BVB-Fans boykottieren Spiel beim HSV
22.12.2011 | 17:37 Uhr 2011-12-22T17:37:00+0100
Dortmund. Zum Rückrundenauftakt spielt Borussia Dortmund am Sonntag, 22. Januar, beim Hamburger SV. Gut möglich, dass der Gästeblock bei der Partie weitestgehend verwaist bleibt, denn die Aktion „Kein Zwanni“ ruft wegen der hohen Ticketpreise zum Boykott des Spiels auf.
Hohe Ticketpreise sind das Übel, gegen das das Fan-Bündnis „Kein Zwanni“ kämpft. Zum spektakulären Auftakt der Aktion riefen die Fans in der Saison 2010/2011 zum Boykott des Derbys zwischen dem FC Schalke und Borussia Dortmund auf. Denn „Kein Zwanni“ zieht die Preisgrenze bei 20 Euro für einen Stehplatz.
Auch der Hamburger SV steht immer wieder in der Kritik. Die Hamburger teilen die Bundesliga-Partien in vier Kategorien auf, mit Zuschlägen bis zu 75 Prozent, wie es die Macher der Aktion auf ihrer Homepage schreiben. Besonders die Fans des FC Bayern München leiden unter der Preispolitik, denn nur das Spiel des Rekordmeisters fällt in die höchste – und teuerste – Kategorie A+.
Teuerste Kategorie nur bei Stehplätzen abgeschafft
Vor der laufenden Saison gab es zwischen den Organisatoren von „Kein Zwanni“, zu denen auch Vertreter des HSV Supporters Club zählen, und der Hamburger Geschäftsführung Gespräche – und offenbar ein Kommunikationsproblem. Denn die Fans waren anschließend der Ansicht, dass die Kategorie A+ gänzlich abgeschafft und die übrigen Preise nach unten korrigiert würden.
Gefehlt. Einzig im Stehplatzbereich gibt es die teuerste Preis-Kategorie nicht mehr. Für Sitzplätze gilt das nicht. „Wir haben die Absprache auf alle Plätze bezogen“, so Marc Quambusch, Sprecher von „Kein Zwanni“. Der HSV allerdings stellte klar, der Verein habe stets nur von Stehplätzen gesprochen.
Auf Anfrage von DerWesten reagierte der HSV mit einer eher dünnen Stellungnahme: „Wir hier im Verein sind uns der Situation bewusst und diskutieren sie fortlaufend. Wir haben bereits erste Schritt gemacht: Stehplätze kosten maximal 19 €, und die Kategorie A+ für Stehplätze wird es nicht mehr geben“, heißt es darin. Dadurch sei der Verein den Fans sehr entgegen gekommen. Weiteren Gesprächen werde sich der Verein nicht verschließen.
Boykott-Aufruf zum HSV-Spiel scheint zu fruchten
Um weiter gegen zu hohe Ticketpreise zu demonstrieren, rufen die Initiatoren der Aktion nun zum Boykott des Spiels von Borussia Dortmund in Hamburg auf. Offenbar mit Erfolg. „Die Nachfrage nach Karten für das Spiel ist laut BVB so gering wie noch nie“, sagt Quambusch. Die organisierten Fans des BVB stünden dem Boykott sehr positiv gegenüber. Selbst für das Freitagsspiel der Borussia in Nürnberg seien bislang mehr Tickets nachgefragt worden als für das traditionell sehr beliebte Auswärtsspiel in Hamburg.
Quambusch ist zuversichtlich, dass der Boykott funktioniert. „Wenn der Gästeblock nicht ausverkauft ist, haben wir unser Ziel erreicht“, so der BVB-Fan, der selbst in Hamburg lebt.
Am 3. Januar, 19 Uhr, findet im Dortmunder Stadion ein Informationsabend zu „Kein Zwanni“ statt. Dort wird auch ein Vertreter des Hamburger Supporters Club zu Gast sein.
13:58
echte fans zahlen auch 25 euro
10:22
Ich wünsche euch mit der Aktion weiterhin viel Erfolg! Ihr angeblich doch so verprollten Fußballfans macht der Gesellschaft vor, wie man sich gegen Preistreiberei wehrt.
