BVB-Fans haben Schall-Affäre in Hoffenheim noch im Ohr, aber keine Racheaktion geplant
26.01.2012 | 17:27 Uhr 2012-01-26T17:27:00+0100
Dortmund. Nach der Schall-Affäre kommt es am Samstag zum Wiedersehen zwischen der TSG Hoffenheim und den Fans von Borussia Dortmund. Die planen beim Heimspiel gegen die ungeliebten Kraichgauer mit Mäzen Dietmar Hopp an der Spitze zwar keine Racheaktion, Schmähgesänge und Anti-Hopp-Plakate wird es aber geben.
Wenn Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim spielt, ist die Stimmung auf den Rängen generell aufgebrachter als bei normalen Spielen der Fußball-Bundesliga. Zwei Stichwörter reichen, um bei BVB-Fans Zorn zu entfachen: Hopp und Schall-Affäre. Viele erinnern sich: Am 13. August 2011 wurden in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena die BVB-Anhänger mit Hochfrequenztönen beschallt . Einer d e r Aufreger in der Hinrunde.
Samstag reist nun wieder der Klub (oder wie mancher Fußball-Traditionalist sagt: „das Konstrukt“) von Mäzen Dietmar Hopp nach Dortmund zum ersten Wiedersehen nach dieser Affäre. Und wie fies fällt die Rache der BVB-Anhänger aus? Nicht aggressiver als bei anderen Partien gegen die ungeliebten Hoffenheimer üblich. In Fankreisen seien keine besonderen Aktionen geplant. Aus der Szene heißt es: „Es wird sicher vereinzelt gegen Hopp gestichelt. Die Akustik-Attacke dagegen haben manche noch im Hinterkopf, ist aber generell abgehakt.“
Das kann Thilo Danielsmeyer vom Fanprojekt Dortmund bestätigen. Und wenn jemand befugt ist, über die Auswirkungen der Hoffenheimer Hochfrequenztöne zu sprechen, dann er: Er stand im Hinspiel direkt neben der Anlage, die ein Hausmeister bei Schmähgesängen gegen TSG-Mäzen Hopp aufdrehte . „Solch eine Aktion ist wohl nur bei einem Klub wie Hoffenheim möglich, bei dem Mitarbeiter in vorauseilendem Gehorsam so etwas tun“, sagt er und legt nach: „Das zeigt doch, dass die Strukturen dort nicht erstligawürdig sind.“ Generell seien die Fahrten nach Hoffenheim in den letzten Jahren nicht besonders prickelnd gewesen.
Ermittlungen eingestellt, andere Themen wichtiger
Wie auch bei der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt wurden, so ist die Schall-Affäre auch bei Danielsmeyer selbst irgendwie „im Sande verlaufen“. Ebenso spielen im Fan-Umfeld der Borussia die Vorfälle vor einem halben Jahr eine untergeordnete Rolle, dafür seien andere Themen zu wichtig: etwa derr Radio-Protest am Sonntag vor der HSV-Arena wegen hoher Eintrittspreise , die Debatte um Pyrotechnik oder die sportliche Euphorie nach den Siegen in Hamburg oder am Jahresende in Düsseldorf. „Das alles nimmt Druck vom Kessel“, so Danielsmeyer. „Außerdem gucken die Fans eher auf Schalke oder Bayern, als dass sie sich an den paar mitreisenden Hoffenheimer Anhängern abarbeiten.“
Danielsmeyer ist wie TSG-Trainer Holger Stanislawski froh, dass in der Fanszene die Affäre nicht besonders hochgekocht wird. „Ich hoffe, dass dieses Thema vom Tisch ist. Beide Mannschaften haben sich ja dazu ausgetauscht“, erklärte Stanislawski. Ins gleiche Horn stoßen die Verantwortlichen von Borussia Dortmund, die ihre Anhänger zur Besonnenheit aufriefen. „Ich hoffe, dass unsere Fans locker genug sind, darüber hinwegzusehen, was war“, so BVB-Coach Jürgen Klopp. Doch auch mit diesen Aussagen werden die Trainer nicht verhindern können, dass es wieder Schmähgesänge und Anti-Hopp-Spruchbänder am Samstag im BVB-Stadion geben wird.
