Center mit 160 Geschäften
06.12.2007 | 21:46 Uhr 2007-12-06T21:46:16+0100Spätestens seit dem gestrigen Auftritt im Gestaltungsbeirat der Stadt ist den Gesandten des Hamburger Einkaufscenter-Multis ECE deutlich geworden: So schnell und glatt wie erhofft werden die Dortmunder Akteure die 38 000 qm große Einkaufsgalerie auf dem .
... Gelände der früheren Thier-Brauerei nicht abnicken. Der 15-köpfige Gestaltungsbeirat versteht sich als Wächter qualitätsvollen Bauens. Knapp ein Viertel aller Projekte, die das Gremium begutachtet und mit Empfehlungen versehen hat, stammen aus dem Einzelhandel. Eines der größten Projekte stand gestern hinter verschlossenen Türen zur Sichtung an: Der Hamburger Shopping-Center-Multi ECE, Marktführer in Deutschland, hat seine ersten Entwürfe für den gewünschten Einkaufspalast auf Thier vorgelegt - und seine Gesandten dürften das Rathaus mit einigen Fragezeichen verlassen haben.
Zu einer Empfehlung mochte sich der Gestaltungsbeirat (noch) nicht durchringen. Grund: Vorerst bleibt offen, ob sich ECE mit den gewünschten Größenordnungen durchsetzen kann. Die Hamburger möchten auf 38 000 qm Verkaufsfläche (inklusive der "Berlet-Flächen") 160 Geschäfte unterbringen. Mit welchem Konzept, in welcher Qualität - all das dürfte der "Konsultationskreis Einzelhandel" in der Debatte kommenden Montag berücksichtigen. Dem Bahnhofsprojekt 3do hatte man 36 000 qm Handelsfläche oberhalb der Platte zugestanden - allerdings eben am Standort Bahnhof. Obendrein standen die 3do-Akteu-re in der Pflicht, Freizeitflächen zu bauen - als "Frequenzbringer".
Nach den Entwürfen will ECE ein dreigeschossiges Center hochziehen, das durch drei Parkebenen aufgestockt wird. Eine durchgehende Verbindung, eine Mall, soll Besucher vom Westenhellweg in Höhe des früheren Berlet-Hauses bis zum Hohen Wall (Thier-Verwaltungsgebäude) führen. Das könnte schwierig werden angesichts der Botschaften, die ECE aus dem Gestaltungsbeirat mitnahm: Jetzt kommen Bedenken auf, ob die Silberstraße für den Autoverkehr unterbrochen werden soll. Anregung: ECE möge prüfen, die Straße mit einer Brücke zu überspannen. Was zur Folge hätte, dass die Einkaufsgalerie aus zwei miteinander verbundenen Immobilienhälften bestünde. Im Februar kommt ECE erneut in den Gestaltungsbeirat.
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