BVB unterstützt Ausstellung "Heimatsucher" zum Holocaust

So sehen die "Heimatsucher"-Räume in der Steinwache aus.
So sehen die "Heimatsucher"-Räume in der Steinwache aus.
Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Borussia Dortmund unterstützt die Ausstellung "Heimatsucher", die mit eindrucksvollen Fotos das Schicksal von Holocaust-Überlebenden nachzeichnet.

Dortmund.. Geschichte nicht nur erleben, sondern auch erfühlen, nahebringen, was nicht vergessen werden darf: Das will die interaktive Ausstellung "Heimatsucher" Schülern in der Steinwache ermöglichen. Der BVB unterstützt das Projekt, das schon in anderen Städten aus den jungen Besuchern "Zweitzeugen" gemacht hat. Zur Eröffnung am Donnerstag kommt ein besonderer Ehrengast.

Aus ihrer Schulzeit sei vom Holocaust wenig hängen geblieben, sagt Sarah Hüttenberend, Gründerin des Vereins "Heimatsucher - Schoah-Überlebende heute". "Der persönliche Kontakt geht viel näher", findet die 29-Jährige. Gemeinsam mit ihrer ehemaligen Kommilitonin Ruth-Anne Damm hat sie die Ausstellung verwirklicht.

Preis Bereits zwei Veranstaltungen gab es schon in Kooperation mit dem BVB, im Borusseum. Der Holocaust-Überlebende Siegmund Pluznik war dort zugegen - und wird es bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag ebenfalls sein. Für die Ausstellung hat er den Heimatsuchern inzwischen seine persönlichen Erinnerungsstücke überlassen.

Einzelschicksale im Mittelpunkt

Doch nicht nur die werden ausgestellt. Nicht die monströsen Zahlen der Vernichtungsindustrie und die alten Bilder des Grauens stehen im Mittelpunkt, sondern Einzelschicksale. So haben die Heimatsucher mit 18 Freiwilligen Interviews geführt, die die Besucher sich anhören können.

Auch Fotos der Zeitzeugen gibt es, und die Möglichkeit, den Interviewten Briefe zu schreiben. Rund 2000 Schüler haben bisher die Ausstellung in 14 verschiedenen Städten besucht und sind somit "Zweitzeugen" geworden.