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Bombe in Dortmund erfolgreich entschärft - die Chronik

29.11.2012 | 12:59 Uhr

Dortmund.  Im Dortmunder Klinikviertel wurde am Donnerstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Bis kurz vor Mitternacht hielten Evakuierungsmaßnahmen und Entschärfung die Stadt in Atem. Die Chronik der Ereignisse zum Nachlesen.

Im Klinikviertel in der Dortmunder Innenstadt ist am Donnerstag eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Über Stunden hielten Evakuierungsmaßnahmen und die Vorbereitungen der Entschärfung die Innenstadt in Atem. Um 23.56 Uhr wurde die Bombe unschädlich gemacht.

Die Ereignisse eines langen Tages im Rückblick:

Geschafft! Karl-Friedrich Schröder und Uwe Pawlowski haben das Monstrum aus dem zweiten Weltkrieg besiegt - die Bombe ist entschärft.

++ 01:03 Uhr: Die Männer, die die Bombe unschädlich machten, heißen Karl-Friedrich Schröder und Uwe Pawlowski. Um kurz vor ein Uhr präsentieren sie sich mit der Bombe der Schar der Fotografen - das Siegerfoto, sozusagen. "Routine ist dieser Job nie", sagt Schröder hinterher im Gespräch mit unserem Reporter Dennis Betzholz. Wir ziehen den Hut vor den beiden Männern - und schließen unseren Ticker an dieser Stelle. Vielen Dank fürs  Mitfiebern. Gute Nacht.

++ 00.47 Uhr: Die Bombe wird geborgen und auf einen Laster verladen. Neugierige Anwohner und Passanten schauen zu, wie das Kriegsrelikt abtransportiert wird - gemeinsam mit einem geschätzten Dutzend Kamerateams. Stadtsprecher Michael Meinders ist hörbar erleichtert, dass keine lange Zitterpartie bis zu einer Sprengung durchgestanden werden muss. Der Tag sei aufregend genug gewesen. Ob das die größte Evakuierung in der Dortmunder Nachkriegsgeschichte war? Meinders möchte das nicht beschwören, aber: "Das Ausmaß war schon ziemlich einzigartig."

++ 00.40 Uhr: Der Spuk ist vorbei, das Leben in Dortmund hat sich schon jetzt weitgehend normalisiert, die Bahnstrecken sind freigegeben, der Rücktransport aus den Westfalenhallen läuft, meldet die Stadt. Schulen, Kitas, alle öffentlichen Einrichtungen öffnen am Freitag wie gewohnt. Der Verkehr läuft wieder weitgehend normal - außer im Klinikviertel: Hier geht es laut unseren Reportern ein bisschen zu wie im Berufsverkehr: Überall Autos, jede Menge Menschen auf den Straßen, überall gehen die Lichter an. Die Dortmunder sind froh, wieder zu Haus'  zu sein.

++ 00.06 Uhr: Respekt für den gelungenen Einsatz an alle Einsatzkräfte und Helfer!

++ 23.58 Uhr: Die Bombe ist entschärft! Um 23.56 Uhr wurde die Bombe unschädlich gemacht.

++ 23.25 Uhr: Die Stadt Dortmund twittert, dass dem Feuerwerker um 23.22 Uhr die Freigabe zur Entschärfung erteilt wurde.

Umfrage
Evakuierungsverweigerer haben die Bomben-Entschärfung in Dortmund am Donnerstag erheblich verzögert. Haben Sie Verständnis für dieses Verhalten?
 

++ 23.14 Uhr: Entschärfung verzögert sich um ca. zehn Minuten. Auf dem Wall fährt ein massives Aufgebot an Rettungswagen Richtung Klinikviertel - Vorbereitungen auf die Entschärfung.

++ 23.02 Uhr: Der Wall Richtung U-Turm ist offenbar wieder gesperrt. Möglich, dass es bald losgeht.

++ 22.38 Uhr: Die Party im Hövels ist eines der Hauptprobleme. Laut Stadt haben sich "in Feierlaune befindliche Gäste" einer privaten Feier eingeschlossen und die Jalousetten heruntergelassen. Polizei und Ordnungsamt versuchen es durch die Hintertür.

++ 22.35 Uhr: Die Polizei bereitet offenbar Zwangsräumungen vor. Anvisiert wird jetzt ein Start der Entschärfung um 23.15 Uhr oder etwas später.

