Borussia Dortmund schafft Bezahlkarte "Stadiondeckel" wieder ab

Borussia Dortmund schafft sein Bezahlsystem "Stadiondeckel" zur neuen Saison im Signal Iduna Park wieder ab.
Borussia Dortmund schafft sein Bezahlsystem "Stadiondeckel" zur neuen Saison im Signal Iduna Park wieder ab.
Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Bier und Wurst im Signal Iduna Park können künftig wieder mit Bargeld bezahlt werden: Borussia Dortmund schafft sein Bezahlsystem "Stadiondeckel" nach knapp fünf Jahren wieder ab.

Dortmund.. Der BVB begräbt sein Bezahlsystem "Stadiondeckel" nach knapp fünf Jahren.Änderungen beim Bezahlen gibt es schon ab dem Spiel gegen Bayern am Samstag. Zudem steht eine weitere Neuerung an.

"Borussia Dortmund führt mit Beginn der Saison 2015/2016 neben dem Catering in Eigenregie auch ein fanfreundlicheres neues Bezahlsystem ein", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung. Das heißt also: Der Stadiondeckel wird abgeschafft und die Verpflegung im Stadion übernimmt in Zukunft nicht mehr das Unternehmen Aramark, sondern die BVB Event & Catering GmbH - eine Tochterfirma des BVB.

Stadiondeckel ist unter Fans nicht sonderlich beliebt

Die Entscheidung erklärt der Verein so: "Borussia Dortmund möchte den Service für alle Stadionbesucher spürbar verbessern, die BVB Event & Catering GmbH wird ab dem Saisonstart 2015/16 für alle gastronomischen Belange im Signal Iduna Park verantwortlich sein. Aus diesem Grund wurde auch der Vertrag mit "justpay" (payment solution services GmbH), dem Anbieter der Bezahlkarte "Stadiondeckel", fristgerecht zum Ende der Saison 2014/15 gekündigt."

Bezahlkarte Schon seit Beginn der laufenden Saison kümmert sich die BVB Event & Catering GmbH um die Vermarktung des Signal Iduna Parks außerhalb der Spieltage - zum Beispiel bei Feiern und Tagungen. Sie ist auch für Stadionführungen zuständig. Zuvor hatte die Aufgabe das Unternehmen Stadion Live übernommen. Ab Sommer liegt nun das Catering auch an Spieltagen in BVB-Händen.

Die Bezahlkarte Stadiondeckel hatte der BVB zur Saison 2010/2011 eingeführt - er sollte das Catering "fanfreundlicher machen" und Wartezeiten verkürzen. Zur neuen Saison wird das System nun wieder komplett abgeschafft. Viele Fans dürfte die Entscheidung freuen - der Stadiondeckel galt als nicht besonders beliebt.

Das ändert sich für die Fans

Erste Änderungen beim Bezahlen ergeben sich schon ab dem kommenden Heimspiel gegen den FC Bayern München:

  • Der Stadiondeckel kann in diesem Spiel und im Pokalspiel gegen 1899 Hoffenheim wie gewohnt genutzt werden. Sollte das Kartenguthaben aber nicht ausreichen, kann der restliche Betrag bar bezahlt werden. "An den mobilen Verkaufsstellen wird weiterhin ausschließlich der Stadiondeckel als Zahlungsmittel akzeptiert", erklärt der BVB.
  • Ab dem Heimspiel gegen den SC Paderborn gilt dann bis zum Saisonende folgende Regelung: Der Stadiondeckel gilt zwar weiter als Zahlungsmittel, ab da wird aber auch wieder das Bezahlen mit Bargeld für Bier, Bratwurst und Co. akzeptiert. Zur neuen Saison 2015/2016 ist das Bezahlen mit dem Stadiondeckel im Signal Iduna Park dann nicht mehr möglich.
  • Für Stadionbesucher an der Strobelallee heißt das: Bis zum Saisonende muss das Guthaben aufgebraucht werden. Fans können sich das Guthaben alternativ auch an den "justpay"-Stationen im Stadion auszahlen lassen. Nach Saisonende kann der Stadiondeckel in anderen Stadien weiter genutzt werden, die das Justpay-Bezahlsystem ebenfalls nutzen. Alternativ bietet Justpay im Internet ein Antragsformular auf seiner Homepage an (www.justpay.de). Die Karten können dann an den Anbieter gesendet werden, der das Guthaben erstattet.
  • Für Auswärtsfansändert sich wenig: Sie durften ohnehin mit Bargeld zahlen.
  • Wie das neue Bezahlsystem ab der kommenden Saison genau aussehen wird, teilte der BVB bisher noch nicht mit.

Der BVB ist nicht der erste Bundesligist, der seine Bezahlkarte abschafft: Zu Beginn der Saison 2014/2015 hatte schon der 1. FC Köln den Vertrag mit Justpay gekündigt. Auch der VfB Stuttgart hat im vergangenen Jahr nach großem Fan-Ärger den Verkauf seiner Bezahlkarte eingestellt und das Bezahlen mit Bargeld wieder eingeführt.