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BVB-Chor singt sich in die Charts

05.01.2010 | 16:19 Uhr
BVB-Chor singt sich in die Charts

Dortmund. Was haben Sarah Connor, Mando Diao, Luxuslärm oder Jan Delay gemeinsam? Sie alle liegen hinter dem BVB. Zumindest eine Woche lang darf sich der BVB-Jahrhundertchor freuen, mit seinem Song "Schon seit 100 Jahren" Platz 80 in den deutschen Top 100 zu belegen.

Die neue BVB-Hymne zum 100-jährigen bestehen des Klubs hat bei den Fans offenbar voll eingeschlagen. In der Woche vor Weihnachten verkaufte sich der von Hit-Produzent Dieter Falk komponierte Song so oft, dass er in die deutschen Charts stieß. Rang 80 belegt die Single "Schon seit 100 Jahren" dort und verweist Künstler wie Sarah Connor, Mando Diao oder Luxuslärm auf die Plätze. Ganz so lange, wie es der Titel anmuten lässt, wird der Song allerdings nicht platziert sein - eher nur eine Woche. Maik Hausmann, Sprecher des Marktforschers Media Control muss die BVB-Fans enttäuschen: "Der Erfolg hängt unmittelbar mit dem Jubiläum zusammen. In der Folgewoche konnte sich der Song nicht mehr platzieren."

Jubel bei Chor-Mitgliedern

Der BVB-Jahrhundertchor bei seinem Auftritt im Stadion. Foto: Linz

Das Online-Portal Musikmarkt notierte den Song am Jahresende sogar auf Rang 77. Die Mitglieder des Jahrhundertchores sind begeistert. "Ich habe es doch schon bei den Proben gesagt!", sieht sich etwa Jan Bremer bestätigt, während Michael Badura jubelnd fragt: "Wie geil ist das denn?"

Kein Wunder. Denn allzu oft kommt es nicht vor, dass sich vereinsbezogene Lieder in den Charts platzieren. Die Bayern-Hymne "Stern des Südens" belegte 1989 neun Wochen lang einen Platz in den Top 100 und erreichte Platz 67. 2004 erreichte der Werder-Song "Lebenslang grün-weiß" Platz 44 und hielt sich acht Wochen lang in den Charts.

Eigens für die Hymne gecastet

Um der BVB-Hymne, für die eigens ein Chor und ein Leadsänger gecastet worden waren, den Wiedereinstieg in die Charts zu ermöglichen, müssten die BVB-Fans allerdins scharenweise in die Plattenläden stürmen oder in Massen bei den einschlägigen Download-Anbietern zuschlagen. Denn allein der Verkauf über Fan-Shops, erklärt Hausmann, reiche nicht, um sie Hitparade zu stürmen. Dabei zählt der Kauf einer CD mehr als ein Download, denn maßgeblich für die Charts von Media Control ist der Umsatz, den ein Song erzeugt.

Stefan Reinke

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