC-Vorentscheid ausgeschieden. Sänger Zett Eins hat den Wettbewerb am Donnerstagabend vor dem Fernseher verfolgt. "Ich fand Andreas Kümmert sehr gut", sagt Zett Eins. "Er hat hammer gesungen, und das mit 40 Grad Fieber. Warum er dann plötzlich nicht mehr im Finale auf der Bühne stehen wollte, kam meiner Band und mir spanisch vor. Ich frage mich, welchen Grund Kümmert hatte - unter welchem Druck er steht. Und ich frage mich, ob er keine vertragliche Bindung an den Wettbewerb hat."

Ein Marketing-Bluff? Das bezweifelt Zett Eins. Auch wenn ihm der Gedanke im Kopf herumgespukt sei. Eine Wiederholung hätte Zett Eins nur fair gefunden. "Manche haben ja in der dritten Runde - als nur noch zwei Kandidaten übrig waren - vielleicht auch für Kümmert angerufen, weil sie Ann-Sophie nicht beim ESC in Wien sahen."

Die Welt blickt nach Deutschland

Für Ann-Sophie, die Zett Eins äußerlich und stimmlich an Lena Meyer-Landruth erinnert, die 2010 den ESC gewann, werde der Trubel um ihren Sieg vermutlich nicht negativ sein, sagt Kümmert.

"Weil die Welt plötzlich auf diese Frau blickt, die den Vorentscheid gewonnen hat, obwohl sie ihn ja eigentlich nicht gewonnen hat." Wichtig sei, dass Ann-Sophie jetzt Stärke zeigt. Zett Eins: "Sie wollte gewinnen und hat konsequent gehandelt, ihre Chance ergriffen. Das hätten wir genauso gemacht."