Das aktuelle Wetter Dortmund 8°C
Arbeitskampf

Cinestar Dortmund fährt harte Linie im Tarifstreit

13.02.2012 | 18:30 Uhr
Cinestar Dortmund fährt harte Linie im Tarifstreit
Warnstreik der Mitarbeiter des Kinos Cinestar in Dortmund. Die Mitarbeiter kämpfen um einen Haustarifvertrag.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Seit Mitte Dezember kämpfen Mitarbeiter des Dortmunder Großkinos Cinestar für einen Tarifvertrag und damit auch branchenübliche Löhne. Doch der Konobetreiber wehrt sich hartnäckig. Gewerkschafter vermuten, Cinestar wolle in Dortmund keinen Präzedenzfall.

In der Spätvorstellung flimmert gerade Brad Pitt über die Leinwand. Filmtitel: „Die Kunst zu gewinnen“. Was man dazu braucht? Ausdauer. Moral. Und den Willen, etwas zum Besseren zu wenden. So zumindest würden es wohl die Cinestar -Mitarbeiter beschreiben, die seit Mitte Dezember für einen Tarifvertrag streiken .

Für branchenüblichen Lohn. Dass die Streikbrecher gerade mit einem Aufschlag von bis zu 70 Prozent Plus belohnt werden? „Das macht uns keine Angst“, sagt Suung Won, der mit in der Tarifkommission sitzt. Und Frank Schreckenberg, Verhandlungsführer auf Seiten von Verdi, kann das nur bestätigen: „Das untergräbt nicht die Moral der Kollegen. Im Gegenteil. Es verärgert sie“.

Die Streikfront bröckelt nicht

Dabei ist der Streik im Dortmunder Cinestar – wie auch in Osnabrück – zermürbend. Suung Won winkt ab: „Spaß ist was anderes. Wir würden lieber heute als morgen aufhören“. Wenn sich denn etwas bewegen würde. Tut es aber nicht: Ende November, in Dortmund Mitte Dezember waren die Verhandlungen gescheitert. Seitdem wird gestreikt, flexibel. Ein neuer Termin, ein Angebot liegen, so Schreckenberg, noch nicht auf dem Tisch.

Die Cinestar-Betreiber führen eine harte Linie, vermutlich, so der Gewerkschafter, weil sie Pilotcharakter für die anderen Häuser befürchten. Cinestar betreibt 73 Kinos, neun davon in NRW. Dortmund gehöre mit rund 100 Mitarbeitern (davon fast 90 Prozent organisiert) zu den größeren Häusern. Die Gewerkschaft macht Druck, bezieht weitere Häuser mit ein, zurzeit Bamberg. Und ist sich sicher: „Die Streikfront bröckelt nicht“, bekräftigt Norbert Szepan (Verdi).

Anja Schröder

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6348823/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Layla Zoe in Dortmund
Bildgalerie
Piano
Hitze am Phoenix-See
Bildgalerie
Wetter
Achtung, Dortmund — hier droht Bußgeld!
Bildgalerie
Bußgeld-Katalog
Aus dem Ressort
Zum Geburtstag ein Mammut
Naturkundemuseum
Sie wollen mit Dr. Dr. Elke Möllmann den 100. Geburtstag des Naturkundemuseums feiern? Kein Problem: Kommen Sie am nächsten Sonntag doch einfach vorbei – der Eintritt ist frei. Sie wollen ein Geschenk mitbringen? Dann besorgen Sie schon mal ein paar Meter Geschenkpapier.
Polizei Dortmund sucht Zeugen für Unfallflucht
Polizei
Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Samstagmorgen einen 23-jährigen Fußgänger aus Dortmund angefahren und flüchtete anschließend. Das Unfallopfer wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.