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BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale

21.12.2012 | 14:23 Uhr
Auch viele BVB-Fans beziehen klar Position gegen Rechtsradikalismus.Foto: imago

Dortmund.  Borussia Dortmund hat in einer Stellungnahme Position gegen Rechtsradikalismus bezogen. Der BVB beschreibt seine bisherigen Maßnahmen gegen Nazis im Stadion - unter anderem wurden Stadionverbote ausgesprochen. Außerdem widerspricht der Verein der These, der Ordnungsdienst sei von Nazis unterwandert.

Borussia Dortmund bezieht in einer fünfseitigen Stellungnahme Position gegen rechtsradikale Umtriebe im Stadion. "Borussia Dortmund ist strikt gegen jegliche Form von Diskriminierung, Gewalt und Rechtsradikalismus! Dieses Bekenntnis haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach betont und Worten Taten folgen lassen", heißt es in der Erklärung.

Unter anderem habe der Double-Gewinner acht Stadionverbote gegen Fans ausgesprochen , die während eines Auswärtsspiels der Drittliga-Mannschaft in Erfurt mit schwarz-weiß-roten Fahnen aufgefallen waren. Außerdem sei der 27-jährige Neonazi, der beim Heimspiel gegen Werder Bremen ein Solidaritätsbanner für den kurz zuvor verbotenen Nationalen Widerstand Dortmund präsentiert hatte , mit einem bundesweiten Stadionverbot belegt worden.

Ordnungsdienst wegen rechter Umtriebe in der Kritik

Darüber hinaus habe der BVB seinen Ordnungsdienst unter anderem durch externe Kräfte auf fast 800 Ordner aufgestockt. Gerade der Ordnungsdienst war jedoch vor kurzem in die Kritik geraten, da er von rechtsradikalen Ordern unterwandert sein soll . Der BVB widerspricht dieser Darstellung. Ein Ordner, dem Straftaten vorgeworfen werden, sei in beiderseitigem Einvernehmen suspendiert worden. Der BVB bestehe aber auch in diesem Fall auf der Unschuldsvermutung.

Video
Dortmund, 17.12.12: Der BVB Geschäftsführer Hans Joachim Watzke, äußert sich im Interview mit "BVB Total" zu dem vermeintlich rechtsextremen Ordner im Sicherheitsdienst.

Weitere Maßnahmen gegen Rechtsradikalismus seien etwa die neue Stiftung "leuchte auf" sowie Änderungen der Stadionordnung, wonach es verboten sei "Gegenstände mit rechtsradikalen, gewaltverherrlichenden und rassistischen Schriftzügen oder Emblemen zu tragen bzw. zu zeigen". Jeder Besucher gebe nun mit dem Kauf einer Eintrittskarte "ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ab", heißt es. Fehlverhalten werde sofort und konsequent mit Stadionverbot geahndet.

Auch die Einstellung von zwei neuen Fanbeauftragten sei als Zeichen im Kampf gegen Rechts zu sehen. Mit fünf hauptamtlichen Fanbeauftragten habe Borussia Dortmund die größte Fanbetreuung in Deutschland. Die vom BVB mitfinanzierten Fan-Fahrten nach Auschwitz führt der Verein in der Stellungnahme eben so an sowie der "Arbeitskreis gegen Rechts", den der BVB im September gegründet hatte. Dort arbeitet die Borussia mit Opfervebänden und dem Staatsschutz der Polizei zusammen. (str)


Kommentare
22.12.2012
23:23
BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von boehmann | #11

Braune Farbe drüberkippen und zum knüppeln freigeben , bis die weisse Fahren weht. Nur das zwingt den kloakenbraunen hirnlosen Mob aufs Zahnfleisch.

22.12.2012
14:35
BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von runningvalentino | #10

Hm,
ziemlich niveaubefreite Diskussion bislang :-(
Natürlich haben imho Nazis im Stadion nichts verloren.
So weit so gut. Wenn es aber lediglich eine Straftat/Körperverletzung bislang gegeben haben SOLLTE , dann verstehe ich diesen ganzen Hype nicht.

Ich mache btw keinen großen Unterschied , von wem ich ggf. verprügelt werde; da sind mir Rechtsextreme, Linksradikale und Salafisten gleichermaßen unangenehm.
Soll heißen: Mir sind alle gewaltbereiten, extremen Gruppierungen suspekt, wenn sie eine Bedrohung darstellen.

