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BVB-Boss Watzke will Stadion-Schaden von Dresdner Ultras ersetzt haben

26.10.2011 | 13:25 Uhr
BVB-Boss Watzke will Stadion-Schaden von Dresdner Ultras ersetzt haben
Ramponierte Nordtribüne: Das Dortmunder Stadion am Tag nach den Krawallen von Dresdner Fan-Gruppen. Foto: Stefan Reinke/DerWesten

Dortmund.Am Tag nach den Fan-Krawallen durch Dresdner Fan-Gruppen am und im BVB-Stadion zog Dortmunds Polizei Bilanz. Einsatzleiter Andres sprach geschockt von gewaltbereiten Straftätern. 17 Leichtverletzte, darunter zwei Polizeibeamte, seien zuviel für ein Fußballspiel.

Auch Dortmunds Polizei zeigte sich von den massiven Angriffen auf die Einsatzkräfte am Dienstagabend durch gewaltbereite Anhänger von Dynamo Dresden geschockt. Nach bisherigem Stand mussten gegen 15 Dresdner freiheitsentziehende Maßnahmen getroffen werden. Mehrere Personen, davon zwei Polizeibeamte, wurden nach jetzigem Stand verletzt.

„Ich bin einerseits froh, aber auch entsetzt. Zuerst mal bin ich sehr froh, dass durch diese gewaltbereiten Straftäter niemand schwer verletzt wurde. Aber auch 17 Leichtverletzte, darunter zwei Polizeibeamte, sind zuviel für ein Fußballspiel. So massive Angriffe gegen die Polizei habe ich in meiner Laufbahn als Polizeiführer von Fußballeinsätzen noch nicht erlebt“, sagte Polizeidirektor Peter Andres als Einsatzleiter. „Diese angeblichen Fußballfans sind in meinen Augen Straftäter, die es nur auf gewalttätige Auseinandersetzungen abgesehen haben. Sie nutzen den Schutz der friedlichen Fans, um aus der Masse heraus ihre Gewalttaten zu begehen.“

Video
Am Rande des Spiels zwischen dem BVB und Dynamo Dresden randalierten Dresdner Fans und setzten Pyrotechnik ein. Die Dortmunder Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort.

Während des Spiels wurde nach Polizei-Darstellung im Fanblock von Dynamo Dresden eine Vielzahl von Pyrotechnik gezündet. Auf Grund von Übergriffen durch Gewalttäter musste das Spiel zweimal durch den Schiedsrichter unterbrochen werden. Polizeibeamte und Ordner wurden auch im Stadion erneut durch „Straftäter" aus den Blöcken der Dresdner Fans angegriffen.

Etwa 150.000 Schaden nach Stadion-Randale

Nach dem regulären Spielende randalierten mehrere Gewalttäter im Stadioninneren und beschädigten dort Verkaufsstände und Stadioneinrichtungen. Der Schaden im Stadion, so der BVB-Organisationschef Dr. Christian Hockenjos, dürfte sich auf eine knapp sechsstellige Summe belaufen. Laut BVB-Boss Hans-Joachim „Aki" Watzke handelt es sich dabei um rund 150.000 Euro. Demnach wurden Verkaufsstände und 200 Sitze zerstört oder beschädigt, zudem Toilettenanlagen in Brand gesetzt.

„Für uns gilt Null Toleranz, was solche Dinge angeht. Das ist nicht tolerabel. Wir stehen in Kontakt mit Dynamo, wir können den Verantwortlichen keinen Vorwurf machen. Wir wollen die Schäden aber ersetzt haben und lassen das juristisch prüfen", so Watzke.

17 Strafanzeigen

Nun fange für die Polizei die Ermittlungsarbeit an. Die Aufnahme von Zeugenaussagen und die Auswertung von Videoaufnahmen zur Verfolgung von Straftaten werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Bisher liegen der Polizei nach eigenen Angaben 17 Strafanzeigen vor.

Schon vor Spielbeginn hatten sich nach Behörden-Darstellung ca. 4500 Anhänger von Dynamo Dresden auf dem von der Polizei im Vorfeld angebotenen Parkplatz E3 in der Nähe des Signal Iduna Parks eingefunden, um anschließend ihren Weg zum Stadion anzutreten. Zunächst verhielten sich die emotional angespannten Teilnehmer noch friedlich. Schon hier wurde aber vereinzelt Pyrotechnik gezündet.

