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BVB-Stadionordnung kennt keinen Spielraum beim Kinderschutz

01.09.2012 | 13:45 Uhr
BVB-Stadionordnung kennt keinen Spielraum beim Kinderschutz
Borussia Dortmund praesentiert erneut Rekordbilanz

Dortmund.  Seit dieser Saison dürfen Kinder unter 14 Jahren nicht mehr ohne Begleitung zum BVB ins Stadion. Trotz Fanprotesten bleibt der BVB bei dieser Haltung: Der Grund: Versicherungsrechtlich darf es keine Ausnahme von der Regel geben. Betroffen sind 499 Dauerkartenbesitzer unter 14 Jahren.

Schlechte Karten für unbegleitete Jugendliche unter 14 Jahren bei den künftigen BVB-Heimspielen . Die jüngste Stadionordnung bleibt so, wie sie ist. Heißt: Kinder unter sieben Jahren haben auf der Südtribüne nichts mehr zu suchen. Jugendliche unter 14 dürfen im ganzen Signal Iduna Park (auch im Familienblock) nicht mehr ohne erwachsene Begleitung unterwegs sein. Das gelte für alle Spiele – auch die Champions League.

Nach dem Prostest von Fans, die ihre Kinder auch weiter allein zu den Spielen schicken wollten oder mit ihnen auf der Südtribüne stehen wollten, habe der BVB die Situation einmal mehr rechtlich geprüft.

Ausnahmen nicht haltbar

Dabei sollte auch geschaut werden, ob man im Familienblock noch mal ein Auge zudrücken kann. „Beim Familienblock hätten wir uns das vorstellen können“, sagt BVB-Sprecher Sascha Fligge. Die Hausjuristen jedoch nicht. Eine Ausnahme sei (versicherungs-)rechtlich nicht haltbar, zumal es keine Betreuung für die Kinder gäbe.

Der BVB werde jetzt alle 499 Kartenbesitzer unter 14 Jahren anschreiben. Dabei rät man den Betroffenen, sich so zu organisieren, dass mindestens ein Erwachsener (es muss kein Elternteil sein) als Begleitperson schon beim Stadion-Einlass am Ball ist. Wer die Möglichkeit nicht habe, könne seine Dauerkarte - abzüglich des ersten Spiels - auch gegen Geld zurückgeben, so Fligge.

Bei rund 100 jugendlichen Kartenbesitzern schätzt man, dass sie bisher allein ins Stadion kamen.

Peter Ring



Kommentare
03.09.2012
14:13
BVB-Stadionordnung kennt keinen Spielraum beim Kinderschutz
von PhilChori | #2

Unsere "Generation Weichei" kann nichts dafür, ständig weichgespült zu werden. Es sind die Erwachsenen, die Kindern keine Selbständigkeit mehr zutrauen.

02.09.2012
00:20
BVB-Stadionordnung kennt keinen Spielraum beim Kinderschutz
von ambros41 | #1

"Wer die Möglichkeit nicht habe, könne seine Dauerkarte - abzüglich des ersten Spiels - auch gegen Geld zurückgeben, so Fligge."
Was machen Sie denn mit den 12 oder 13-jährigen Fans, die nur einem Teil der Spiele nicht beiwohnen können und die restlichen Spiele mit Papa oder Opa kommen.
Pech gehabt, Dauerkarte entweder zurückgeben, nichts mehr sehen und den Anspruch auf künftige DK erstmal verloren??? Oder doch lieber DK behalten und für einen Teil der Spiele zwar vom Taschengeld bezahlt, aber ohne Gegenleistung????
Egal ob Mitglied oder nicht????
Wie machen das eigentlich die anderen Vereine? Gehen die auch so rigoros gegen ihre jugendliche Fans und inmitten bestehender Vertragsverhältnisse vor? Etwas polemisch gefragt: Will der BVB überschüssige Fans nach GE oder BO ausweisen?

1 Antwort
BVB-Stadionordnung kennt keinen Spielraum beim Kinderschutz
von Dortmund4Life | #1-1

"mit Papa oder Opa" ist es doch gar kein Problem, wie schon im Text steht. Nur ohne Begleitung kommt jetz keiner mehr ins Stadion, der unter 14 ist. Meiner Meinung nach absolut nachvollziehbar... man schickt seine 13jährige Tochter ja auch nicht ohne einen Erwachsenen aufs Hosen-Konzert.

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