„Konstrukt“ Hoffenheim
Vielen Borussen ist nach wie vor das „Konstrukt“ Hoffenheim mit dem Mäzen Hopp als Frontfigur ein Dorn im Auge, diesen Groll habe die Schall-Affäre natürlich eher bestärkt als gemindert. Diese „Schmierenkomödie“ ärgere noch viele, was womöglich einige ablehnende Plakate mehr hervorrufen wird. „Es ist schon bezeichnend, dass sich ein Verein nur mit solch einer Anlage zu helfen weiß, die ja schon ein Jahr vorher in Betrieb war “, sagte ein Vertreter einer großen BVB-Fangruppierung auf DerWesten-Anfrage.
Dieses Hoppsche Mäzenatentum sei schlimmer als der Kommerz in der Bundesliga. Dies habe auch Hopps Gesprächsbereitschaft, mit BVB-Anhängern über die Lage zu diskutieren, nur unwesentlich geändert. Dennoch hätten die mitreisenden 1100 Hoffenheimer Anhänger (200 Karten gaben sie zurück, die werden am Samstag vor der Nordtribüne an der Gäste-Tageskasse verkauft) keinerlei Racheaktionen nach den Hinspielvorfällen zu befürchten. „Da würde man ja Unschuldige bestrafen.“
Bei solch einer Zurückhaltung wäre ja fast denkbar, dass Dietmar Hopp eines Tages mit offenen Armen in Dortmund empfangen werden könnte. Danielsmeyer widerspricht: „Das werden wir nicht mehr erleben...“
00:59
Dieser Verein soll gefälligst dahin verschwinden, wo er hergekommen ist.
Und seine Hoppuzela soll er gefälligst mitnehmen....
15:42
Das RN Video von der Pressekonferenz zum TSG Spiel ist wirklich geil. Investigativer Journalismus ... ich konnte echt nicht mehr vor Lachen. Der Aussage von Klopp würden vermutlich auch die meisten Schalker zustimmen ... ;-)
15:12
Ständig wird D. Hopp diskreditiert. Der Mann hat sehr viel für seine Leidenschaft Fußball und die gesamte Region getan. Er tut wenigstens etwas Vernünftiges mit seinem Geld. Hätte er gar nicht nötig. Zigtausend Fans der TSG verehren ihn für seinen Einsatz, der übrigens weit über diese Fußballmannschaft hinaus geht.
Aber was sage ich... so sind eben Fußball-Fans, das wird nie ab gestellt werden. Hätte Hopp die besten Spieler der Bundesliga aus ihren Verträgen heraus gekauft, wäre das Geschrei genau so groß.
14:20
Zieht euch mal auf rn.de die PK von gestern rein. In der letzten Minute macht sich Klopp über derwesten lustig. Einfach genial!
das muss klopp so machen, weil der neue bvb pressechef von den rn kommt
Stimmt, nicht viel Neues. Kleiner Seitenhieb auf die Bild und der.westen.de, aber nichts Konkretes zu Spielerwechseln...
http://www.westline.de/fussball/borussia-dortmund/Video-Die-Pressekonferenz-des-BVB-zum-Hoffenheim-Spiel;art2003,825039
13:51
Laut Bild (von heute) sind ManCity, Arsenal und Sunderland an Barrios dran. Zorc hat gesagt, er würde sich nicht an Spekulationen beteiligen. Sonst hieß es aber, es lägen keine Angebote vor. Zidans Wechsel zu Mainz scheint deswegen gescheitert. Sollte Barrios für ca. 10-12 Mio wechseln könne der BvB, wie beim Wechsel von A. Frei innerhalb von 48H reagieren. Damals wurde umgehend Barrios verpfichtet.
Was denkt Ihr?
Wechselt Barrios doch noch?
Steht ein Ersatz schon im Hintergrund bereit? Wäre es ein Perspektivtransfer oder ein erfahrener Spieler? Wieviel wäre der BvB bereit zu investieren?
Oder käme ein neuer Stürmer erst im Sommer?
Nachtrag
von scaptcha
Die Gerüchteküche rund um Barrios ist bei transfermarkt.de am brodeln.
Wechselwahrscheinlichkeit (meine Einschätzung):
66%
Espanyol Barcelona wollte ihn vor 6 Tagen laut goal.com holen, vorher war es Marseille (laut fussballtransfers.com), jetzt laut Bild (t.online und ran hängen sich dran) sind 3 englische Vereine interessiert. Vielleicht macht er es so, wie Burgsmüller im letzten 11-Freunde-Interview empfohlen hat: nicht wie eine beleidigte Diva auf der Bank schmollen, sondern sich im Training anbieten und die kurzen Einsatzzeiten konsequent nutzen. Nicht auszudenken, was wir machen, wenn sich Lewa verletzen würde. Also am liebsten behalten und Zidan gehen lassen....
