BVB-Grabstein steht endlich auf dem Grab von Jens-Pascal
11.03.2013 | 20:31 Uhr 2013-03-11T20:31:43+0100
Dortmund. Es war eine der emotionalsten Geschichten des Jahres 2012 in Dortmund, seit Montag hat sie ein Ende gefunden: Auf dem Grab des im Mai gestorbenen Jens-Pascal (9) steht nun ein BVB-Grabstein, der dem letzten Wunsch des Jungen entspricht.
Jens-Pascal hat endlich seinen BVB-Grabstein: Er hat einen Ball an der Spitze, ein BVB-Logo und den Schriftzug "Echte Liebe". Was sich zunächst wie eine Kleinigkeit anhört, war im vergangenen Jahr keine Selbstverständlichkeit.
Die Friedhofsordnung der Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Bodelschwingh sieht vor, dass ein Grabstein in Verbindung zum christlichen Glauben steht. Diese Verbindung sah die Gemeinde nicht und verweigerte zunächst den Grabstein, den der Junge, der an einem Hirntumor starb, sich gewünscht hatte.
Sturm der Entrüstung
Ein Sturm der Entrüstung brach los, der Grabstein von Jens-Pascal wurde ein bundesweites Thema, dann rollte eine Internetlawine auf die Gemeinde zu, die sich längst kompromissbereit gezeigt hatte. Einem neuen Entwurf des Steinmetzes wurde zugestimmt, der Ball jetzt nicht mehr auf sondern neben dem Stein.
Die katholische Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Dortmund-Bodelschwingh und die Eltern des an einem Hirntumor gestorbenen Jungen Jens Pascal haben sich geeinigt: Der Grabstein für den kleinen BVB-Fans darf das Logo der Borussia tragen.
Seit Montag also steht der Grabstein. Mutter Nicole Schmidt ging Montag nach der Arbeit zu dem Grab ihres Sohnes: "Er sieht besser aus, als ich es mir vorgestellt habe. Ich war total gerührt, als ich den Stein sah."
13:11
Man kann den Vorrednern nur zustimmen. Hier sollte lediglich die (kath) Kirche an den Pranger gestellt und mies gemacht werden. In einer Zeit, in der man sich nicht mehr an Regeln halten will, mit dem Finger auf andere zeigt und sich selbst als "heilig" empfindet. Na dann....
16:41
Ich kann Vaikl2 da nur zustimmen.... Es scheint tatsächlich so zu sein, dass sich an den Vorgang, losgelöst von allen Emotionen, niemand mehr so wirklich erinnern kann.
Der Wunsch nach genau dieser Art Grabstein kam nicht von dem Jungen, sondern war Wunsch der Eltern.
Dann sucht man sich einen katholischen Friedhof aus, obwohl selber konfessionslos, und erwartet, dass alle Regeln, die nunmal Bestandteil einer Friedhofsordnung sind, nicht mehr gelten.
Um seinen Willen durchzusetzen, wird dann eine Lawine losgetreten, die ihresgleichen suchte.
Bei allem Verständnis für das unglaublich traurige Schicksal.... Aber wirklich richtig verhalten haben sich die Eltern nicht. Und das Ganze dann noch als Triumph für die Gerechtigkeit feiern zu lassen, empfinde ich als ziemlich geschmacklos
15:00
Man muss jeden Wunsch berücksichtigen, weil es der berühmte letze Wille ist. Ich könnte mir vorstellen, ein McDonalds-Logo auf meinem Grabstein installieren zu lassen. Der Grabstein soll schön hoch sein, damit man ihn und das Logo von jedem Punkt auf dem Friedhof sehen kann - so wie die McDonald-Logos an den Autobahnen.
Ich wäre für folgenden Spruch
"Hier liegen meine Gebeine -
ich wünschte es wären Deine"
11:37
Das Kind hat man schnell vergessen, den Grabstein nicht.
10:39
Die Grabbehängung mit Logo, Spruch und ursprünglich auch noch Ball obendrauf war nicht der letzte Wunsch von Jens, sondern der Wunsch der Eltern. Die Kirchengemeinde hatte dies nicht kategorisch abgelehnt, sondern bot ein Gespräch mit den Eltern an, welches diese nach dem "Verkauf" ihrer Story an die Bunte ablehnten.
Schade, dass sich kaum Jemand mehr an die Hintergründe dieses Medien-Rührstücks erinnern kann. Oder sie erst gar nicht begriffen hat.
Die absolut falsch recherchierte Rührstory, von der fast alle Medien ohne Nachdenken abschrieben, stand in der "BILD der Frau", nicht in der Bunte. Macht aber keinen großen Unterschied.
09:34
Ich persönlich finde heruntergekommene oder mit Fotos in DIN A5 Größe am Grabstein gepappte Fotos viel störender als sowas.
Man kann doch an Gott glauben, aber als kleines Kind hat man nicht die Bibel sondern Fußball in seinem Herzen. Sie zerbrechen sich in diesem Alter doch nur über Spiele, Freunde usw. den Kopf...und wer einem kleinen Jungen nach so einem Leben nicht den letzten Wunsch erfüllen will, nur weil ein Fußball auf dem Grabstein liegt, der hat das Wort Nächstenliebe noch nie gehört. Ist doch schon schlimm genug, dass der Kleine schon so früh gehen musste.
Ihrem Kommentar kann ich mich aus vollen Herzen anschließen! Danke!
09:06
Ich persönlich finde auch, dass ein Fussball und ein Fussballverein nicht auf einen Grabstein gehört!
08:38
...Bandidos oder Hells Angels oder SPD, CDU und Co. Logos auf Grabsteinen. Ich verstehe die Trauer der Eltern, es muss herzzerreissend sein, das Kind zu verlieren. Aber in solchen Fällen muss auf alle Friedhofsbesucher Rücksicht genommen werden. Die kirchliche Gemeinde hätte nicht einknicken dürfen unter dem Druck von Menschen, die mit religiösen Gefühlen nicht viel anfangen können.
02:11
Grabstein schön und gut,aber m.E. hat ein Logo eines Fußballvereins (egal welcher es auch ist) nichts auf einem Grabstein zu suchen.
Da hab ich eine gute Nachricht für sie: Wenn sie sterben zwingt sie keiner zu einem Fußball-Logo auf ihrem Grabstein!
Oh Kasimir, was ist es gut, dass nicht alle so denken.
Auf dem Grabstein eines österreichischen Bauern in Silz steht:
"Hier liegt in süsser Ruh, erdrückt von einer Kuh ....
daraus sieht man, wie kurios man sterben kann."
Da gibt es viel schlimmere "christliche" Grabsteine.
@knutknutsen
Trotzdem gehört sowas nicht auf einen Grabstein.Wenn ich sterbe,bekomme ich sowieso keinen Grabstein,werde anonym beerdigt.
@leiming
Was die Österreicher machen bleibt denen überlassen.
Und was die Eltern den Verstorbenen Kindes hier machen, ist nicht deren Sache?
kasimir28 darf doch eine eigene Meinung haben, oder?
Darf er. Hat jemand was gegenteiliges behauptet?
Nur wenn er sagt: Was die Österreicher machen, sei deren Sache, finde ich meine Frage, warum er da Unterschiede macht berechtigt.
23:38
*tränchen wegwisch*