Das aktuelle Wetter Dortmund 20°C
Blockade

Bunter Protest gegen Nazi-Kundgebung in Dortmund

22.08.2014 | 14:33 Uhr
Bunter Protest gegen Nazi-Kundgebung in Dortmund
Auch beim Christopher Street Say gilt: lieber bunt statt braun.Foto: Nils Foltynowicz/ Archiv

Dortmund.  Die laut Polizei Dortmund 50 bis 100 Rechtsextremisten, die am Samstag (23. August) an einer Standkundgebung der Nazi-Partei "Die Rechte" teilnehmen wollen, müssen sich auf breiten Protest einstellen. Das Blockado-Bündnis will die Nazi-Kundgebung verhindern. Auch die Veranstalter des CSD rufen zum Protest auf.

Das "Blockado"-Bündnis will eine Nazi-Kundgebung in Dortmund, die am Samstag um 15 Uhr beginnen soll, bereits ab 13 Uhr mit einer Blockade einen Strich durch die Rechnung machen. Treffpunkt ist an der Katharinenstraße.

Zusätzlich rufen die Veranstalter des Christopher Streets Days (CSD) an der Reinoldikirche zu einer Protestaktion gegen die Neonazis auf. Die Jungsozialisten in der SPD und das "Bündnis Dortmund nazifrei" nehmen ebenfalls an Anti-Nazi-Aktionen teil und bitten die Dortmunder um Solidarität.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Kundgebung vor der Reinoldi-Kirche, wo auch das schwul-lesbische Straßenfest zum Christopher-Street-Day stattfindet.

In einer Demo geht es dann zur Katharinentreppe gegenüber dem Hauptbahnhof, wo ab 15 Uhr die Abschlusskundgebung folgt. Sie wird von Jutta Reiter moderiert. Als Redner sind Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Superintendent Ulf Schlüter vom Kirchenkreis, Slado-Sprecher Frank Siekmann und ein Vertreter des Bündnisses „Dortmund Nazifrei“ vorgesehen.

Übersichtskarte (Der Ort der Nazi-Kundgebung ist rot, der CSD-Veranstaltungsort blau markiert):


Entfernung der Nazi-Kundgebung zum CSD auf einer größeren Karte anzeigen


Der CSD ist ein Treff von Schwulen, Lesben und Transidenten, die an der Reinoldikirche eine bunte Kulturparty unter freiem Himmel feiern. Homosexuelle zählen zu den Feindbildern von Nazis.

Persönliches Gespräch

Für die Nazis könnte es am Samstag auf der Katharinenstraße eng werden. Denn die CSD-Teilnehmer von der Reinoldikirche - bis zu 10.000 werden erwartet - wollen nach einer Auftaktkundgebung um 14 Uhr an der Reinoldikirche ab 14.30 Uhr den Standort wechseln und ebenfalls zur Katharinenstraße ziehen, um gegen die Nazis auf die Straße zu gehen.

Polizeipräsident Gregor Lange sagte CSD-Veranstalter Frank Siekmann in einem persönlichen Gespräch zu, dass die Polizei den Christopher Street Day sichern werde.

Peter Bandermann

Kommentare
22.08.2014
15:11
Wieso machen die immer eine Gegendemo
von meigustu | #2

In den Kostümen können sie doch auch bei den Braunen mitlaufen. Wird dann etwas farbenfroher und die Botschaft ist jedem klar.

Und fürchten müssen...
Weiterlesen

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-1

Dieser Kommentar entsprach nicht unseren Nutzungsbedingungen und wurde daher entfernt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.derwesten.de/netiquette

Funktionen
Fotos und Videos
article
9730726
Bunter Protest gegen Nazi-Kundgebung in Dortmund
Bunter Protest gegen Nazi-Kundgebung in Dortmund
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/bunter-protest-gegen-nazi-kundgebung-in-dortmund-id9730726.html
2014-08-22 14:33
Nazi,Demo,Dortmund,CSD,Blockado,Die Rechte
Dortmund