CTD ist Partner im europäischen Container-Netzwerk
08.02.2012 | 18:44 Uhr 2012-02-08T18:44:00+0100
Dortmund. Die Container Terminal Dortmund GmbH unterzeichnet Vertrag mit Partnern aus den Niederlanden. Beide Parteien versprechen sich mehr Wachstum im Container-Geschäft.
Die klirrende Kälte sorgt auch auf den Wasserstraßen für Probleme. „Das Wetter ist für Binnenschiffer nicht gerade das Beste“, gesteht Manfred Kossack. Trotz dicker Eisschollen im Kanal war die Stimmung beim Vorstand der Dortmunder Hafen AG gestern gelöst. Der Grund: Im Alten Hafenamt wurde die Partnerschaft zwischen der Container Terminal Dortmund GmbH (CTD) und Europe Container Terminals B.V. (ECT) schriftlich fixiert.
CTD ist jetzt ein „extended gate“. Diesen Anglizismus konnte Paul Ham, General Manager bei ECT, bei der Vertragsunterzeichnung näher erklären. „Wir wachsen am Rotterdamer Hafen immer mehr. Deswegen brauchen wir Partner im Hinterland, zu denen wir Container transportieren können“, so der Niederländer. Sieben Millionen TEU (Maßeinheit für Container) schlug ECT allein im Jahr 2010 am Rotterdamer Hafen um. Tendenz: steigend. Deshalb kamen Ham und seine Kollegen auf die Idee, ein europäisches Containernetzwerk zu bilden.
"Der Kunde soll schon virtuell bei uns am Schiff sein"
So können Container, nach der Entladung aus dem Seeschiff mit einem täglichen Bahnshuttle zum Partner transportiert werden. Direkt, schnell, wirtschaftlich und nachhaltig – so soll der Transport laufen. „Der Kunde soll schon virtuell bei uns am Schiff sein“, erklärt Ham das Konzept, zu dem auch „papierloser“ Transport, also eine vereinfachte Zollabwicklung, gehört.
In erster Linie setzten Kossack und CTD-Geschäftsführer Torsten Schütte ihre Unterschriften unter den Vertrag, um eigene Interessen zu berücksichtigen. Zuvor waren die Dortmunder eher auf die Partner in Bremerhaven und Hamburg fixiert, doch seitdem im Jahr 2008 der erste Kombiverkehrszug nach Rotterdam fuhr, wurde der Blick vermehrt in die Niederlande gerichtet. „Als das ‘extended gateway’ ein Thema wurde, haben wir erkannt, dass das der richtige Weg für uns ist“, betonte Torsten Schütte.
"Wir werden investieren"
Der CTD-Geschäftsführer setzt auf höhere Wachstumsraten – dafür brauchen die Dortmunder aber mehr Kapazität. Manfred Kossack warb in diesem Zusammenhang noch mal für das neue Terminal in Huckarde: „Wir werden investieren, um das Wachstum auf Schiff, Schiene und Straße zu bringen“, erklärte der Hafenvorstand. Die 175.000 Umschläge im Vorjahr waren schon ordentlich, mit dem neuem Terminal soll sich die Zahl jedoch verdoppeln. Dann soll der Kombiverkehrszug auch täglich fahren anstatt nur vier mal in der Woche.
14:07
... so dass Sie sich anmuten die negative Gesamtbilanz als GF in ihrer Karriere auf Kosten der Steuerzahler noch einmal auch beim Hafen AG durchziehen zu können? Wo der Flughafen "gelandet ist" (jährlich 20 Mio. € an Verlusten) sehen wir ja!
11:53
Es geht doch wohl eher um die 50 Prozent vom Duisburger Hafen, die der Bund loswerden möchte. Dortmund war bislang in der Bieterallianz mit Hamburg/Bremen beheimatet und scheint nun in die holländischen Gefilde zu wechseln, die in den deutschen Binnenmarkt drängen. Das wird Hanni und der restlichen rotgrünen Landesclique aber gar nicht gefallen...
22:17
Na, wenn es was nützt, dann nur zu. Bei der Grösse Rotterdams stellt sich allerdings die Frage: Ist Dortmund Partner oder Anhängsel?