Casino-Mitarbeiter beklagen Schikane
11.01.2009 | 19:07 Uhr 2009-01-11T19:07:00+0100Die schwierigen Umstände, unter denen viele der 250 Mitarbeiter des Dortmunder Spielcasinos ihrer Beschäftigung nachgehen, sind hinlänglich bekannt. Nun macht zusätzlich noch das böse Wort "Mobbing" die Runde. ...
... Opfer: Die beiden Saalchefs, die sich ihre Weiterbeschäftigung vor dem Arbeitsgericht erstritten (wir berichteten). Das Gericht hatte der Casinoleitung untersagt, die Kündigungen auszusprechen. Was das Casino unter Weiterbeschäftigung versteht, ist jetzt deutlich geworden. Die Aufgabe der beiden, so Informationen von Mitarbeitern, bestünde jetzt darin, stundenlang "einen unbespielten, leeren Baccaratisch zu bewachen" - wobei man wissen muss, das Baccara in Dortmund den Gästen schon länger nicht mehr angeboten werde. "Der Tisch hat vorher im Lager gestanden und ist nur für die beiden wieder aufgebaut worden", so ein Mitarbeiter. Das Ganze sei mit Schikane nur unzureichend beschrieben.
Einer der beiden Saalchefs wird von Rechtsanwalt Rainer Köper vertreten. Köper wollte sich im Einzelnen nicht zu dem Vorgang äußern. Nur soviel: Was passiere "halten wir jedenfalls nicht für eine ordnungsgemäße Weiterbeschäftigung. Wir werden gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen."
Westspiel, das Unternehmen, zu dem auch das Hohensyburger Casino gehört, hielt sich mit einer Bewertung zurück. Eine Sprecherin bezeichnete erhobene Vorwürfe als "einseitige Darstellung" - hatte aber irgendwie auch keine andere parat.
Inzwischen häufen sich die Vorwürfe, die der Geschäftsführung weitere wirtschaftliche Schwächung des Standortes vorwerfen, um Gründe zu haben, sich vom angestammten Personal zu trennen, sie durch niedrig dotierte Mitarbeiter zu ersetzen und den renitenten Betriebsrat zu schwächen. So plane man, die fünf Französisch-Roulette-Tische abzubauen, obwohl sie, so ein Betriebsrat, "umgerechnet auf Mitarbeiter und Laufzeit die produktivsten Tische sind". Ferner bekämen Stammgäste, die bereits Jahrzehnte das Casino besuchten, keine Gold-VIP-Karten mehr. "Das hat zu erheblichen Protesten der Kunden geführt", hieß es.
Dies sei eine "einseitige Darstellung, die aus wirtschaftlichen Zusammenhängen gerissen ist", so Westspiel-Sprecherin Katrin Koch. Die Geschäftsführung überprüfe ständig die Wirtschaftlichkeit der Tische. Französisch-Roulette sei nun mal personalintensiver als American Roulette - und somit teurer. Und das mit den Gold-VIP-Karten unterliege der Entscheidung vor Ort.
11:41
Casino Dortmund - ein Trauerspiel. In fetten Jahren konnten unfähige Mitarbeiter ihr Talent, auf Kosten von Spielern zu leben, gut entwickeln. Kein Service, keine Dienstleistung, ein miserables Marketing. Hauptsache war, den Gast zu schröpfen und ohne allzu viel Leistung gut zu verdienen. Was ich dort in vielen Jahren an unqualifizierten Gestalten gesehen habe, fiel bei hohen Umsätzen wohl nicht so auf. Seit einiger Zeit - wenn Umsätze sinken und es auf Kundenservice und echte Dienstleistung ankommt - offenbaren sich die Damen und Herren des Casinos als unfähig. Sowohl auf der Mitarbeiter-, als auch auf der Managementebene.
Ich wünsche dem Casino, dass die Umsätze dermassen sinken, dass man dann dort ein völlig neues Konzept entwickeln muss. Wieviele Menschen haben seit der Gründung des Casinos ihr Hab und Gut durch die Spielsucht verloren? Wieviele Existenzen wurden ruiniert? Wieviel mit viel ehrlicher Arbeit erspartes Vermögen wurde dort vernichtet?
Vielen Dank an Westspiel, vielen Dank an die Stadt Dortmund !
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die Direktion in Dortmund macht doch nichts anderes als zuvor auch in Bad Oeynhausen. Das dumme ist nur, man bekommt heute tatsächlich immer wieder MA. die für einen kleinen Lohn dieselbe Arbeit machen wie ein teurer MA. Moralisch sehr bedenklich, aber durchaus legitim. Westspiel ist doch kein Einzelfall, in der freien Marktwirtschaft ist das doch schon an der Tagesordnung. Und andere Casinobetreiber schließen gleich ganze Häuser.
So ist das heute leider.
19:43
Spiel-o-tek deluxe. Mehr ist der Kasten an der Syburg nicht. Keine vernünftige Gastronomie, kein Konzept, kein Stil. Dortmund, wie man es kennt.
13:55
Die WestLB ist bekannt dafür, dass sie zu den unseriösesten Unternehmungen in der Spielbanklandschaft gehören. Der Efolg des neuen Spieltempels in Duisburg hat die Gier dieser Unternehmer noch angestachelt. Man gründet eine neue Untergesellschaft,die nicht dem Tarifvertrag unterliegt, beschäftigt billige Arbeitskräfte mit Zeitverträgen, so dass kein Betriebsrat gebildet wird. Die Zustände gleichen einem modernen Sklavenhandel. Jetzt versucht man also seine lukrativen Geschäfte vorsätzlich herunterzuwirtschaften, um sich von teurem Personal zu trennen. Die WestLB setzt auf Spielbanken, die durch vehementen Ausbau des Automatenspiels durchaus eine erhöhte Spielsucht der Bevölkerung billigend in Kauf nimmt und dies, obwohl der gültige Glücksspielsaatsvertrag genau das verhindern will. Der Staatsauftrag, spielsüchtiges Verhalten zu kontrollieren und in geordnete Bahnen zu lenken geht fehl, wenn die gut ausgebildeten Menschen abgewirtschaftet werden und nur noch Automaten und vielleicht ein bis zwei überhebliche zu Spielsuchtexperten beförderte Mitarbeiter das ganze betreuen.
Ich kann nur sagen: Arme Spielbanklandschaft !
Liebe Spielbankbetreiber, es hat keinen Sinn sich in Konkurrenz zu dem gewerblichen Glücksspiel der Gauselnmanns zu etablieren, weil für eine Automatendependance der Spielbanken gleich 20 Automatenhallen mit teilweise besserem Service in der Umgebung aufmachen. lachlach
Back to the Roots, friends^^
10:56
Die Zustände sind bekannt. Die Methoden erinnern an schlechte Filme über Las Vegas und die Mafia. Aber die Spielbankbetreiber in NRW sind Abkömmlinge der Landesbank: Da liegt der Unterschied zur Mafia. Die Mafia hat einen Ehrenkodex, besonders im Umgang mit altgedienten Familienmitgliedern. Bankster kennen keine Ehre.