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BVB-Fangesänge ertönen Samstag im Opernhaus Dortmund

12.04.2012 | 12:00 Uhr
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Fangesänge im Opernhaus: Die ersten Proben gingen bereits über die Bühne, Samstag ist Premiere.

Dortmund.   Südtribüne trifft Opernhaus: Am Samstag, 14. April, feiert das Musikstück „Fangesänge“ Premiere in Dortmund. Ein ungewöhnliches Projekt, in dem der Dortmunder Opernchor gemeinsam mit Laien vom „Chor der Fußballfreunde“ auf der Bühne steht.

„Heja BVB“ kennt der Dortmunder Fußballfan eigentlich nur aus seinem Stadion. Bald kann er seine Anfeuerungslieder an einem ganz anderen Ort hören: im Dortmunder Opernhaus.

Am Samstag, 14. April, feiert das Musikstück „Fangesänge“ Premiere. Ein ungewöhnliches Projekt, in dem der Dortmunder Opernchor gemeinsam mit Laien vom „Chor der Fußballfreunde“ auf der Bühne steht. Insgesamt hundert Menschen singen zusammen – nicht nur „Heja BVB“, sondern auch weitere Klassiker wie „Dortmunder Jungs“ oder „You’ll never walk alone“.

"Zwischen Theater, Oper und Musical"

„Wir haben die Lieder natürlich arrangiert, um eine passende Kunstform zu finden“, erklärt Regisseur Marcelo Diaz. Schon bei der Einordnung des Stücks von Jörg Menke-Peitzmeyer hatte er Schwierigkeiten: „Es ist zwischen Theater, Oper und Musical. Wir bringen viele Ebenen zusammen, die sich in positiver Weise reiben“. Allein der Opern- und der Fußballchor seien ein positives Beispiel, „wie Öl und Wasser, die sich erstmal mischen müssen.“

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Fangesänge heißt die neue Produktion des Theaters Dortmund. In der Oper mit vielen Fans als Backgroundchor spielt der BVB und natürlich der Fan an sich eine entscheidende Rolle. Stadionatmosphäre goes Kultur.

Auf der Bühne symbolisieren die Chöre einen Ausschnitt der Stehplatztribüne. Sie feuern ihren Verein an, den BVB. Neben Fangesängen kommen aber auch Popsongs, Schlager und Knabengesang vor. „Wir wollen zeigen, was es im Stadion gibt, aber nicht nur."

Fiktives Fußballspiel bildet den Rahmen

Die Originalstimmung im Stadion könne man ohnehin nicht abbilden“, erklärt Philipp Armbruster, musikalischer Leiter der Inszenierung. Den Rahmen bildet zwar ein fiktives Fußballspiel, daneben spielen aber drei Schauspieler eine tragende Rolle.

Sie unterhalten sich über Themen, die am Rande des Fantums wichtig sind. „Da geht es um Ultras, Edelfans oder zum Beispiel die Kommerzialisierung des Sports“, sagt Autor Jörg Menke-Peitzmeyer. Seine Anregungen habe er sich aus erster Hand besorgt: „Ich bin zur Recherche exzessiv ins Stadion gegangen und habe Themen abgelauscht“, erinnert er sich.

Oper will sich öffnen

Mit der Inszenierung wollen die Organisatoren auch neue Zielgruppen erschließen. „Unser Vorhaben ist es, die Oper als Haus darzustellen, das sich allen öffnet“, sagt Dramaturg Hans-Peter Frings. „Wir wollen neue Wege beschreiten und dabei keine Gruppe ausschließen.“

Gleichzeitig soll das Thema auf die Stadt Dortmund als Spielort reagieren – „und Fußball hat hier schließlich einen zentralen Stellenwert“. Mit Musik könne Oper dem angemessen begegnen, denn auch im Stadion hätten Fangesänge als „emotionales Schmiermittel“ eine zentrale Bedeutung. „Dort zeigt Musik im besten Sinne Wirkung“, findet er.

BVB-Fangesänge in der Oper

 

Haika Hartmann

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