BVB-Fans gedenken Nazi-Opfer Julius Hirsch

Was wir bereits wissen
Am 3. März findet am Südbahnhof in Dortmund eine Gedenkveranstaltung für Julius Hirsch statt. Hirsch war Fußballer für den Karlsruher FV und die SpVgg. Fürth. 1943 wurde er nach Auschwitz deportiert. Sein letztes Lebenszeichen kam aus Dortmund.

Dortmund.. Seit 2005 verleiht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Julius-Hirsch-Preis an Projekte, die sich für Toleranz und Menschlichkeit im Fußball einsetzen. Am 3. März jährt sich das letzte Lebenszeichen von Julius Hirsch zum 70. Mal. Hirsch wurde über Dortmund nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Seine letzte Postkarte mit dem Text „Meine Lieben. Bin gut gelandet, es geht gut. Komme nach Oberschlesien, noch in Deutschland. Herzliche Grüße und Küsse euer Juller“ war in Dortmund abgestempelt - offenbar hatte er sie aus dem Zug geworfen.

Hirsch war als Fußballer für den Karlsruher FV und die SpVgg. Fürth aktiv. Zwischen 1911 und 1913 bestritt er sieben Länderspiele für Deutschland und nahm an den Olympischen Spielen 1912 teil.

Zu Ehren Hirschs hat die BVB-Fanabteilung gemeinsam mit dem Fan-Projekt Dortmund, dem Jugendring und der Jüdischen Kultusgemeinde eine Gedenkfeier am Dortmunder Südbahnhof organisiert. Am 3. März 2013, 12 Uhr, wird auch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau sprechen. Nach dem Grußwort des OB wird Eberhard Schulz, der stellvertretende Jury-Vorsitzende des Julius-Hirsch-Preises, den Lebens- und Leidensweg des Nazi-Opfers nachzeichnen. Thilo Danielsmeier vom Fan-Projekt wird dann die Bedeutung und die Intention des Julius-Hirsch-Preises vermitteln, Vertreter der Veranstaltergemeinschaft werden die Gründe ihres Engagements darlegen. Nach dem Gedenkgebet und dem Totengebet durch die Jüdische Kultusgemeinde werden zwei Kränze zum Gedenken an Julius Hirsch an der Ehrentafel für die Deportierten niedergelegt.

Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von der DGB-Jugend, von kirchlichen Jugendvereinigungen und von der Sportjugend.