„Bündnis Dortmund gegen Rechts“ lädt zur Konferenz
24.01.2012 | 18:39 Uhr 2012-01-24T18:39:00+0100
Dortmund. Am Samstag kommen antifaschistische und antirassistische Initiativen und Organisationen in der Fachhochschule zusammen. Sie beraten über eine Vernetzung auf Landesebene.
Nach den Enthüllungen um die Mordserie der Zwickauer Neonazis ist die Debatte um ein NPD-Verbot wieder neu entbrannt. Auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) fordert stärker denn je eine konsequente Durchsetzung des Verbotsverfahrens. Doch damit nicht genug. „Wir müssen auch etwas auf der kommunalen Ebene machen und in die Köpfe der Menschen eindringen“, betont VVN-Landessprecher Falk Mikosch.
Diese Meinung vertritt auch das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“. Wie dessen Mitglieder gemeinsam mit der VVN die braune Gefahr bekämpfen wollen, erläutern sie am Samstag, 28. Januar, zwischen 10 und 18 Uhr. Dann lädt das Bündnis unter dem Motto „Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!“ zur 30. Konferenz antifaschistischer und antirassistischer Initiativen und Organisationen in die FH Dortmund (Fachbereich Design) ein. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 200 Teilnehmern.
„Wir wollen antifaschistischen Gruppen aus ganz NRW die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen“, erklärt Iris Bernert-Leushacke von der Rosa-Luxemburg-Stiftung. So diskutieren Veranstalter und Gäste auch Möglichkeiten, wie sie Aufmärsche der Neonazis „durch ideenreiche Aktionen“ verhindern wollen. „Das ist ein brisantes Thema, weil die Neonazis mit großer Militanz auftreten“, sagt Bernert-Leushacke. „Dabei gilt, es ihnen nicht mit gleicher Münze heimzuzahlen. Denn dann würde alles eskalieren“, ergänzt ihr Mitstreiter Mikosch.
Internationale Dimension
Auf der Konferenz geht es um die internationale Dimension des Rechtsradikalismus. Dr. Ullrich Schneider beleuchtet in seinem Vortrag die Aktivitäten der demokratischen Kräfte gegen den Neofaschismus im europäischen Raum.
Dass die Konferenz nach Stationen in Wuppertal und Duisburg wieder nach Dortmund kommt, ist kein Zufall. „Wir befinden uns hier in der Höhle des Löwen und wollen ein Zeichen setzen“, sagt Bernert-Leushacke und verweist auf die Morde an Mehmet Kubasik und Thomas „Schmuddel“ Schulz sowie Neonazi-Aufmärsche in jüngster Vergangenheit.
Der Veranstaltungstag ist ebenfalls nicht willkürlich gewählt, ist er doch von zwei prägnanten Daten eingebettet: Der 27. Januar ist der Holocaustgedenktag, am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. „Das ist eine historisch aufgeladene Woche“, begründet Bernert-Leushacke die Terminwahl.
10:04
stehen mitten drin, eingehakt in Ihre "Kameraden".
23:25
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22:25
... Sie "müssen" es ja wissen @ #8 bolla, wo ich stehe oder nicht. Aber könnten Sie vielleicht auch die Frage beantworten oder passt das nicht in ihr Konzept?
Wie wollen sie denn nun die "Köpfe" kontrollieren, wenn das "System" in atemberaubender Reihenfolge ein Eigentor nach dem nächsten tritt?
22:06
... sondern mitten drin im Nazimob stehen Sie. Gedanklich und physisch.
21:48
... @ #4 KuKu - stehe ich da am Rand und schaue mir das "bunte" Treiben an.
Und - @ #6 bolla - ganz im Gegenteil. Die Versuche die Repression gegen die nationale Bewegung zu steigern, zeigen doch gerade wo das "System" eine Gefahr für sich verortet. Aber - wie wollen sie die "Köpfe" kontrollieren, wenn das "System" in atemberaubender Reihenfolge ein Eigentor nach dem nächsten tritt? Um es in der Fussballstadt Dortmund mal plastisch zu erläutern.
...von Ihrer "nationalen Bewegung", Swatson. Ich kann nichts dergleichen sehen. Was Sie als Repression gegen die "nationale Bewegung" bezeichnen, sind notwendige polizeiliche Maßnahmen gegen eine Handvoll Mörder sowie ordnungs- und sozialpolitische Weichenstellungen, damit nicht noch weitere entwurzelte junge Menschen zu Mördern werden.
