BVB - Riesen-Chaos beim Ticketverkauf für das Revierderby Dortmund gegen Schalke

Chaos beim Ticketverkauf  vor der Geschäftstelle von Borussia Dortmund. Die Karten für das mit Spannung erwartete Revierderby Schalke gegen den BVB am 14. April sind rar - und heiß begehrt.
Chaos beim Ticketverkauf vor der Geschäftstelle von Borussia Dortmund. Die Karten für das mit Spannung erwartete Revierderby Schalke gegen den BVB am 14. April sind rar - und heiß begehrt.
Foto: Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Gedränge, Geschubse, lange Schlangen: Die Polizei musste am Montagmorgen mit dutzenden Einsatzkräften den Ticketverkauf in Dortmund für das Revierderby Schalke gegen Borussia Dortmund kontrollieren. Ein Fan ist wegen Kreislaufproblemen zusammengesackt. Zwei Fans sollen leicht verletzt worden sein. Der Ticketverkauf ist mittlerweile beendet. Etliche Fans gingen offenbar leer aus. Der BVB zog Konsequenzen und strich den freien Verkauf für das Kaiserslautern-Spiel.

Dortmund.. Beim Ticketverkauf für das Revierderby Schalke gegen Borussia Dortmund kam es vor der BVB-Geschäftsstelle am Montagmorgen zu chaotischen Szenen. Fans schubsten und bedrängen sich, weil es nur noch wenige Tickets für das mit Spannung erwartete Revierderby am Samstag, 14. April (Anstoß auf Schalke: 15.30 Uhr) gab. Kurz vor 9 Uhr traf die vom Verein hinzugerufene Polizei mit drei Streifenwagen ein. „Wir helfen dem BVB und halten die Fans von der B1 fern", sagt Polizeisprecher Peter Schulz. „Es gibt einen Andrang, bei dem wir schauen müssen, dass er nicht zu gefährlich wird", so Schulz.

Laut BVB-Mitteilung kam es zu den Zwischenfällen bei diesem „in dieser Form noch nie dagewesenen Ansturm", weil sich offenbar etliche Schwarzhändler unter die echten Fans gemischt hätten und diese in der riesig langen Schlange überholen wollten. Unmut und Gedränge waren die Konsequenz, zwei weibliche Fans mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.

Immer, wenn sich die Tür zum BVB-Ticketshop öffnete, damit geordnet einige, wenige Fans hineingelassen werden konnten, kam es zu unkontrollierbaren Bewegungen in der Menschenmasse an der stark befahrenen B1, berichten Augenzeugen. Die letzte der rund 1000 noch zur Verfügung stehenden Karten für das Revierderby wurde gegen 11.30 Uhr verkauft. Bereits am Sonntagnachmittag hatten viele Fans Zelte vor der BVB-Geschäftsstelle am Rheinlanddamm aufgeschlagen und vor Ort übernachtet. Auf dem Parkplatz der Geschäftsstelle entstand obendrein geringer Sachschaden durch Personen, die in der Nacht ein Feuer entzündet hatten.

Laut Polizei drei Verletzte - Krankenwagen vor Ort

Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung, kündigte an: „Aus den Vorkommnissen werden wir unsere Lehren ziehen und nach intensiver interner Diskussion entscheiden, ob und in welcher Form wir künftig den freien Verkauf von Karten durchführen können.“

Ein Krankenwagen musste bereits angefordert werden, weil ein Fan wegen Kreislaufproblemen zusammensackte. Die Polizei sprach von drei leicht verletzten Personen. Der Ticketverkauf ist mittlerweile beendet. Nicht alle Fans in der Warteschlange haben offenbar Tickets bekommen, meldete der Einsatzleiter. Unklar blieb, warum der BVB den Verkauf nicht wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen hat.

Bereits am frühen Morgen warteten circa 50 Personen an der B1 und 300 Menschen auf dem Hinterhof der Geschäftstelle. Bis circa 11 Uhr waren nach Schätzungen noch 300 bis 400 Fans vor Ort.

Der für den 10. April kommunizierte freie Vorverkauf für das Dortmunder Auswärtsspiel des 33. Spieltags beim 1. FC Kaiserslautern (28. April, 15.30 Uhr) über die BVB-Vorverkaufsstellen sowie über die BVB-Geschäftsstelle wird ersatzlos gestrichen. Alle Karten für diese Partie gehen in den Verkauf für Vereinsmitglieder oder in den telefonischen Verkauf.