BVB-Fan springt vom Dach auf die Trainerbank
15.10.2009 | 16:32 Uhr 2009-10-15T16:32:00+0200Dortmund. Kommt ein Fan geflogen...So etwas hatte auch erfahrene Ordner (54) im Borussenstadion noch nicht erlebt: „Ich stand neben der Trainerbank, da fällt etwas von oben auf mich drauf. Ich bin glatt umgefallen.”
Für seinen unkonventionelle Weg, sich Zutritt zu verschaffen, landete ein 22-Jährige jetzt wegen Hausfriedensbruch auf der Anklagebank des Amtsgerichtes. Schließlich, so las Staatsanwalt Wilhelm Wentzel aus der Anklageschrift vor, lag „für diesen Bereich keine Akkredetierung vor”. Oder, wie Wentzel dem BVB-Fan klar machte: „Sie hatten da nichts zu suchen.”
Auf dem Weihnachtsmarkt "vorgeglüht"
Welcher Teufel den Schwarz-Gelben geritten hatte, am 12. Dezember 2008 in der Halbzeitpause der Begegnung BVB gegen Borussia Mönchengladbach erst auf das Plexi-Glasdach über der Trainerbank zu klettern und dann von dort herunterzuspringen - das vermochte der Anhänger auch nicht mehr zu sagen. „Ich war erst auf dem Weihnachtsmarkt, habe dann hier noch Bier getrunken. Mitgekriegt habe ich sonst nichts.”
Einen Zustand, den ein Polizist nur bestätigen konnte: „Der war voll wie eine Natter.” Dabei, so gab der Staatsanwalt zu bedenken, wurden damals „nur” 1,7 Promille festgestellt. Hier müsse man wohl die tückische Wirkung des Glühweins bedenken, warf Amtsrichter Christian Henze ein. Da bekäme man urplötzlich einen regelrechten „Flash”, fuhr er fort und schmunzelte: „Das hat mir mal ein Polizist erzählt. Aus eigener Erfahrung weiß ich das nicht.”
Ordner wurde zu Boden gerisssen
Wie dem auch sei - der zu Boden gerissene Ordner bekam damals nicht nur einen Riesenschrecken, er verlor auch seine Brille: „Hat mit Borussia aber ersetzt.” Die Entschuldigung des Angeklagten nahm er an. „Ist ok”. 150 Euro Geldstrafe kostete dem Borussen-Anhänger die denkwürdige Aktion. Die schlimmste Strafe hat ihm der Verein selbst aufgebrummt: Ein Jahr und sechs Monate lang Stadionverbot, und das bundesweit.
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