Das Erdgeschoss im U-Turm wird umgebaut

Der U-Turm bleibt auf absehbare Zeit eine Baustelle: Nach Problemen mit Feuchtigkeit in den Lagerräumen im Keller soll jetzt das Erdgeschoss umgebaut werden. Damit entstehen erneut Kosten in Millionenhöhe.

Dortmund.. Im März hatte Kulturdezernent Jörg Stüdemann die Politik darüber informiert, dass weitere "funktionale Änderungen" am U-Turm erforderlich sein würden. Gemeint war das Erdgeschoss. Aktuell dürfen sich laut Baugenehmigung höchstens 199 Menschen dauerhaft dort aufhalten. Das reicht, hatte man anfangs geglaubt. Schließlich würden sich Ausstellungsbesucher nach dem Empfang schnell über mehrere Ebenen im Turm verteilen.

Brandschutz-Folgen

Inzwischen aber gibt es im Erdgeschoss mit Gastronomie, Empfängen, Tagungen und dem Kino ("RWE-Forum") Angebote für deutlich mehr Menschen. Deren Zahl dürfte mit Inbetriebnahme der beiden benachbarten Berufskollegs weiter steigen.

Um zu vermeiden, dass Besucher wegen Überfüllung draußen bleiben, muss das Erdgeschoss im Sinne einer "Versammlungsstätte" umgebaut werden, mit allen erforderlichen Brandschutzeinrichtungen. Neben den 200 Besuchern im Kino sollen künftig weitere 400 Menschen hier Platz haben.

Rat entscheidet

Zudem geht bald auch der westliche Eingang zum Turm in Betrieb. Da er gleichzeitig als Rettungsweg gilt, muss er von der Gastronomie baulich getrennt werden. Änderungen sind auch für den Rezeptions- und Garderobenbereich geplant. Obendrein müssen im Erdgeschoss Flächen für einen künftigen Museums-Shop geschaffen werden, der auf der Nordseite des Haupteingangs liegen und von ihm baulich getrennt werden soll. Der Shop soll verpachtet werden. Auch im Kino wird Hand angelegt: Die Filmprojektoren laufen Gefahr, zu überhitzen - die Kühlung muss saniert werden.

Damit erhöhen sich die Kosten für den Umbau des U-Turmes um weitere 1,3 Millionen Euro. Sie sollen durch Mietzahlungen der städtischen Kulturbetriebe in Höhe von 70.000 Euro/Jahr wieder erwirtschaftet werden. 2016 könnten die neuerlichen Bauarbeiten starten. Vorausgesetzt, der Rat stimmt dem Vorhaben in seiner Sitzung am 25. Juni zu.