Bürgerdienste setzen "Rosa Rauschen" gegen Lärm ein

Ein Hintergrundgeräusch als Schalldämpfer: Im Dienstleistungszentrum der Bürgerdienste schallt neuerdings ein seichtes Rauschen aus 38 Lautsprechern. Das ist Absicht. Es soll die Lärmsituation verbessern.

Dortmund.. Ein seichtes Rauschen, das an eine Lüftung oder Klimaanlage erinnert, schwebt ganz sanft durch das Dienstleistungszentrum der Bürgerdienste im Stadthaus. Und besänftigen soll das "Rosa Rauschen" in der Tat: Es dämpft die sonstigen Geräusche im Raum.

An zwei Dutzend Arbeitsplätzen wird gesprochen

Und davon gibt es reichlich im 1400 Quadratmeter großen Service-Center der Bürgerdienste. Denn der Andrang hier ist groß, der Geräuschpegel entsprechend hoch, wenn an zwei Dutzend Arbeitsplätzen gesprochen und in der Kinderspielecke mitten im Raum gespielt wird.

Das Grundrauschen von 42 Dezibel soll besonders hohe Töne dämpfen und so auch für mehr Diskretion an den Schaltern sorgen. "Rosa Rauschen" wird sonst unter anderem in der akaustischen Messtechnik, aber auch in der Hypnose genutzt. Der Name geht auf die Frequenz des Geräuschs zurück, das im Farbspektrum in etwa der Farbe Rosa entspricht.

"Rosa Rauschen" seit zwei Wochen im Einsatz

Eingespielt wird das Rauschen von CD über eine Anlage im Keller des Stadthauses und 38 Lautsprecher, die in den Decken des Großraumbüros versteckt sind. Seit zwei Wochen ist das "Rosa Rauschen" so im Einsatz. Der Einsatz des Rauschens geht laut Gernot Willeke, Vize-Chef der Bürgerdienste, auf die Empfehlung eines Lärmschutz-Gutachters zurück.