"Das herausragende Projekt wird das U"
13.08.2007 | 11:08 Uhr 2007-08-13T11:08:01+0200Ruhr 2010. Kulturhauptstadt Europas - was bislang nur eine Formel war, gewinnt langsam an Inhalt. Auch für Dortmund. Und daran wirkt Rolf Kuttig, Kulturhauptstadtbeauftragter der Stadt, mit.
Was ist Ihre erste Assoziation, wenn Sie an die 2010 denken?
Wir, von Essen bis Dortmund, das ganze Ruhrgebiet, haben die Chance, dass ganz Europa und die Welt 2010 auf uns blickt.
Was haben Sie gedacht, als das Ruhrgebiet für 2010 feststand?
Mein Vorteil war, dass ich das Bewerbungsverfahren begleitet habe und bei den Vorstellungsterminen der Jury dabei war. Ich denke, Kulturhauptstadt zu sein, ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance für unsere Stadt und die Region, die wir nutzen müssen.
Welche Herausforderungen?
"Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel!" in der Metropole Ruhr 2010 erlebbar machen. Wir müssen zu den Leitmotiven der Kulturhauptstadt und den Schwerpunkten für unsere Stadt Projekte entwickeln und realisieren.
Anders gefragt: Welche Schwierigkeiten erwarten Sie?
Schwierigkeiten räumen wir aus dem Weg. Zum Beispiel wenn 2010 die A 40 an einem Tag gesperrt und als Kulturmeile genutzt wird. Sicher gibt es dafür heute schon viel Rückenwind, aber auch Hürden müssen überwunden werden. Auch solchen Themen nehmen wir uns an.
Welche Probleme könnten auf Dortmund zukommen?
Probleme sehe ich nicht, und wenn sie entstehen, werden auch diese gelöst. Wir haben bereits über 870 Anträge für kulturelle Projekte bei der Ruhr.2010 GmbH in Essen aus über 100 Städten; davon kommen allein 57 aus Dortmund. Wir gehen davon aus, dass bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31.10.2007 insgesamt über 1000 zu erwarten sind. Davon werden wir einige für die Städte vernetzen. In Dortmund gibt es z.B. Kulturhauptstadtkonferenzen, wo wir uns regelmäßig u.a. mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Künstlern und Kultureinrichtungen treffen - Ende August bereits zum dritten Mal. Da stimmen wir uns ab.
Vielfalt und Qualität zeichnet Dortmund aus
Was wird Dortmund 2010 auszeichnen?
Unser herausragendes Projekt wird das U. Aber auch die Vielfalt und Qualität der Aktivitäten und Projekte zeichnet Dortmund aus - wie aus den Bereichen: Sprechtheater, Musiktheater, Festivals, Konzerthaus, Medienkunst... Schon heute steht fest - es wird eine Woche der "Kulturhauptstadt Dortmund" im Rahmen von "Lokal Heroes" im Mai 2010 geben.
Ob das U als Zentrum der Kreativwirtschaft aber realisiert wird, ist noch fraglich. Was, wenn es nicht funktioniert?
Das U und seine Inhalte werden ein herausragender und entscheidender Beitrag und Bestandteil der Kulturhauptstadt. Davon gehe ich als Dortmunder und Kulturhauptstadtbeauftragter aus.
Wissen Sie mehr als wir?
Ich weiß doch nicht mehr als die Presse.
Bis 2010 ist es aber nicht mehr lang. Gibt es ein Alternativszenario?
Wir haben jetzt gerade mal Sommer 2007. Wir brauchen kein Alternativszenario. Wir sind fest davon überzeugt, dass das Dortmunder U realisiert wird.
Es hat lange gedauert, bis Dortmund etwa an der RuhrTriennale mitwirkte. Wird die Stadt 2010 hinterherhinken?
Wir hinken nicht hinterher. Wir spielen mit all unseren Aktivitäten und Projekten in der Champions League.
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