Im weiteren Verlauf begannen einzelne Dresdner Gewalttäter, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und bewarfen Polizeibeamte mit Flaschen und Pyrotechnik. Kurz vor Erreichen des Stadions liefen mehrere hundert Personen auf den Eingangsbereich zu und versuchten, die Einlasskontrollen zu überrennen. Die Beamten mussten daraufhin Pfefferspray einsetzen.

Glasflaschen und Pyrotechnik flogen auf Polizisten

Die Polizei musste während der Einlassphase die Fangruppierungen durch den Einsatz starker Polizeikräfte voneinander trennen. Auch hier kam es zu dem Bewurf von Polizeikräften mit Glasflaschen und Pyrotechnik. Der Zutritt zum Stadion wurde hierdurch erheblich verzögert, so dass auch die Mannschaftsbusse aus Sicherheitsgründen nicht anfahren konnten. Nachdem sich diese Situation geklärt hatte, wurde das Pokalspiel mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen.

Nach Spielschluss wurden sogenannte gewaltbereite Problemfans durch Einsatzkräfte zu ihren Bussen begleitet. Hierbei suchten die Straftäter immer wieder gezielt die Konfrontation mit der Polizei. Vereinzelt hielten sich Kleingruppen von Dresdner Anhängern auch in der Innenstadt auf, die offensichtlich die Konfrontation mit BVB-Fans gesucht hätten. Durch den Einsatz starker Polizeikräfte konnten gewalttätige Auseinandersetzungen verhindert werden, heißt es in dem Behörden-Bericht.

Polizei-Gewerkschaft fordert Maßnahmen

Randale im BVB-Stadion

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft nach Ausschreitungen beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden zum Kampf gegen die Gewalt in Stadien auf. "Verbände und Fußballfans dürfen in ihren Bemühungen nicht nachlassen, die Gewalt im Fußballgeschehen zu stoppen. Aus den Vereinen und Stadien muss das unmissverständliche Signal ertönen: Wir wollen euch hier nicht haben", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut am Mittwoch in Berlin.

Stadionverbote müssten konsequent ausgesprochen und die Sportsgerichtsbarkeit müsse auf die An- und Abreisewege der Zuschauer erweitert werden, erklärte Witthaut. (mit dapd)

Schäden am Gästeblock

 

DerWesten

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Kommentare
26.10.2011
18:58
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von EinmalS04immerS04 | #55

Es sind doch meistens immer die gleichen Clubs die diese Randale veranstallten.Ich finde bei SOLCHEN Clubs,wo es häufiger vorkommt,da sollte RADIKAL durchgegriffen werden.Die Vereine wo dies der Fall ist sind ja bekannt....

Alle Vereine sofort auszuschließen halte ich für falsch,da die nix dafür können.Wie gesagt,wenns häufiger auftritt,dann Radikal!
Es wird ja wohl möflich sein diese Leute aufzugreifen und rauszufiltern,bei der Technik heute.
Natürlich währe es ein längerer Prozeß diese Leute ALLE Rauszusortieren,aber es währe auf dauer gesehn die günstigere und vernünftigere lösung.

26.10.2011
18:58
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von haschibasul | #54

@ 44 jetzt verbreitet 99 hier auch schon sein blau weißen schwachsinn

26.10.2011
18:32
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von BenDoNord | #53

Vielleicht sollte einfach das Regelwerk durch den DFB(und damit für sämtliche Ligen) verändert werden. Wenn sich die Fanblocks schon als 12. Mann bezeichnen, dann sollen sie auch so behandelt werden. Rote Karten gibts schon in Form von Stadionverboten(teilweise wird sogar in leeren Stadien gespielt).

So richtig interessant wirds erst, wenn auf jede(!) durch derartiges Fanverhalten verursachten Spielunterbrechung ein Foulelfmeter auf dem Fuße folgt. Dann werden sich die wirklichen Fans nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zweimal überlegen, ob sie die Spielregeln brechen und sie werden aufhören, sich mit den Krawallos zu solidarisieren bzw. Krawalle kleinzureden.