00:17
So wie im TV manchmal Spielfilme von grossen Firmen gesponsert werden und fast ganz ohne Werbe-Unterbrechung gezeigt werden, könnten grosse Konzerne solche Spiele mit Top-Zuschlägen finanzieren. Also zum Beispiel Evonik jetzt in Hamburg oder ein anderer Konzern, von mir aus Mercedes oder BMW.
Werbewirksamer kommen die nie wieder ins TV und die knapp 6000 Borussen könnten für den subventionierten Stehplatz ja mal kurz ein kleines Plakat "Kein Zwanni - BMW ist dabei"...oder so ähnlich hochhalten.
Machen wir uns nichts vor, der Kommerz ist überall und Jeder nimmt, was er kriegen kann. Nennt sich wohl Kapitalismus oder "freie Marktwirtschaft"...Glück auf
ist genau richtig.
Das bedeutet, im Endeffekt entsteht der Preis durch Angebot UND NACHFRAGE.
Warum sollte also der Heimverein den Preis ändern, wenn trotz gemecker die Gästeblöcke voll sind?
Die einzige Lösung kann nur lauten: nicht hingehen.
23:29
Leute, nicht mecken, zahlen.
Die 22 Millionäre auf dem Feld müssen schließlich
ordendlich bezahlt werden.
Schlimm, wenn der Spieler wegen Unterbezahlung nicht zur Form findet.
22:25
Richtig der Boykott. Ich als Bayernfan soll jedes Spiel einen Topspielzuschlag zahlen. In Hamburg kosten die Steher 19€ bzw Sitzer 40-95€. Auch in Berlin gibt es 4 verschiedene Gegner Kategorien. Wo der Steher gg. Augsburg 10€ kostet, sollen wir 19 zahlen. Für die teuerste Karte sollen wir 86€ zahlen, Augsburgs Fans nur 40.
In Hamburg läuft übrigens der Mitglieder VVK nicht prickelnd, vor Jahren wäre der nach wenigen Tagen beendet gewesen, jetzt haben sie dort den Freien VVK vorgezogen.
Bei der Preispolitik ist auch die DFL gefordert ! Die DFL muss 2 Varianten zur Auswahl stellen. Dabei darf jeder Verein zum letzten Heimspiel einen Topspielzuschlag in höhe von 15% nehmen. Bei den beiden Eröffnungsspielen zur Hinrunde und Rückrunde darf ebenfalls ein Topspielzuschlag (15%) genommen werden.
So oder so ähnlich muss die Lösung aussehen
18:00
Absolute Frechheit von den Hamburger Verantwortlichen.
Bei so einer miesen Saisonleistung des HSV Zuschläge zu
nehmen.
Mal sehen, ob sich die Preispolitik in der 2. Liga so halten lässt.
Noch ist der HSV nicht gerettet. Nur mit Unentschieden wirds da
noch sehr eng.
Mit grün weißen Grüßen :-)
17:49
Es geht auch anders siehe Pokalspiel bei Fortuna, faire Preise keine Abzocke. Na dann hofft mal BVB Fans das Fortuna aufsteigt dann habt Ihr dieses Problem nicht. Und für die E-BAY Preise konnte Fortuna nichts. Hoffe wir sehen uns nächstes Jahr.
95OLEEEEEE
13:29
... so wie es der Rentner jeden Tag macht. Im Ernst: Gut, dass es die Aktion „Kein Zwanni“ gibt. Englische Verhältnisse bei den Ticketpreisen würden der Stimmung in den Bundesliga Stadien schaden.
wenn du kein Zwanni hast kann ich
dir ja einen Fünfer borgen armer Hund du
Ziemlich naiv oder einfach strukturiert bist du ,Hunde können doch nicht schreiben.
es gibt aber arme Hunde und nicht so arme
Hunde du bist bestimmt ein Armer Hund
13:27
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13:25
Ist schon richtig entschieden. Den Sieg des BVB kann man sich auch bei sky ansehen ;-)))))))))))