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Trainingsgelände

Borussia Dortmund verabschiedet sich von großen Plänen

30.10.2012 | 06:00 Uhr
Borussia Dortmund verabschiedet sich von großen Plänen
Das Trainingsgelände des BVB auf Hohenbuschei misst rund 18 Hektar. Sechs große und zwei kleine Plätze gehören zum Areal. Am linken Bildrand ist noch Platz für Expansionen. ,Foto: Hans Blossey

Dortmund.   Große Bau-Pläne scheint der BVB für sein Trainingsgelände im Stadtteil Brackel zu haben - wenn man eine Verwaltungsvorlage liest, die jetzt durch die Ratsausschüsse läuft. Doch von vielen Projekten hat sich die Borussia schon verabschiedet. Doch eine große Sporthalle soll kommen.

Große Bau-Pläne scheint der BVB für seinen Fußballpark Borussia auf dem Gelände Hohenbuschei in Brackel zu haben - wenn man eine Verwaltungsvorlage liest, die jetzt durch die Ratsausschüsse läuft. Gleich sechs Neu- bzw. Umbauten werden als langfristige Wünsche des BVB aufgelistet. Doch schon jetzt ist sicher: Von den meisten der da angekündigten Projekte hat sich der Verein bereits verabschiedet.

Grundsätzlich tritt der BVB auf Hohenbuschei nicht als Investor auf. So wie er die bisherigen Bauten und Gelände von der Entwicklungsgesellschaft Hohenbuschei bzw der DSW21 gemietet/gepachtet hat, soll es auch mit den neuen Projekten gemacht werden.

Neubau des Pressegebäudes geplant

Auf WAZ-Anfrage erklärt Sascha Fligge, BVB-Pressesprecher: „Wir haben die grundsätzliche Entscheidung getroffen, dass das Gelände ein seriöses Trainingsgelände bleiben soll.“ Hierzu gehöre, dass man weiterhin am Neubau eines Pressegebäudes festhalte - ergänzend zu dem im Signal Iduna Park. Das neue Gebäude solle eingeschossig werden und keine Gastronomie haben. Bauen lassen wolle man auch eine Sporthalle für 1000 Zuschauer, die mit einem Wohnheim für bis zu 22 Jugendliche und für deren Betreuer kombiniert werden soll. Ebenso sei es notwendig Sozialräume (Duschen etc.) für die Greenkeeper anzubauen und neue Lagermöglichkeiten für Material zu schaffen. Auch zusätzliche Garagen und einige Parkplätze sollen auf dem Trainingsgelände eingerichtet werden.

So gut wie ausschließen könne der BVB die Idee, einen Fanshop mit Lager und Verwaltung an der Adi-Preißler-Allee zu bauen. Das könne andernorts geschehen. Auch für ein neues Verwaltungsgebäude (mit Tiefgarage), so wie es (noch) in der Verwaltungsvorlage für die Beratung in den Stadtgremien aufgelistet ist, habe man auf Hohenbuschei keine Pläne.

Änderung des Bebauungsplans

Bei den Beratungen in den Ausschüssen geht es um die notwendige Änderung des Bebauungsplans, die für die Neubaupläne Grundlage sein sollen. Die Verwaltung hatte sich bisher orientiert an einem Masterplan, den die SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH dokumentiert hatte. Dieser ist jedoch offensichtlich überholt.

Die Entwicklungsgesellschaft Hohenbuschei hat die notwendigen Flächen für das Gesamtpaket der Masterplan-Bauten reserviert. Man warte darauf, so Silke Seidel, Geschäftsführerin der Entwicklungsgesellschaft Hohenbuschei, dass der BVB seine Vorstellungen konkretisiert. Die Bauten auf dem Gelände sind von den Dortmunder Stadtwerken finanziert und an den BVB vermietet. Im Jahr 2023 könnte der Verein durch den Kauf Eigentümer des 2011 eröffneten BVB Profigebäudes (zum Restwert) auf dem Gelände werden. Rund 18 Hektar groß ist das Trainingsgelände, das die Borussia gepachtet hat und das von ihr seit 2006 genutzt wird.

Klaus Buske



Kommentare
31.10.2012
06:36
Borussia Dortmund verabschiedet sich von großen Plänen
von Urdortmunder | #1

Zum Restwert? Das hört sich sehr preiswert an. Meine Immobilien steigen alle im Wert.

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