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"Energiekonzept der Zukunft"

CDU setzt auf Atomkraft und Nachtspeicher

19.01.2011 | 17:22 Uhr
CDU setzt auf Atomkraft und Nachtspeicher

Dortmund. Die CDU Dortmund hat gestern ihr Papier für eine „nachhaltige, sichere und bezahlbare Energieversorgung in Dortmund“ vorgelegt.

Darin sind die elektrische Speicherheizung sowie ein „preiswerter Kernenergietarif“ wesentliche Eckpfeiler.

Der energiepolitische Sprecher der CDU, Dr. Helmut Eiteneyer, bezog sich auf das Konzept der Bundesregierung, das im Herbst vorgelegt wurde. Es sei „heiß umstritten“ gewesen, räumte Eiteneyer ein. Zur Erinnerung: In dem Bundeskonzept sind längere Laufzeiten für Atomkraftwerke festgelegt worden. Damit haben Eiteneyer und Steffen Kanitz, der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, kein Problem.

"preiswerter Kernenergietarif"

Für Eiteneyer ist die Kernenergie vor allem eine günstige Energie. „Wir fordern die DEW21 aus Gründen der Entlastung der Verbraucher auf, einen preiswerten Kernenergietarif anzubieten“, so der Sprecher. Genauso wie Kunden grünen Strom wählen könnten, sollten sie auch Strom aus Kernenergie wählen können.

Unter dem Motto „Umkehr von der Abkehr“ will die CDU auch zur Nachtstromspeicherheizung zurückkehren. Sie sei zu Unrecht verteufelt worden, findet Eiteneyer. Vor allem für regenerativ erzeugten Strom müssten Puffer gefunden werden, in denen der Strom gespeichert werden könne. Nachtstromspeicherheizungen seien eine solche Möglichkeit, um „Lasttäler aufzufüllen“. Eiteneyer: „Wir fordern DEW auf, das Signal für Speicherheizungen auf Grün zu stellen.“

Nachttarif senken

Man habe auch mit den „Nachtspeicher-Rebellen“ ge­sprochen und unterstütze deren Forderung, dass die Preise für diesen Strom wieder günstiger werden müssen.

Eine weitere Möglichkeit, elektrische Energie sinnvoll zu speichern, sei das Elektroauto. „Die CDU fordert, dass Dortmund sich als Stadt der Elektromobilität profiliert und eine Vorreiterrolle einnimmt.“

Bislang sei außer dem Aufbau von einigen Ladestationen noch nicht viel geschehen. „Die Zusammenarbeit aller Akteure von DEW und RWE über das wissenschaftliche Potenzial an den Hochschulen und der Politik bis hin zu privaten Initiativen muss intensiviert werden“, so Eiteneyer. Sonst verliere Dortmund auf diesem Gebiet den Anschluss. Bereits in diesem Jahr kämen erste serienmäßige Elektromobile auf den Markt. Sie müssten anfangs subventioniert werden, um sie bezahlbar zu machen.

Gerald NILL


Kommentare
24.01.2011
16:29
CDU setzt auf Atomkraft und Nachtspeicher
von karlosdallos | #3

Klar, laut Handelsblatt schreit Daimler Benz bereits nach Subventionen für Elektroautos.

Und Dortmund hat keine anderen Probleme, als sich ein paar 150 000 Euro boliden auf den Hoff zu stellen.

Ist auch super, dass Dortmund sich die Steag kauft um anschliessend Atomstrom für die RWE zu verbimmeln.

Vielleicht kann man besser die CDU nach USA verkaufen, um sie dann -falls Bedarf besteht- zurückzuleasen, oder auch nicht.

Im Übrigen könnte sich Eitelmeyer mal die letzten Preissteigerungen bei den Atom-von-Merkel-Gepimpten ansehen, dann weiss er auch , dass Atomstrom eben nicht billiger geworden ist, wie uns vorgelügt wurde.

Darüber hinaus kann er sich mal belehren lassen, dass Strom 20 Cent und Gas/Öl - Heizenergie 7 Cent pro kwh kostet.

Sich bei einer solchen Dämlichkeit Stromwärme zu kaufen ist allenfalls noch Klappsmühlenreif.

Pisafähig jedenfalls nicht.

24.01.2011
14:03
CDU setzt auf Atomkraft und Nachtspeicher
von fragender123 | #2

Die CDU fordert hier, die CDU fordert da...wie wäre es denn, einfach mal die Klappe zu halten und erst nachzudenken bevor man den Mund aufmacht?

Denn Kernenergie ist keineswegs so günstig wie es scheint. Hat sich irgend jemand mal mit den Alternativen zur Energiegewinnung durch Atomkraft Gedanken gemacht? Hatsich irgend jemand mal erkundigt, inwieweit man bestehende regenerative Energiequellen sinnvollerweise noch weiter erschließen bzw. die Verfahren hierzu optimieren kann?
Und hat sich irgend jemand mal Gedanken darüber gemacht, inwieweit man neue und umweltfreundliche Energiegewinnungsverfahren billiger machen könnte?

Bevor das nicht geschehen ist, sollte man nicht von Kernenergie als günstig sprechen.

19.01.2011
20:44
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