Chef kauft seinen Angestellten frei

Weil er eine 600-Euro-Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde ein 21-jähriger Dortmunder mit Haftbefehl gesucht. Am Freitagmorgen stellte er sich der Polizei am Hauptbahnhof, gab den Beamten alles was er hatte: 100 Euro, zu wenig. Auf dem Weg zum Gefängnis rief er seinen Chef an, um sich von der Arbeit zu entschuldigen. Dessen Reaktion drehte alles.

Dortmund.. 600 Euro sollte der 21-Jährige hinblättern, wegen "Beförderungserschleichung", schreibt die Bundespolizei in ihrer Pressemitteilung. Weil er nicht zahlte, sollte er 60 Tage ins Gefängnis - und stellte sich. Sein Vermögen deckte die finanzielle Forderung nicht, der Anruf beim Chef war unvermeidlich. Er komme nächste Woche wohl nicht zur Arbeit, sagte der 21-Jährige im Telefongespräch.

Sein Vorgesetzter erklärte sich daraufhin bereit, die restlichen 500 Euro zu zahlen und erkaufte seinem Mitarbeiter damit die Freiheit. "Mit einem breiten Grinsen", wie die Polizei schreibt, habe der 21-Jährige daraufhin die Bundespolizeiwache verlassen.