Brennende Kaninchen: Tierschutzverein erstattet Anzeige

Der Tierschutzverein Gross-Dortmund hat Anzeige gegen den Veranstalter des Osterfeuers im Dortmunder Stadtteil Großholthausen erstattet. Dort waren am Karsamstag zwei brennende Kaninchen aus dem Holzhaufen gekrochen. Der Tierschutzverein findet deutliche Worte.

Dortmund.. Der Tierschutzverein Gross-Dortmund teilte am Freitagnachmittag per Pressemitteilung mit, dass man gegen die Veranstalter des Osterfeuers Anzeige erstattet habe.

"Seit Jahren versuchen wir (...) die Zahl der Osterfeuer zum Schutz der Tier und Umwelt zu verkleinern. Jetzt mussten zwei Wildkaninchen einen grausamen Feuertod sterben, weil die Auflagen des kurzfristigen Umschichten wohl nicht eingehalten wurden", heißt es in einer Erklärung des Vereins.

Und weiter: "Erstaunlich ist für uns, dass alle Veranstalter, die wir im vergangenen Jahr wegen Verstoß gegen die Auflagen angezeigt hatten, in diesem Jahr wieder eine Genehmigung erhalten haben."

"Vor Schmerzen schreiende Kaninchen"

Die Vorfälle rund um das Osterfeuer waren am Anfang der Woche bekannt geworden. Zwei "brennende und vor Schmerzen schreiende Kaninchen" krochen "zum elenden Krepieren" aus dem Feuer zwischen die Zuschauer: So schilderte Dr. Thomas Hein aus Löttringhausen den Vorfall, der sich an Karsamstag auf dem Hof Oehmchen in Großholthausen abgespielt haben soll.

Veranstalter des Osterfeuers auf der Reitanlage Oehmchen waren die CDU-Ortsunion Löttringhausen, die Reiter-Gemeinschaft Oehmchen, die evangelische Philippus-Gemeinde und Freiwillige Feuerwehr Hombruch.

Keine Kenntnis

Frank Oehmchen, Betreiber der Reitanlage, hatte am Freitag noch keine Kenntnis von Anzeige: "Darüber ist mir nichts bekannt." Sollte es so kommen, werde er die Sache seinem Rechtsanwalt geben. Frank Oehmchen hatte bereits am Dienstag erklärt, dass er den Holzhaufen zwei bis drei Stunden vor Beginn des Feuers mit einem Traktor umgeschichtet habe. Die Kaninchen hätten nur im Anschluss danach in den Haufen laufen können.

Staatsanwaltschaft und Polizei konnten die Anzeige bislang nicht bestätigen. Eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion läuft.