++ 22.32 Uhr: Die Entschärfung soll weiterhin um 23.30 Uhr beginnen. Mit den nötigen Vorarbeiten will der Feuerwerker aber bereits um 22.45 Uhr beginnen.

++ 22.25 Uhr: Entschärfungszeitpunkt verschiebt sich auf 23.30 Uhr. Grund sind ein Sicherheitscheck und die hartnäckigen Gäste bei Hövels. 

++ 22.05 Uhr: Der Grund für die Verschiebung ist eine Fete in einer Gaststätte nahe der Thier-Galerie. Dort hat die Party-Gesellschaft offenbar nichts von der Evakuierung mitbekommen.

Bombe im Dortmunder Klinikviertel

Schlüsseldienst und Ordnungsamt überprüfen derweil die umliegenden Häuser und hoffen, um 22.45 Uhr fertig zu sein.

++ 21.54 Uhr: Von wegen! Aus dem Rathaus dringt jetzt 22.45 Uhr als Termin. Es wird sogar gemunkelt, es könne bis Mitternacht dauern. Offenbar sind nicht alle Häuser leer.

++ 21.44 Uhr: Kunde aus dem Rathaus - der 22-Uhr-Termin gilt weiterhin als realistisch.

++ 21.11 Uhr: Die Entschärfung ist laut Stadt auf 22 Uhr verschoben. Die Evakuierung dauert doch länger als gedacht.

++ 20.54 Uhr: Königswall, Hiltropwall und Hoher Wall sind laut Stadt jetzt auch gesperrt.

++ 20.51 Uhr: Die Westfalenhalle füllt sich, melden die Kollegen von vor Ort. Rund 600 Menschen seien bislang eingetroffen. Immer noch pendeln die Busse ab Klinikviertel. Wenige Familien sind mit Decken und Schlafsäcken ausgerüstet. Einige haben ihre Kinder schlafengelegt. Die meisten sind aber nur mit kleinem Gepäck angekommen und stellen sich offenbar nicht auf eine Übernachtung ein.

++ 20.20 Uhr: Die Stadt gibt aktuelle Infos zur Verkehrslage: Ab Hauptbahnhof ist der Wall über das Dortmunder U bis zum Stadttheater gesperrt. Gleiches gilt für die Rheinische Straße. Dort wurde auch das Unique Hotel evakuiert. Die U-Bahn Linien U43 und U44 halten nicht mehr an der Station Westentor. Buslinien die durch das Evakuierungsgebiet fahren, halten am Hauptbahnhof (Nordseite).  Die Linien U42, U43 und U44 sind derzeit noch nicht betroffen.

Teilevakuierung
Keine Panik im Krankenhaus

100 von rund 570 Patienten haben das Johanneshospital verlassen. Bettlägerige sind im Krankenhaus geblieben. Patienten wie Elisabeth Endys sind entspannt.

++ 20.07 Uhr: Verwirrung in der Johannesstraße. Das Ordnungsamt will Häuser evakuieren, die bereits geräumt wurden.

++ 20.03 Uhr: Ein Anwohner der Johannesstraße berichtet, er habe vom Ordnungsamt erfahren, er könne damit rechnen morgen, dass sein Umzugswagen morgen früh wie geplant kommen könne - demnach wäre die Entschärfung dann vorüber.

++ 20 Uhr: An 32 Stellen werden Straßensperren errichtet.

++ 19.50 Uhr: Die Stadt teilt mit, dass ein Entschärfungsversuch für 21 Uhr angesetzt ist.



Kommentare
30.11.2012
10:29
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30.11.2012
00:02
Bombe in Dortmund - Entschärfung läuft - Live-Ticker
von Duisb2012 | #11

Stadt Dortmund ‏@stadtdortmund
#Dortmund, Bombe um 23.56 entschärft, Glückwunsch an den Kampfmittelbeseitigungsdienst (HS)

29.11.2012
23:59
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Name von Moderation entfernt | #10

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1 Antwort
Bombe in Dortmund erfolgreich entschärft - die Chronik
von DieterBensberg | #10-1

Hätten die Nazis uns nicht in den Krieg getrieben,
wäre und dieser Mist erspart geblieben.

29.11.2012
23:59
Bombe in Dortmund - Entschärfung läuft - Live-Ticker
von Duisb2012 | #9

ÜBERSTUNDEN BONUS !

HOFFENTLICH PASSIERT NICHTS !!!

