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Schuldebatte

CDU Dortmund kritisiert Einführung neuer Schulform

27.07.2012 | 15:00 Uhr
CDU Dortmund kritisiert Einführung neuer Schulform
Die Dortmunder CDU äußert sich im Wahlkampf zu bildungspolitischen Themen wie der Einführung der Sekundarschule.

„Warum müssen wir mit Gewalt eine neue Schulform einführen,“ fragt Dortmunds schulpolitischer Sprecher der CDU, Heinz Neumann. Die Dortmunder CDU holt zum bildungspolitischen Rundumschlag aus und kritisiert die jahrelang andauernde Strukturdebatte.

Eine Fraktion im Schwebezustand – das heißt nicht etwa, dass die Dortmunder CDU nichts zu tun hätte. „Wir mussten den Laden auf Null ‘runterfahren“, sagt Ulrich Monegel, Spitzenkandidat für die Wiederholung der Ratswahl. Kopierer abschaffen, Handys abmelden, Zeitungs-Abos kündigen, Zeitverträge auflösen. Und nach der Wahl geht’s umgekehrt, von Null auf Hundert, möglichst im null Komma nichts. Das politische Vakuum färbt aber nicht auf inhaltliche Standpunkte ab. Auch, wenn Politik momentan nichts zu sagen hat, hat sie doch etwas mitzuteilen.

Hält der Schulkonsens, was er versprach? Ulrich Monegel, die stellv. CDU-Kreisvorsitzende Dr. Eva-Maria Schauenberg und der schulpolitische Sprecher der CDU Dortmund, Heinz Neumann, holten am Donnerstag zum bildungspolitischen Rundumschlag aus. Der beginnt bei der U3-Betreuung und endet beim Masterplan Wissenschaft. Vorneweg allerdings stellt Monegel eine kritische Nachfrage: „Wir führen seit Jahrzehnten eine Strukturdebatte“.

Förderschule womöglich besser

Eine übrigens, die Eltern, Lehrer, Schüler, denen immer wieder neue Rahmen übergestülpt würden, oft genug überfordere. „Liegt es nicht manchmal an ganz anderen Dingen?“ Und könnte der demografische Wandel – 7 % weniger Schüler über alles bis 2016 – nicht auch eine Chance sein? Für kleinere Klassen zum Beispiel?

„Dortmund als Schulstadt mit hohem innovativen Potenzial“ zitierte Schauenberg – „das ist dann okay, wenn da kein Versuchslabor draus wird“. Stichwort Sekundarschule: „Wir haben so viele Baustellen, wo wir Geld brauchen. Warum müssen wir da mit Gewalt eine neue Schulform einführen?“ kritisierte Neumann. Stichwort Inklusion: „Ein wichtiges Ziel, nicht nur in Schulen.“ Aber eben dort besonders schwierig, fragten sich die Christdemokraten, ob das Förderschulsystem nicht womöglich sogar die bessere Schulform sei. Es sei wertvoll am gleichberechtigten Miteinander gesunder und gehandicapter Menschen zu arbeiten, man dürfe aber keine überspannten Erwartungen zu Inklusion in der Öffentlichkeit wecken.

Denn letztlich: Auch das hohe Ziel Bildung hängt am Tropf des Geldes. Und wird oft schon im Schaffen von Strukturen verpulvert. Um beispielsweise alle Schulen für die Unterrichtung von Schülern mit allen Förderbedarfen auszustatten, um die U3-Plätze zu schaffen etc. sind immense Summen notwendig. Die bei der qualitativen „Ausstattung“, speziell ausgebildeten Lehrern und Betreuern, mindestens ebenso gut platziert wären.

Anja Schröder



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