Bus-Infosystem verzögert sich erneut
18.03.2008 | 21:31 Uhr 2008-03-18T21:31:26+0100Es wird zur unendlichen Geschichte bei den Stadtwerken. Was ursprünglich zur Fußball-Weltmeisterschaft fertig werden sollte, lässt weiterhin auf sich warten: das satellitengestützte Informationssystem für die Linienbusse.
Die Info-Säulen stehen bereits seit einem Jahr an den 35 ausgewählten Bushaltestellen - und zeigen nicht mehr an als die Uhrzeit und die Buslinie. 18 Millionen Euro kostet das Projekt mit dem sperrigen Namen "rechnergestütztes Betriebsleitsystem".
"Wie, mehr können die Dinger nicht?" müssen sich die Mitarbeiter der Stadtwerke fragen lassen. Doch - im Prinzip schon. Wenn nur endlich T-Systems die Technik in den Griff bekommen würde. Noch nicht mal in Betrieb, sind die ersten Infosäulen durch Vandalen schon beschädigt worden.
T-Systems als Generalunternehmer teilte jetzt mit, dass die einzelnen Komponenten zwar funktionierten, "aber das Zusammenspiel hat noch nicht alle Tests bestanden". Damit werde der Testlauf auf den Linien 440/470 und 448 erst in voraussichtlich drei Monaten beginnen.
"Weder DSW noch die weiteren Unternehmen der Verkehrsbetriebe im östlichen Ruhrgebiet sind erfreut, dass sich der ursprünglich für Anfang 2008 geplante Start, um weitere Monate verschiebt", teilen die Stadtwerke mit.
Verkehrsvorstand Hubert Jung: "Wir haben viel Verständnis dafür, dass es bei einem solch maßgeschneiderten und ambitionierten Projekt Verzögerungen geben kann. Die erneute Verzögerung bedauern wir gerade im Interesse unserer Kunden außerordentlich."
Das RBL ist ein System, das in dieser Dimension erstmals in Deutschland installiert werde. Es werde die Information, die Pünktlichkeit und die Anschlusssicherheit erheblich verbessern. Via Satellit und Bordrechner in den Fahrzeugen wird der Standort eines Busses erfasst. Die Daten werden an die Betriebsleitzentrale, die Bordrechner und an die bereits installierten Informationsanzeiger an den Haltestellen übermittelt.
Mit Inbetriebnahme wird den Fahrgästen an den 35 Haltestellen die tatsächliche Abfahrtszeit ihres Busses angezeigt, in der Leitzentrale laufen alle wesentlichen Informationen zusammen. Mit Hilfe des digitalen Bündelfunks, einer weiteren Komponente des RBL, können Fahrer verschiedener Buslinien dann auch direkt miteinander abstimmen, ob eine Anschlusskoordinierung erforderlich und möglich ist.
Das RBL ist ein Gemeinschaftsprojekt der Verkehrsunternehmen in Dortmund, Bochum und Herne. Im Dezember 2005 hatte T-Systems den endgültigen Zuschlag als Generalunternehmer für den Aufbau des Systems erhalten und ab Januar 2006 mit den Arbeiten begonnen. Die neuerliche Verzögerung begründet das Unternehmen mit den noch nicht abgeschlossenen Tests des Gesamtsystems.
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immer diese scheiß technik