Schlag gegen Kokainhändler
02.11.2009 | 11:30 Uhr 2009-11-02T11:30:00+0100Dortmund. Ein großer Schlag gegen den Rauschgifthandel gelang der Polizei in der Nordstadt. Gleich zwei Dealer wurden mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos festgenommen.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft erst heute mitteilten, waren die Fahnder bereits am Freitag erfolgreich. Die Beamten wollten einen europäischen Haftbefehl gegen einen seit längerer Zeit untergetauchten Libanesen vollstrecken. Der 31 Jahre alte Mann stand auf der Liste der Dortmunder Drogenfahnder, seit diese im Jahre 2008 die Auslieferung eines weiteren aus dem Libanon stammenden Großdealers aus den Niederlanden erreicht hatten. „Der hatte nicht nur Angaben zu den Abnehmern gemacht, die wir sowieso schon im Visier hatten, sondern auch andere schwer belastet”, sagte Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel. An der Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten, zu der er mittlerweile verurteilt wurde, änderte seine Redseligkeit freilich nichts, ermöglichte jedoch der Polizei ein weiteres Mitglied des mehrheitlich von Libanesen kontrollierten Dortmunder Kokain-Netzwerks hinter Gitter zu bringen.
Mit Unterstützung eines SEK nahmen die Fahnder den Delinquenten am Freitagvormittag fest. Dabei fiel ihnen ein 26-jähriger Mann auf, mit dem sich ihre Zielperson kurz vor seiner Festnahme getroffen hatte. Vorsorglich überprüfte die Polizei auch diesen Mann - und wurde fündig. Im Kofferraum seines Autos fanden die Fahnder in mehreren Tüten und Taschen eine größere Menge Bargeld und fast drei Kilo Rauschgift, mutmaßlich Kokain. Geld, Drogen und das Auto wurden sichergestellt, die Festgenommenen dem Haftrichter vorgeführt. Der 31-Jährige muss mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe rechnen.
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