22.12.2012
02:10
@ModemHamster | #8
von vaikl2 | #9

Bis aufs blödsinnige "Verbrennen" haben Sie schon gute Lösungsansätze genannt. Ich sehe hier aber nicht, dass der BvB mit einer Suspendierung "im gegenseitigen Einvernehmen" auch nur eine Ihrer möglichen Alternativen umgesetzt hatte.

21.12.2012
23:29
@vaikl2 | #6-1
von ModemHamster | #8

Und nun? Ja, jeder Nazi ist einer zuviel. Aber was machen wir mit denen? Verachten, Vertreiben, Verbrennen, Verbieten? Erscheint mir nicht wirklich zielführend. Und wenn einer von denen im Ordnungsdienst arbeitet, habe ich auch zwei Möglichkeiten, das zu lösen: Entweder rausschmeissen, oder dafür sorgen, dass diese Person irgendwann kein Nazi mehr ist. Der zweite Weg ist vielleicht mühseliger, aber wirksamer.

21.12.2012
18:15
BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von Mell234 | #7

Das Problem sind nicht, dass es Radikale im Stadion gibt - das ist überall der Fall. Egal ob rechts- links- oder sonstwas. Das Problem ist, dass in Dortmund so etwas offen ausgelebt wird, seid vielen vielen Jahren. Und wer das offen anspricht, der wird von den sogenannten Fans direkt angegriffen, man seie ja nur neidisch auf die Erfolge des Vereins, woanders wäre es viel schlimmer etc. pp. Die wollen da auch Fakten wie die Auftritte mit Shirts, bei denen der Buchstabe "S" in "schönster" Runenschrift prangt, nicht hören. Ist halt leider in Dortmund so. Gelabert wird dort seit vielen Jahren, "JETZT!" aber mal Flagge und klare Kante zu zeigen.

Ergebnis seid Jahren? Die Nazis geben den Ton an. Passt den Nazis das T-Shirt des Vorsängers der Ultras nicht (Der alte Vorsänger positionierte sich gegen Fremdenhass) - wird er unter Androhung von Gewalt vertrieben. So geschehen vor knapp 2 Jahren. In Dortmund. Aber für die *********** sind ja die Ultras die Bösen und nicht die Nazis.

21.12.2012
17:57
Probleme mit Radikalen - egal welcher Coleur....
von westfaIenborusse | #6

Wie wohl Jeder habe ich Probleme mit Rechtsradikalismus. Nein, mit jeder Form von Radikalismus - egal ob rechts, links oder radikale Islamisten. Um nur mal 3 Beispiele zu nennen. Das Perverse ist ja, dass diese Braunen auch noch erlaubt sind, frei wählbar und oben drauf auch noch Steuergelder für jede Stimme kassieren... Ansonsten schliesse ich mich "Kronenschmeckt" an und würde mir spasshalber mal eine (anonyme) Befragung vor allen Stadien in Deutschland wünschen, wieviele "Radikale" ein Spiel besuchen. Und dann das Gleiche vor einem Theater oder einer Tennisveranstaltung. Mein Tipp? Dort gibt es (leider) überall "schwarze Schafe". Damit will ich überhaupt nichts schön reden, ganz im Gegenteil. Die Politik hat in vielen Bereichen versagt und solange die Rechtsextremen eine unzufriedene Basis ansprechen können, wird sich da auch nicht viel ändern. Eines der reichsten Länder der Welt "leistet" sich z.B. ein Armutsproblem, dass m.E. auch dazu beiträgt, dass die Braunen gewählt werden...

7 Antworten
BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von vaikl2 | #6-1

Wenn Sie nichts schönreden wollten, warum dann dieser unsinnige Vergleich? *Jeder* Nazi, der mit Gewalt und Drohungen Veranstaltungen unsicher macht, ist einer zuviel, egal wo.

Die immer wieder gern in den letzten Jahrzehnten aufgeführte "Dat bissken Nazis"-Verniedlichung führt zu nichts Gutem, wie wir aus den NSU-Skandalen gelernt haben sollten.

