Das aktuelle Wetter Dortmund 12°C
Vergleich?

Darf Ilona Kolberg bei Conti weiterarbeiten?

01.08.2011 | 17:39 Uhr

Zu früh gefreut? Mit dem Vergleichsvorschlag des Dortmunder Arbeitsgerichtes hätte unter den Streit zwischen Ilona Kolberg und ihrem Arbeitgeber, der Continental AG, ein Schlussstrich gezogen werden können. Während die Montagemitarbeiterin jubelte, hielt sich Conti bedeckt.

Im August 2008 hatte Conti der Mitarbeiterin nach 20-jähriger Betriebszugehörigkeit gekündigt. Nicht etwa wegen Rationalisierungsmaßnahmen, sondern krankheitsbedingt. Ilona Kolberg litt an einem Hirn-Aneurysma, war aber aus ärztlicher Sicht wieder arbeitsfähig.

Solidaritätskreis stärkt Kolberg den Rücken

Seitdem klagt Kolberg auf Wiedereinstellung – in der Zwischenzeit war sie unter Vorbehalt weiterbeschäftigt worden. Sie wird vom DGB Rechtsschutz vertreten; ein Solidaritätskreis stärkte ihr zusätzlich den Rücken.

Immer wieder war der Prozess vor dem Arbeitsgericht verschoben worden. Bis zu diesem Vergleichsvorschlag, aus dem der Solidaritätskreis wie folgt zitiert: „(...) Dennoch ist nach vorläufiger Auffassung aus diesem Gutachten zu entnehmen, dass zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung (8.8. 2008) eine negative Zukunftsprognose hinsichtlich der weiteren krankheitsbedingten Fehlzeiten der Klägerin nicht vorlag. Danach dürfte die Kündigung unwirksam sein.“

Um weitere Kosten zu vermeiden, schlägt das Gericht einen Vergleich vor: Danach bestehe das Arbeitsverhältnis von Kolberg ungekündigt fort; Conti trägt die Kosten und der Rechtsstreit wäre damit erledigt.

Die Frist zu Zustimmung oder Ablehnung des Vergleichs ist am Freitag abgelaufen. Ilona Kolberg hat zugestimmt. Während sich die Öffentlichkeitsabteilung von Conti in Regensburg trotz mehrfacher Nachfrage nebulös äußert.

Simone Geldhäuser dazu schriftlich: „Wie Sie ja bereits wissen, wurde der Gerichtstermin wieder verschoben. Deshalb möchten wir zu den laufenden Prozess-Verhandlungen aktuell keine Stellungnahme abgeben“.

Anja Schröder

Facebook
 
Kommentare
02.08.2011
05:04
Darf Ilona Kolberg bei Conti weiterarbeiten?
von andrew1 | #1

Der Solidaritätskreis, von dem hier die Rede ist, hat auch eine eigene Homepage. Sie ist unter www.conti-solidarität.info zu erreichen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4926501/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Layla Zoe in Dortmund
Bildgalerie
Piano
Hitze am Phoenix-See
Bildgalerie
Wetter
Achtung, Dortmund — hier droht Bußgeld!
Bildgalerie
Bußgeld-Katalog
Aus dem Ressort
Wohnraum für Arme: Knapp und schlecht saniert
Soziales
Auf dem Wohnungsmarkt haben Menschen mit wenig Geld das Nachsehen. Zum einen gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Zum anderen lassen privater Finanzinvestoren günstige Wohnungen verkommen.
Aus Amerika direkt nach Hörde
Germany's next Topmodel
Model Diana hätte Germanys next Topmodel werden können, Model-Mama Heidi Klum rechnete ihr große Chancen fürs Finale aus. Diana aber entschied sich gegen die Show und schied aus familiären Gründen freiwillig aus. Mit ihrer Familie ist die 17-Jährige nach ihrem Ausstieg von Hagen nach Hörde gezogen.
Foto