Bröckelnder Turm wird für 800.000 Euro saniert

Mehr als eine Million Euro sind nötig, um die St.-Marien-Kirche in der Innenstadt zu sanieren. Im November waren große Steinbrocken aus der Fassade des Turms gebrochen, seitdem schützt ein Netz Passanten vor Steinschlag. Jetzt haben die Arbeiten begonnen. Doch in St. Marien steht noch mehr auf der Sorgenliste.

Dortmund.. Bevor der Turm anfing zu bröckeln, plante die Gemeinde eigentlich die überfällige Sanierung des Gemeindehauses. Dort sind einfach-verglaste Fenster, ein feuchter Keller und die Fassade erneuerungsbedürftig. Rund eine halbe Millionen Euro, so schätzt Pfarrer Ingo Maxeiner, ist dafür nötig.

Reduziertes Sanierungsprogramm

Mit der nicht aufschiebbaren Turmsanierung summieren sich die Kosten auf rund 1,3 Millionen Euro. Dabei fallen die jetzt begonnenen Arbeiten an der Natursteinfassade sogar um mehr als 200.000 Euro günstiger aus, als im Gutachten veranschlagt. Hunderte Steine müssen bearbeitet oder ganz ausgetauscht werden, ebenso einige Spann-Anker im Innern des Turms. 789.000 Euro sind für die Arbeiten veranschlagt, das Gutachten war von einer Million ausgegangen. "Wir haben uns für ein etwas reduziertes Programm entschieden", erklärt Pfarrer Ingo Maxeiner.

Turm zum Weihnachtsmarkt fertig

Für die Arbeiten am Gemeindehaus stehen noch einmal rund 500.000 Euro an; bis August soll ein Fachgutachten die Kosten näher beziffern. Der Kirchenkreis hat einen Zuschuss von bis zu 470.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn neben dem Turm auch das Gemeindehaus saniert wird.

Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten am Turm abgeschlossen sein, damit pünktlich zum Weihnachtsmarkt Netz und Gerüst abgebaut sind.