19:59
...danken Sie ab. Ihre Felle schwimmen. Merken Sie das immer noch nicht?
13:00
Wie sieht der moderne Rassismus heute aus?
Der Rassismus heute äußert sich seltener offen und unverhohlen - trotz steigender rassistisch motivierter Gewalt- und Straftaten von Rechtsextremen. Vielmehr dringt der alltägliche Rassismus auf subtile Weise in die Köpfe von Menschen ein. Er erscheint in Gestalt alltäglicher Floskeln und scheinbar plausibler Unterscheidungen oder pauschalisierender und abwertender (Vor-)Urteile. Ihnen liegen orientierende Konstruktionen von „Wir“ und „Ihr“ zugrunde, die Menschen eines anderen ethnischen Hintergrunds, einer anderen Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit diskriminierende Zuschreibungen und abwertende Merkmale zuordnen.
Die Verurteilung der Rassenideologie des Dritten Reiches in der Nachkriegszeit hat zwar maßgeblich dazu geführt, dass Rassismus lange Zeit geächtet und in Deutschland geradezu tabuisiert wurde. Doch diese Tabuisierung hat eine Auseinandersetzung mit dem modernen, subtilen Rassismus, die Aufdeckung und Bekämpfung seiner vielfältigen Erscheinungsformen und Argumentationsmuster erschwert, wenn nicht geradezu verhindert. So wird ethnische Diskriminierung bisher unzureichend untersucht und als Ursache von Ausgrenzung und Benachteiligung allzu oft geleugnet. Bezeichnend dafür ist, dass im 400-seitigen Nationalen Integrationsplan Diskriminierung als Thema nicht einmal erwähnt wird. Das zeigt, dass die Auswirkungen von Diskriminierung und Rassismus gesellschaftlich wie auch politisch unterschätzt werden. Der „moderne“ Rassismus von heute zeigt sich täglich in der Ungleichbehandlung und Ausgrenzung von Menschen mit Migrationshintergrund. Es sind immer die gleichen Mechanismen, die selben vorurteilsvollen Denkweisen und ähnliche Argumentationsmuster für die ethnischen Diskriminierung! Diese werden nicht nur an den Stammtischen und von den Boulevardblättern reproduziert, sondern auch in den Schulen, Kindergärten, am Arbeitsplatz usw. Einige empirischen Studien und Analysen führen uns vor Augen, wie MigrantInnen in allen wichtigen Lebensbereichen – auf dem Arbeitsmarkt, bei den Behörden, vor den Gerichten, in den Bildungsinstitutionen, im Krankenhaus oder beim Arzt, im Fußballstadion oder auf dem Wohnungsmarkt vorsätzlich diskriminiert werden und das dagegen nichts geschieht. Die Analysen zeigen, dass ein umfassender Diskriminierungsschutz unerlässlich ist für die Integration und Gleichstellung von MigrantInnen. Seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vor wenigen Jahren ist zwar ein minimal verbesserter rechtlicher Diskriminierungsschutz theoretisch geschaffen worden, doch sind viele Betroffene nicht oder noch nicht ausreichend über die damit verbundenen Möglichkeiten der Gegenwehr informiert oder scheuen die gerichtliche Auseinandersetzung. Ferner sind die meisten Gerichte sowieso auf dem rechten Auge immer noch richtig blind!
12:45
Ja dann hoffen wir mal, daß etlich Ihrer braunen Freunde bei Glatteis auf die Schnauze fallen und beim anschließen eintretenden Tauwetter auf nimmerwiedersehen in der dann flüssigen braunen Brühe verschwinden.
08:04
Da haben die Dortmunder aber ein recht interessantes Programm auf die Beine gestellt: http://dortmundgegenrechts.wordpress.com/2012/01/13/frieden-schaffen-demokratie-verwirklichen/
06:50
...Swatson, dass die Ermittlungsverfahren davon herrühren, dass sich Tausende in Dortmund den paar Hundert Faschisten in den Weg gestellt hätten, wenn die Polizei deren Aufmarsch nicht mit aller Gewalt geschützt hätte. Erfahrungsgemäß wird kaum eines der Ermittlungsverfahren ein Strafverfahren oder eine Verurteilung nach sich ziehen. Das wissen die Menschen und werden sich auch beim nächsten Versuch wieder den Faschisten in den Weg stellen.
... wieder mitten drin, nur "mal informieren", was die Autonomen Faschisten so machen, weil man ihre Aussagen "interessant" findet.
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