Das aktuelle Wetter Dortmund 10°C
Islamfeindlichkeit

CDU geht auf Distanz zu Kopftuch-Kritikerin Horitzky

14.07.2014 | 14:12 Uhr
Gerda Horitzky, Vorsitzende der CDU Innenstadt-Nord und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in der Nordstadt
Gerda Horitzky, Vorsitzende der CDU Innenstadt-Nord und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in der NordstadtFoto: Peter Bandermann

Dortmund.  Gerda Horitzky steht wegen ihres islamfeindlichen Leserbriefes weiter in der Kritik. Am Samstag meldete sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung (BV) Nord, Dorian Marius Vornweg, zu Wort. Über personelle Konsequenzen möchte er im Moment aber noch nicht sprechen. Andere Politiker schon.

Die Kritik von politischer Seite an der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin der Nordstadt, Gerda Horitzky, nimmt zu. In einer Pressemitteilung von Samstag sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung (BV) Nord, Dorian Marius Vornweg, dass Horitzky mit "den in ihrem Leserbrief formulierten Positionen" nicht die Haltung der CDU-Fraktion in der BV vertrete. Gerda Horitzky hatte in der vergangenen Woche einen umstrittenen Leserbrief verfasst: Unter anderem schreibt die 72-Jährige, "es könne nicht sein, dass unsere christlichen Konfessionen überall muslimisch unterlaufen werden, zumal wir für Muslime sowieso nur Ungläubige sind". Auf Nachfrage dieser Redaktion sagte Horitzky, die in der Nordstadt lebt: "Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich nur noch Kopftücher. Ich will aber keine mehr sehen!"

Andere Faktoren

CDU-Fraktionsvorsitzender Vornweg distanziert sich von solchen Äußerungen: "Die Probleme der Nordstadt sind nicht an einer bestimmten Bevölkerungsgruppe festzumachen, sondern an Faktoren wie beispielsweise hoher Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Armutszuwanderung", heißt es in der Pressemitteilung. Auf Abstand zu Horitzky ist am Freitag schon der Kreisvorsitzende der CDU Dortmund, Steffen Kanitz, gegangen. Horitzkys Wortwahl sei "für die CDU als Volkspartei nicht angemessen", sagte Kanitz.

Vornweg selbst will noch nicht über mögliche personelle Konsequenzen für Gerda Horitzky reden. Zuerst müsse man mit ihr über ihre Äußerungen sprechen und danach entscheiden.

Integrationsarbeit in der Nordstadt

Deutlicher wird der SPD-Ortsverein Nord. Dessen Vorsitzender Andreas Cierpol sagte in einer Pressemitteilung von Sonntag: "Ich weiß nicht, welche Zukunftspläne Frau Horitzky hat, sie sollte sie aber außerhalb der Politik wahrnehmen." Mit ihren "islamfeindlichen Parolen" könne man keine Integrationsarbeit in der Nordstadt leisten. Dabei habe man sich mit der CDU in der Bezirksvertretung darauf geeinigt, dass Integration eines der Kernthemen der Zusammenarbeit sei.

Hyun-Ho Cha

Kommentare
14.07.2014
17:50
CDU geht auf Distanz zu Kopftuch-Kritikerin Horitzky
von Kronenschmeckt | #6

Multikulti ist in der Nordstadt eindeutig gescheitert, vielmehr kann man mittlerweile von einem rechtsfreien Raum reden.
Bin in den 70`ern in der...
Weiterlesen

Funktionen
Fotos und Videos
Blut - ein Organ als Mangelware
Bildgalerie
Fotostrecke
Schmetterlings-Projektwoche an der Uhland-Grundschule in Körne
Bildgalerie
Fotostrecke
Public Viewing im Ruhrgebiet
Bildgalerie
EM 2016
9593562
CDU geht auf Distanz zu Kopftuch-Kritikerin Horitzky
CDU geht auf Distanz zu Kopftuch-Kritikerin Horitzky
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/cdu-geht-auf-distanz-zu-kopftuch-kritikerin-horitzky-id9593562.html
2014-07-14 14:12
Dortmund