12:51
diesmal sind sie dran die Hoffis
mein Tipp 6 zu 1 für den BVB
Deine Tipps sind IMMER 100pro falsch!!! Konntest Du nicht ein 6:1 für Hoppeheim tippen? Dann wäre ich mir sicher, dass der BVB gewinnt...
12:05
wir haben noch kein Heimspiel gegen Hoffenheim gewonnen, es wird Zeit , aber auch schwer genug.
Der andere Blödsinn interessiert mich als BVB Fan kein bisschen, nur zum Abschluss sei gesagt, dass wir BVB fans im Austeilen bisweilen auch nicht zimperlich sind, und dann muss man auch mal einstecken können.
Die Gerüchteküche rund um Barrios ist bei transfermarkt.de am brodeln.
Wechselwahrscheinlichkeit (meine Einschätzung):
66%
11:41
Grundsätzlich sind mir Menschen erstmal sympathischer, wenn sie hier in Deutschland ihre Steuern zahlen und/oder in den Sport investieren. Anders, als z.B. ein Michael Schumacher und viele Andere, die ihre Millionen woanders parken und rein gar nichts beitragen.
Das Problem "Hopp" ist zu vielschichtig für einen kurzen Kommentar, aber es gibt mehr, als nur SAP-Millionen zu kritisieren, die er hier investiert. Bei allem Respekt kann ich aber eins nicht verstehen:
wieso hat der DFB die Gesundheits-Attacke immer noch nicht abschließend verhandelt? Wie kann es sein, dass Meinungsfreiheit (wenn auch grenzwertig, denn von den "Hur***-Gesängen distanziere ich mich 100pro) durch eine Beschallungsanlage eingeschränkt werden sollte?
Ansonsten sollte der BVB morgen die einzig richtige Antwort geben: auf dem Platz mit einem Feuerwerk an Spiel-Laune und einem Sieg gegen einen offensichtlich zur Zeit verunsicherten Gegner. Glück auf und nur der BVB!
war einer der ersten der mal eben 10 Mio. für die Tsunami Opfer in Thailand gespendet hat.
Als man ihn in einem Interview darauf angesprochen hat, hat er das bestätigt und das Gespräch in eine andere Richtung gelenkt.
Schätze, dieser Mensch macht sehr viel für die Armen dieser Welt.
Und sowas sollte man auch nicht an die große Glocke hängen.
keine Frage. Aber ich sehe schon einen kleinen Unterschied zwischen einer steuerlich absetzbaren Spende und einem Daueraufenthalt im Heimatland mit einer Versteuerung des gesamten Vermögens in der geschätzten Größenordnung von 35%....
10:03
Ich finde, die Dortmunder Fans sollten etwas mehr Gelassenheit an den Tag legen. Als Anhänger des amtierenden deutschen Meisters haben wir allen Grund, der Begegnung mit dem Club von Herrn Hopp entspannt entgegenzusehen. Im Übrigen ist mir ein erfolgreicher FC Hoffenheim lieber als eine weitere Meisterschaft des FC Bayern München. Und das Anhäufen eines Schuldenberges von mehr als 100 Mio. Euro zwecks Finanzierung des Stadionausbaus und eines überteuerten Kaders ist nicht besser als die Finanzspritze eines erfolgreichen Unternehmers in die Clubkasse. Wolfsburg und Leverkusen dürfen ja als unternehmensfinanzierte Mannschaften auch mitspielen - warum nicht ein neuer Club aus dem Süden, der gar nicht so schlechten Fussball spielt?
Danke Syndikus für Deinen Kommentar! Ich bin sicherlich nicht als Hoffenheim-Fan geboren, aber seit der Regionalliga schon Fan von der TSG Hoffenheim. Es ist langsam echt nervig ständig dumme Sprüche gegen den Verein und die Fan anhören zu müssen. Aber ich denke eine Sau muß halt immer durchs Dorf gejagt werden. In 10 Jahren - sollte Hoffe noch in der 1. Bundesliga spielen - wird das nicht mehr Hoffenheim sein, sondern vielleicht Dynamo Dresden oder RasenBallspiel Leipzig....
Man wird sich schon noch an uns gewöhnen müssen. Und unsere Fans werden noch ein paar mehr werden.
Man sollte wirklich auch anerkennen, daß der Verein Hoffenheim einen Umbruch mich jungen, unerfahrenen und wesentlich billigeren Spielern wagt, die teuren und erfahrenen verkauf und damit auch das Risiko eingeht schlechter zu spielen und am Ende in der Tabelle unten zu stehen oder gar abzusteigen.
09:56
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