26.10.2011
18:32
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von BenDoNord | #52

Vielleicht sollte einfach das Regelwerk durch den DFB(und damit für sämtliche Ligen) verändert werden. Wenn sich die Fanblocks schon als 12. Mann bezeichnen, dann sollen sie auch so behandelt werden. Rote Karten gibts schon in Form von Stadionverboten(teilweise wird sogar in leeren Stadien gespielt).

So richtig interessant wirds erst, wenn auf jede(!) durch derartiges Fanverhalten verursachten Spielunterbrechung ein Foulelfmeter auf dem Fuße folgt. Dann werden sich die wirklichen Fans nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zweimal überlegen, ob sie die Spielregeln brechen und sie werden aufhören, sich mit den Krawallos zu solidarisieren bzw. Krawalle kleinzureden.

26.10.2011
18:31
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von OstwestfalenBVB | #51

Wenn nichts mehr hilft, einfach an die Kasse gehen:

1. angeblich soll Dresden 400.000 euro aus TV- Geldern erhalten... Das Geld auf ein Konto eingefrieren und davon gehen erstmal die Kosten für die Polizei, Beschädigungen, gesundheitliche Schäden (warum soll die Solidargemeinschaft Krankenkasse dafür aufkommen) und alle anderen Kosten runter....

2. Jeden einzelnen von den Gewalttätern prozentual an den Kosten beteiligen. Wenn nichts zu holen ist, ab arbeiten lassen in Sozialstationen, etc. bis hin zum Tütenkleben, egal was.

3. Personalausweispflicht besteht ja schon. Scanner-Einsatz vor den Spielen und Eintrittsverbot für registrierte Gewalt-Täter.

26.10.2011
17:50
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von mondmonty | #50

Egal ob Bochum,Schalke oder Dortmund die gibt es leider überall.Und Fans sind das bestimmt nicht die das Image ihres Vereins schaden.Nur bei uns in Bochum fallen die mehr auf als bei 80.000 oder 60.000. Das ist auch ein Grund warum ich nicht zu Auswärtspielen vom Vfl fahre.Unsere waren ja gestern in Unterhaching auch am zündeln diese ganzen Affen da wird der Vfl wieder 6.000 Euro zahlen dürfen.Die müssen mal richtig einen mit dem Gummiknüppel kriegen.Das sind ja meistens auch noch solche die keine richtige Erziehung genossen haben.So Halbstarke 16 -18 Jährige!

26.10.2011
17:21
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von hoert_hoert | #49

@44
Ja genau, vor allem die Fraktion Ü50. Das sind die schlimmsten, die kann man ja mal einfach so über N8 in Gewahrsam nehme. Wenn man keine Ahnung hat...

26.10.2011
17:15
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von olibugs | #48

13von HDKU

und genau das scheint politisch nicht gewollt zu sein. Was nämlich immer untergeht ist, dass es sich bei dem Großteil der Feiglinge eben nicht um sozial schwache handelt. Eine sofort im Anschluß an die Straftat verbüßte Freiheitsstrafe wäre daher abschreckend weil diese den sozialen Abstieg nach sich ziehen würde. Leider interessiert sich im Bundestag niemand dafür.

26.10.2011
17:09
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von reisejuergen1 | #47

22 jahre nach der von vielen nicht gewollten wiedervereinigung und der einführung der aufrechten gangart belibt festzustellen:

es wäre besser so geblieben wie es war. wenn man beruflich viel in den neuen ländern zu tun hat wird man sehr schnell feststellen, daß die alle schon sowas von satt sind, das sie schon wieder frech werden und dir bildlich gesprochen vor die füße spucken.

und was den fußball angeht: keine ostfans zu keinem auswärtsspiel mehr zulassen. sollen ihren sch.. in ossiland veranstalten. da treffen sie wenigstens auf ihre gesinnungsgenossen und kameraden aus den alten seilschaften.

26.10.2011
16:54
Polizei Dortmund entsetzt nach Fan-Krawallen von Dresdener Ultras am und im BVB-Stadion
von FB-1848 | #46

#44
Ihr seid auch damals in Trabzon nicht unangenehm aufgefallen.
Ich war mit dem VfL ein Jahr später in der Türkei, und ich habe nur gutes über die Schalker gehört.

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