Polizei Dortmund erwischt 703 Raser und erlebt Kurioses
13.02.2012 | 12:37 Uhr 2012-02-13T12:37:00+0100
Dortmund. Dortmunds Polizei kontrollierte in ihrem Gebiet (Dortmund, Lünen, Autobahnen im Regierungsbezirk Arnsberg) beim Blitz-Marathon 40.572 Fahrzeuge. Es gab 703 Geschwindigkeitsverstöße. Die schnellsten Temposünder waren innerorts mit 39 km/h in einer 30-er-Zone und außerorts 59 km/h zu schnell.
Ergebnisse der Geschwindigkeitskontrollen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Dortmund: Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne: „Brems Dich - rette Leben“ wurden in der Zeit von Freitag, 10. Februar, 6 Uhr, bis zum 11. Februar, 6 Uhr, landesweite Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Die Dortmunder Polizei führte in ihrem Zuständigkeitsbereich (Dortmund, Lünen, Autobahnen im Bereich der Bezirksregierung Arnsberg) die Kontrollen mit insgesamt 220 Beamten durch. Besonderer Schwerpunkt war Lünen, wo 70 Beamte im Einsatz waren.
Die Bilanz nach 24 Stunden:
- Anzahl kontrollierter Fahrzeuge gesamt: 40.572
- Anzahl festgestellter Geschwindigkeitsverstöße: 703
- Daraus resultierende Fahrverbote: 3
- Sichergestellte/beschlagnahmte Führerscheine: 0
- Weitere Verkehrsverstöße: 91
- Anzahl Blutproben nach festgestellten Fahrten unter Einfluss von Drogen: 1
Die höchste gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung betrug innerorts 39 km/h bei zulässigen 30 km/h; außerorts 59 km/h bei zulässigen 80 km/h und auf der Autobahn 42 km/h bei zulässigen 60 km/h.
Am 10. Februar wurde bereits um 6.30 Uhr ein Fahrzeugführer festgestellt, der eine 30er-Zone mit vorwerfbaren 69 km/h befuhr. Neben dem Bußgeld wird ein Fahrverbot fällig werden.
Blitz-Ausflug einer Grundschule
Eine besondere Kuriosität war am Freitag der Ausflug einer Grundschulklasse (Brücherhofschule, Kontrollstelle Preinstraße), die einen Wandertag einlegte und dazu eine Laser-Kontrollstelle der Polizei aufsuchte. Für die Kinder waren die Lasermessungen sehr aufregend.
Ebenfalls am Freitag wurde im Frühdienst ein 72-jähriger Mann gemessen, der bei erlaubten 50 km/h eine vorwerfbare Überschreitung von 19 km/h hatte. Interessanter war in diesem Zusammenhang, dass der Betroffene ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war.
Doppelschlag einer Lünerin
Eine ältere Lünerin wurde im Bereich der B236 am 10. Februar insgesamt zwei Mal durch die Radarmessung erfasst. Aufgrund der geringen Überschreitung wurde jeweils ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro fällig.
Ein Messtrupp des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizei Dortmund wurde durch einen Bürger beschenkt (Süßigkeiten und Mineralwasser). Dieser, ein Lkw-Fahrer aus Lünen, hielt viel von der Arbeit der Polizei und war der Meinung, man müsse den frierenden Beamten etwas Gutes tun. Da er die Rücknahme der Sachen durchweg ablehnte, wurden sie zunächst entgegen genommen. Über die weitere Verwendung wird Anfang der Woche entschieden.
Ampel bei Rot überfahren
Am 11. Februar missachtete gegen 1.10 Uhr ein in einem 80 km/h-Bereich mit 120 km/h gemessener Fahrzeugführer das Rotlicht der Ampel an der B236n/B54. Dadurch konnte er sich unerkannt der Anhaltekontrolle entziehen. Weitere Ermittlungen erfolgen im Rahmen der Sachbearbeitung.
Dortmunds Polizei weist zudem darauf hin, dass es sich bei dieser Kontrolle nicht um eine einmalige Angelegenheit handelte, sondern die verstärkten Kontrollen auch in Zukunft weitergeführt würden.
Ordnungsamt kontrollierte 12.598 Kraftfahrzeuge
Auch die Verkehrsüberwachung im Ordnungsamt beteiligte sich an den Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet. Mit allen fünf Radarwagen rückten die Verkehrsüberwacher in den frühen Morgenstunden (6.30 Uhr) aus und waren tagsüber an 26 Messpunkten. Bis 22 Uhr wurden so insgesamt 12.598 Kraftfahrzeuge gemessen; 489 von ihnen (knapp 4 Prozent) waren zu schnell unterwegs.
Als nächstes werden nun die erhobenen Daten ausgewertet. Im Anschluss daran werden dann die entsprechenden Verwarn- oder Bußgeldverfahren eingeleitet.
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