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B1-Tunnel in Dortmund wird nicht vor 2030 gebaut

17.03.2016 | 11:09 Uhr
Die B1 in Dortmund soll in einem Tunnel verschwinden, um Anwohner zu entlasten und den Verkehr schneller fließen zu lassen.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Der B1-Tunnel in Dortmund gehört nicht mehr zum "vordringlichen" Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Ein Baustart vor 2030 ist sehr unwahrscheinlich.

Der Bau des B1-Tunnel ist wieder in weite Ferne gerückt. Er gehört nicht mehr zum "vordringlichen", sondern nur noch zum "weiteren Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans, dessen Entwurf Bundesverkehrsminister Dobrindt am Mittwochnachmittag in Berlin vorstellte. Damit ist ein Baustart vor 2030 sehr unwahrscheinlich.

Verkehrsprojekt
Gutachten für Dortmunder B1-Tunnel ist lange überfällig

Was für Berlin der Flughafen, ist für Dortmund der B1-Tunnel. Seit einem Jahr ist ein Gutachten überfällig, ohne das die Neuplanung des Tunnels nicht...

Der Bundesverkehrswegeplan listet die Investitionsvorhaben auf, die mit Mitteln des Bundes in den nächsten 15 Jahren realisiert werden sollen. Gute Aussicht auf Verwirklichung bis 2030 haben dabei in der Regel nur die Projekte, die als "Vordringlicher Bedarf" aufgelistet sind.

Im alten Bundesverkehrswege-Plan von 2003 gehörte der B1-Tunnel mit beiden jeweils 3,1 Kilometer langen Bauabschnitten - zwischen B236n und Märkischer Straße sowie zwischen Märkischer Straße und Schnettkerbrücke - zum "vordringlichen Bedarf". Zum Bau kam es allerdings nicht, weil der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt zwischen B236n und Märkischer Straße 2009 wegen des Streits um eine geplante Tunnelausfahrt an der Semerteichstraße gerichtlich gestoppt wurde.

Die Pläne rund um den B1-Tunnel in Dortmund (Klicken Sie auf die farbigen Linien für mehr Infos):

Planfeststellung muss komplett neu aufgerollt werden

Nach dem gerichtlichen Scheitern im ersten Anlauf muss die Planfeststellung für das Vorhaben nun komplett neu aufgerollt werden, was mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Vom Landesbetrieb Straßen.NRW wird derzeit die neue Planfeststellung noch mit diversen Gutachten vorbereitet. Offen ist, ob mit der Einstufung des Vorhabens in den "weiteren Bedarf" genug Planungsmittel fließen, um dies fortzusetzen.

Das fehlende Planungsrecht ist wohl auch der Grund für die Herabstufung des B1-Tunnels in der Prioritätenliste des Bundes, vermutet der Dortmunder CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Kanitz. Verärgert über die Einstufung äußerten sich bereits die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann und der baupolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Hendrik Berndsen. "Für die B1-Anwohner und alle Dortmunder ist das eine schlechte Nachricht", sagte Berndsen.

Eine Rolle bei der Beurteilung dürften freilich auch die hohen Kosten für das Tunnelprojekt spielen. Wurden die Kosten für den ersten Bauabschnitt im Osten vor Jahren mit 235 Millionen Euro beziffert, ist jetzt von 350,6 Millionen Euro die Rede, für den zweiten Abschnitt im Westen von 343,8 Millionen Euro. Die Preise dürften bis 2030 weiter deutlich steigen.

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Oliver Volmerich

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B1-Tunnel in Dortmund wird nicht vor 2030 gebaut
B1-Tunnel in Dortmund wird nicht vor 2030 gebaut
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/bund-schiebt-b1-tunnel-auf-die-lange-bank-id11660429.html
2016-03-17 11:09
Dortmund