Bundespolitiker verneigen sich vor Lebensleistung von Alt-OB Samtlebe in Dortmund
07.07.2011 | 17:19 Uhr 2011-07-07T17:19:00+0200
Dortmund.Nicht nur in Dortmund ist die Trauer über den verstorbenen Alt-OB Günter Samtlebe groß. Auch Bundespolitiker wie Altkanzler Gerhard Schröder, SPD-Chef Sigmar Gabriel und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft würdigten dessen Lebensleistung.
Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel sagte, er sei traurig angesichts des Todes von Günter Samtlebe. Dieser sei ein „echter Kümmerer gewesen, der ansprechbar war für die Sorgen und Nöte der Menschen in Dortmund“. Und: „In seinen 26 Jahren als Oberbürgermeister hat er dafür gekämpft, dass Dortmund den Strukturwandel ohne soziale Brüche schafft. Dass Dortmund heute ein guter Ort zum Leben und Arbeiten für alle Menschen ist, hat viel mit Günter Samtlebes unermüdlicher Arbeit zu tun“, meinte der SPD-Chef. „Zuletzt im Landtagswahlkampf in Dortmund im vergangenen Jahr habe ich erlebt, wie sehr die Dortmunder ihren Alt-Oberbürgermeister nicht nur schätzten, sondern verehrten. Günter Samtlebe war eine sozialdemokratische Ruhrgebietslegende. Er wird uns fehlen“, sagte Gabriel der Westfälischen Rundschau.
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) erklärte, Günter Samtlebe habe das Gesicht der Stadt über „eine lange Wegstrecke hinweg“ geprägt. „Seine Zugewandtheit zu den Menschen und seine Liebe zu seiner Stadt und zum Ruhrgebiet bleiben unvergessen“, fügte sie hinzu. Samtlebe habe „ein Stück Geschichte unseres Landes mitgeschrieben“, betonte die Ministerpräsidentin. „Sein Tod ist ein großer Verlust für die Stadt, das Ruhrgebiet und unser Land.“
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder bezeichnete Samtlebe als „großen Sozialdemokraten mit Herz und Seele“, der der sich stets für die Anliegen der Menschen seiner Stadt eingesetzt habe. „Mich hat beeindruckt, wie er Dortmund durch den schwierigen Prozess des Strukturwandels geführt hat. Auf bundespolitischer Ebene war er die kommunalpolitische Stimme, die die Interessen der Städte und Gemeinden mit Nachdruck und Erfolg vertreten hat. Ich habe Günter Samtlebe stets als aufrichtigen und verlässlichen Weggefährten sehr geschätzt“, sagte der Altkanzler der WR.
Dortmund und SPD können stolz sein
„Eines war Günter Samtlebe vor allem: Oberbürgermeister seiner geliebten Stadt Dortmund. Aber er war in seiner Zeit auch hochrespektiertes Sprachrohr der deutschen Kommunen, und er bewegte viel für sie“, erklärte der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering. „Dortmund kann stolz sein auf seinen Alt-Oberbürgermeister und die SPD auf diesen engagierten Sozialdemokraten. Günter Samtlebe bleibt in bester Erinnerung.“
Zum Tod Samtlebes erklärt der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude: „Der Deutsche Städtetag trauert um Günter Samtlebe und verneigt sich vor seiner großen Lebensleistung. Günter Samtlebe war ein bedeutender Kommunalpolitiker, dessen Wirken über Dortmund hinaus im Ruhrgebiet, im Land Nordrhein-Westfalen und in der Bundesrepublik insgesamt ausstrahlte. Bundesweit fand er Gehör als Präsident des Deutschen Städtetages in den Jahren 1983 bis 1985.
Mit seiner direkten Sprache und seiner praktischen Art, Aufgaben anzugehen war er ein überzeugender Anwalt der kommunalen Selbstverwaltung, der überaus engagiert für die Städte eintrat. Günter Samtlebe hat als Oberbürgermeister die Arbeit der Solidargemeinschaft der Städte über Jahrzehnte mitgeprägt. Er gehörte dem Hauptausschuss des Deutschen Städtetages ab 1973 an, war von 1980 bis 1999 Präsidiumsmitglied und nach seiner Präsidentschaft von 1985 bis 1991 Stellvertreter des Präsidenten. Mit mehr als 26 Amtsjahren war er bei seinem Ausscheiden 1999 einer der dienstältesten Oberbürgermeister Deutschlands. Der Deutsche Städtetag gedenkt Günter Samtlebe in Dankbarkeit und wird ihn in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“
00:46
Die übliche Verlogenheit, wenn ein Politiker das Zeitliche segnet!
23:02
Wer bekommt jetzt seine RWE-Aktien?
14:38
Stimmt, deshalb ist Dortmund auch ein wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Höhepunkt in NRW und Deutschland.
Wer dort nicht geboren wurde, der zieht dort auch ungern hin und hofft schnell auf der Autobahn durch zu sein.
12:59
Günther Samtlebe hat unsere Stadt positiv geprägt, wenn Sätzen wie diesen beiden, stets politisches und praktisches Handeln folgte:
Überall in Dortmund wo ein Baum hinpasst, werden wir einen hinstellen.
Man kann nicht Metropole spielen und um 23.00 alle Kneipen schliessen.
Und er hat dafür gesorgt, daß die Genehmigung von Außengastronomien schneller und erfolgversprechender war. Heute geniessen wir den Sommer in der Stadt im Schatten von 20-30 Jahre alten Bäumen in Biergärten, schon fast egal, wo in Dortmund.
So erkennt man gute Kommunalpolitiker. Es muss nicht immer Leuchtturm sein.