29.11.2012
23:08
Bombe in Dortmund - Partygäste blockieren Entschärfung - Live-Ticker
von xxyz | #8

Bei solchen Fällen müssen Rechnungen für den Einsatz der Kräfte geschrieben werden.

Viele Beteiligte sind bestimmt schon seit Stunden im Einsatz.

1 Antwort
Bombe in Dortmund - Entschärfung läuft - Live-Ticker
von MichaP | #8-1

Aber bis auf den letzten Cent.
Wie dumm und Leichtsinng so Leute doch sind das muss bestrafgt werden.

29.11.2012
22:43
Bombe in Dortmund soll um 23.30 Uhr entschärft werden - Live-Ticker
von schneekiller | #7

Wer da wohl bei Hövels feiert? Auf jeden Fall ist man gut mit der Stadtspitze vernetzt, dass dafür eine Bombenentschärfung verschoben wird!
Seit 15.30 Uhr gibt es kein anderes Thema in der Stadt und um 22 Uhr hat ein ganzes Lokal inkl.Angestellte noch nichts von der Evakuierung gehört? Das ist doch wohl mehr als unglaubwürdig!
Wenn das normale Volk feiern würde wäre das Lokal schon längst geräumt worden, aber wenn wichtige Leute feiern, wen interessiert da schon das Volk das sich die Nacht in der Westfalenhalle um die Ohren schlagen muß!!!

29.11.2012
20:36
Live-Ticker - Dortmunder Bombe soll um 21 Uhr entschärft werden
von Duisb2012 | #6

ALSO JETZT KANN DORTMUND ZEIGEN WAS DUISBURG GEMEISTERT HAT !

29.11.2012
20:30
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Name von Moderation entfernt | #5

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1 Antwort
Eigene Logik
von Stefan2 | #5-1

Und es war die eigene Logik der "Nazis", die das Unglück schließlich auch über ganz Deutschland gebracht hat. In der Logik des totalen Krieges, in einer Gesellschaft, in der alle Institutionen und alle Wirtschaftszweige, jede Politik und Erziehung, Privat- und Familienleben dem Zwecke des imperialistischen Krieges dienen, in dieser Logik, in dieser Gesellschaft gibt es eben keine "Zivilisten" mehr. Niemand, der die Parole eines im Ganzen zum Kriege bereiten Volkes ausruft und eine entsprechende Politik betreibt, sollte sich mehr beschweren, wenn der Gegner den Kampf annimmt - und gewinnt.

29.11.2012
17:24
Live-Ticker - Klinikviertel wird nach Bombenfund evakuiert
von schriftsetzer | #4

#1
Dann mal ab nach Dortmund und den Einsatzkräften zeigen, wie es geht. Sie Nuss! Selten einen so dämlichen Kommentar gelesen! Wie sagte schon Dieter Nuhr: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...

29.11.2012
17:12
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4 Antworten
Live-Ticker - Klinikviertel wird nach Bombenfund evakuiert
von frosthansen | #3-1

Böse Alliierte! Da sind wir ja Alle heilfroh, daß die Wehrmacht seinerzeit die Zivilbevölkerung immer verschont hat und niemand zu Schaden kam.

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Name von Moderation entfernt | #3-2

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Wessen Opfer? 01
von Stefan2 | #3-3

Auch die Menschen, die bei den Bombenangriffen der Westalliierten getötet wurden, auch die Feuerwehrleute und Rettungskräfte, die durch solche Zeitzünderbomben ums Leben kamen, waren Opfer der sogenannten Nazis und ihrer verbrecherischen Politik. Viele sicher auch Opfer ihres eigenen Chauvinismus. Der Krieg, den die Faschisten über andere Völker gebracht haben, kehrte heim, der Hochmut der deutschen Bevölkerungsmehrheit wurde bitter gerächt.

Wessen Opfer? 02
von Stefan2 | #3-4

Und es war die eigene Logik der "Nazis", die das Unglück schließlich auch über ganz Deutschland gebracht hat. In der Logik des totalen Krieges, in einer Gesellschaft, in der alle Institutionen und alle Wirtschaftszweige, jede Politik und Erziehung, Privat- und Familienleben dem Zwecke des imperialistischen Krieges dienen, in dieser Logik, in dieser Gesellschaft gibt es eben keine "Zivilisten" mehr. Niemand, der die Parole eines im Ganzen zum Kriege bereiten Volkes ausruft und eine entsprechende Politik betreibt, sollte sich mehr beschweren, wenn der Gegner den Kampf annimmt - und gewinnt.

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