Container Terminal rettet Bilanz
18.02.2010 | 18:40 Uhr 2010-02-18T18:40:00+0100Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind kein Grund für Hafen-Kapitän Manfred Kossack, Trübsal zu blasen. Er nimmt sich einfach das Gute vom vergangenen Geschäftsjahr und entwickelt daraus Zukunftsperspektiven. Klargemacht am Beispiel des Container Terminals Dortmund.
Das CTD konnte im vergangenen Jahr den Umschlag um sieben Prozent steigern. Folgerichtig plant der Hafen eine schrittweise Vergrößerung des Areals von derzeit 210 000 Quadratmetern auf rund 410 000. Die 200 000 qm sollen auf der Westseite des Hafens im Bereich Westfaliastraße eingerichtet werden. Prognosen, Gutachten, Planfeststellung: „Wir sind dran”, sagt Kossack. In einem ersten Schritt möchte man um 40 000 Quadratmeter vergrößern. Der Vorteil: Dann könnte ganze Züge abgefertigt werden.
Kossack ist sicher, dass das gute CTD-Geschäft (gerechnet wird mit einer Million Euro Überschuss) die etwas schlechter dastehenden Bereiche mitträgt: Er rechnet mit einer schwarzen Null. In diesem Sinn bedürftig ist die Dortmunder Eisenbahn als weitere Tochter der Hafen AG. Sie hat ein Minus von 33 Prozent eingefahren - verursacht durch gesunkene Transportleistungen für die Stahlindustrie.
„Glückauf-Express”
ist bestens unterwegs
Als Vorteil habe sich die Kooperation mit der Duisburger Hafen AG herausgestellt. Beide Hafengesellschaften hatten im vergangenen Jahr den „Glückauf-Express” auf die Schiene gestellt - ein Bahnshuttle, der dem CTD eine direkte Verbindung zu den Seehäfen Zeebrügge und Antwerpen ermöglicht. Mit 3000 Containereinheiten hatte man gerechnet - 6000 sind's geworden. „Es darf von einer Etablierung gesprochen werden”, sagt Kossack.
Ingesamt, meint das Duisburger Vorstandsmitglied Markus Bangen, sei der Wettbewerb sehr hart geworden. Spediteure setzten ihre Lkw in den Krisenzeiten zu Preisen ein, „dass sie, wenn sie den Motor anlassen, schon kein Geld mehr verdienen können”.
Beide Häfen präsentieren jetzt auf einer Logistik-Messe in Shanghai ihre Stärken - Dortmund mit der Anbindung ans östliche Ruhrgebiet und an die Nordseehäfen, Duisburg eben mit den Verbindungen nach Belgien und in die Niederlande.
Dann stellte Kossack nochmal Dortmund in den Fokus: Was die PCB-Belastung im Hafengebiet anbelangt, „lasst uns gucken, dass wir schnell die Ursache finden”. Man habe in der letzten Woche ein „intensives Gespräch über die unternehmerischen Aktivitäten der einzelnen Hafenanlieger geführt” und sei auch in ständigem Kontakt mit dem Umweltamt.
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