Call-Center entsteht unter Zeitdruck
25.10.2009 | 17:53 Uhr 2009-10-25T17:53:00+0100Dortmund. Die Verwaltung drückt auf die Tube: Ende 2010 will die Telekom ihr neues Call-Center beziehen, Mitte 2010 die Stadt einen von fünf neuen Kindergärten an der Schützenstraße in Betrieb nehmen. die Investoren brauchen schnelles Baurecht.
Es wird eng, wenn die Stadt wie geplant im August 2010 die fünf-gruppige Tageseinrichtung für Kinder an der Bülowstraße in Betrieb nehmen will. Sie muss (gemeinsam mit weiteren Objekten) erst noch gebaut werden - bis Ende November müssen die Investoren die Baugenehmigung in der Tasche haben. Die Warteliste für zu betreuende Kinder ist gerade in der Nordstadt ellenlang: Mehr als 1000 Sprösslinge warten auf einen Kindergartenplatz, rund ein Drittel hat bereits einen Rechtsanspruch.
Dabei ist die Kindertagesstätte längst nicht der einzige Baustein des ehrgeizigen Projektes, das auf dem Grundstück Schützenstraße 94 bis 130 realisiert werden soll. In vier Abschnitten wollen Investoren einen mehrgeschossigen Baukörper hochziehen, in dem das Call-Center der Telekom Platz findet, ein Discounter mit 830 qm Verkaufsfläche inklusive Backshop, ein Vollsortimenter mit 1200 qm und eben die Tageseinrichtung für Kinder.
Parkhaus mit 150 Stellplätzen
Offen ist, wie die oberen Geschosse des Gebäudes genutzt werden, das die Blockrandbebauung an der Schützenstraße aufnimmt und weiterführt.
Zeitdruck besteht in jeder Hinsicht. Nicht allein für den Kindergarten. Auch die Telekom will ihr Call-Center spätestens am 31. November 2010 schlüsselfertig übergeben haben und rund 600 Mitarbeiter einquartieren. Die Verwaltung will das Projekt durchwinken; dass die Politiker in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord bei ihrer Sitzung am Mittwoch Steine in den Weg legen, glaubt niemand.
Das Projekt ist in insgesamt vier Bauabschnitte unterteilt: Im ersten Schritt soll das Hauptgebäude mit dem Call-Center und dem Discounter im Erdgeschoss entstehen. In dem Call-Center soll an sieben Tagen im Drei-Schichten-Betrieb gearbeitet werden. Ebenfalls geplant: ein dreigeschossiges Parkhaus mit 150 Stellplätzen, auf denen allein Telekom-Beschäftigte ihre Wagen abstellen. Im Anschluss daran soll im dritten Abschnitt die Kindertagesstätte entstehen, auf einem 2600 qm großen Grundstück, das aus dem Gesamtareal herausparzelliert wird. Im vierten Schritt wird die Blockrandbebauung mit einer Büro-Immobilie weitergeführt, deren obere Geschosse sowohl Wohnungen als auch Büros aufnehmen können. Im Erdgeschoss befindet sich der 1200 Quadratmeter große Supermarkt mit Bäcker und Cafe´. Für den Discounter und den Supermarkt sind rund 90 weitere Stellplätze vorgesehen. beus
09:28
@KarlR
Natürlich ist die Nahversorgung in der Nordstadt bereits recht dicht, ABER:
- Der REWE war an diesem Standort schon vorher, und ist nicht neu, der Aldi ist ebenfalls nur von der Mallinckrodtstraße umgezogen.
- Einen Penny gab es einige hundert Meter weiter in der Schleswiger Straße auch schon (bis vor ein paar Jahren).
Die Käufer dieser Geschäfte waren also schon immer da, mussten nur zwischenzeitlich woanders kaufen.
- Der neue Discounter wird, -so hört man- auch nur der bisherige Lidl sein, der umzieht.
Es relativiert sich also ein wenig, zumal die neuen Telekom-Mitarbeiter natürlich zu den neuen Kunden zählen dürften.
Was an diesem Standort passiert, ist für die Nordstadt und insbesondere den Hafen Bereich doch besser, als die jetzige Brache!
21:42
Direkt neben der Fläche befinden sich bereits ein neuer großer REWE-Supermarkt, ein neuer Aldi und ein großer Lidl; wenige Meter entfernt ein nagelneuer Penny. Jetzt soll dort noch ein Discounter und ein Vollsortimenter-Supermarkt hin? Woher sollen denn die Käufer kommen???