?
von westfaIenborusse | #6-2

Welcher, Ihrer Meinung nach, "unsinnige Vergleich"? Dass die Nazi-Brut vom Polizisten bis hin zu Richtern ihre Wählerschaft hat? Egal, ob als Theaterbesucher, Tennis-Liebhaber oder Fußball-Fan?

westfaIenborusse | #6-2
von vaikl2 | #6-3

*Wenn* Sie schon vergleichen, dann im Falle des Ordnungsdienstes bitte mit Theaterpersonal, welches im Theater Besucher verprügelt und bedroht, ohne dass dies der Theaterleitung rechtzeitig bekannt würde.

Hört sich dann aber sehr hanebüchen an. Nur im Stadion scheint sowas durchzugehen...

#6-3
von Kronenschmeckt | #6-4

Man man, hör auf Dir alles so zu legen, wie Du es brauchst.
Klar sind Nazis Scheisse, aber es gab und gibt immer extreme Gruppierungen, die außerhalb der Gesellschaft stehen.
Es gab Rockkonzerte in den USA wo Besucher vom Ordnungsdienst ( Hells Angels ) abgestochen wurden.
Ich finde im Gegensatz zu den USA oder Osteuropa, ist Deutschland auf einem sehr guten Weg dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Guten Weg?
von Stefan2 | #6-5

Wenn Sie glauben, dass die BRD auf einem guten Weg ist, das Problem in den Griff zu bekommen, kennen Sie offenbar nicht die Statistik über die Entwicklung von neofaschistischer Gewaltkriminalität.

Statistik
von Stefan2 | #6-6

Angaben zur Entwicklung "rechter" Gewalt finden Sie unter anderem hier:
http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article108631864/Dortmund-ist-Hochburg-rechter-Gewalt.html

@Kronenschmeckt | #6-4
von vaikl2 | #6-7

*Ich* habe nicht über viele Jahre geleugnet, dass es Neonazis trotz der ganzen Laberei seitens des Vereins und der Fanprojekte auch weiterhin gelungen ist, sich ohne Aufsehens (und das meine ich wörtlich) im Stadion breit zu machen. Was auch der Mehrheit der Stammbesucher klar war, soll ich mir also "zurechtlegen"? In welchem Zeitalter sind Sie denn stehengeblieben?

21.12.2012
17:13
BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von Kronenschmeckt | #5

Ich glaube nicht, dass es im größten deutschen Stadion prozentual mehr Nazis gibt, als in anderen deutschen Arenen.
80.000 Leute, soviel wie Castrop-Rauxel Einwohner hat, dass es da auch schwarze (braune) Schafe gibt, dürfte klar sein.

21.12.2012
17:10
Super Kommentare #1-#3
von TomBVBorussia | #4

Ihr seid ja echte Schlaumeier......Ich denke ihr sollte beide den Hund ausführen...

2 Antworten
BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von vaikl2 | #4-1

Für ein bisschen Inhalt hat es dann nicht mehr gelangt, oder?

BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von runningvalentino | #4-2

Onkel vaikl2 hat(te) keinen Hund; bliebe nur der Spaziergang zum "Chillen" im Revierpark Wischlingen :-)

Aber schön lange sollte er schon sein... der Spaziergang!

21.12.2012
15:59
"sei in beiderseitigem Einvernehmen suspendiert worden"
von vaikl2 | #3

Hört sich so an, als hätte der BvB diesen einschlägig vorbestraften Nazi vor "Schlimmerem" schützen wollen. Arbeitsrechtlich ist diese Formulierung allerdings Unfug.

Wann werden denn diejenigen "Fanbetreuer" suspendiert, die über viele Jahre dem Verein und der Öffentlichkeit vorgelogen haben, dass es so etwas wie Nazis im Stadion nicht mehr gäbe??

21.12.2012
15:53
@Schlaubaer | #1
von vaikl2 | #2

Für Laberköppe wie Sie sind die Maßnahmen noch nicht weitreichend genug, da kommt noch was.

2 Antworten
@ vaikl
von Schlaubaer | #2-1

Ja,ja,ja - laber. laber. laber .... führen Sie lieber den Hund aus!

BVB bezieht Stellung gegen Rechtsradikale
von mellow | #2-2

Hurra, Brandmeister Stronzo erfreut wieder mit seinem Gedankenbrei. Ein echter Schlaubär eben.

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