Nazi-Prozess nach Angriff auf Dortmunder Mai-Demo des DGB erst 2012
03.08.2011 | 09:46 Uhr 2011-08-03T09:46:00+0200
Dortmund.Auch zwei Jahre nach dem Nazi-Angriff auf die Dortmunder DGB-Demo am 1. Mai 2009 ist den mutmaßlichen Rädelsführern noch immer nicht der Prozess gemacht – für Ex-DGB-Chef Weber ein Unding.
Auf großes Unverständnis stößt bei Ex-DGB-Chef Eberhard Weber die Tatsache, dass die mutmaßlichen Rädelsführer auch zwei Jahre nach dem brutalen Überfall auf die 1. Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes noch immer nicht vor Gericht gestanden haben. „Das kommt doch einem Stillstand der Rechtspflege gleich“, empört sich Weber. Denn immerhin ereignete sich der Überfall am 1. Mai 2009.
Die ganze Sache habe damals eine völlig neue, bislang unbekannte Qualität gehabt, so Weber. Es habe Verletzte gegeben. Damals hatten sich rund 400 Neonazis an dem Überfall beteiligt. Sie waren nach einer Jagd durch die Innenstadt von der Polizei schließlich gestellt worden.
Kein Verständnis
Die mutmaßlichen Haupttäter der Dortmunder Nazi-Krawalle vom 1. Mai wurden zwar angeklagt, aber Dennis G. und Alexander D. die Verhandlungen sind bislang nicht gelaufen. Auf WR-Anfrage bestätigte Amtsgerichts-Sprecher Dr. Gerhard Breuer, dass die Verhandlung aller Voraussicht nach 2012 angesetzt werde. Einem früheren Termin stünden etliche Haftprüfungssachen vor.
Dafür hat Gewerkschafts-Mann Eberhard Weber kein Verständnis. „Das kommt doch einer Ermutigung der Täter vom gleich“. Immer wieder versuche man, Täter möglichst zeitnah nach ihren Vergehen vor Gericht zu stellen. Und beim Nazi-Angriff auf die Dortmunder DGB-Demo am 1. Mai passiere nichts. „Die zeitlichen Dimensionen entsprechen nicht den Dimensionen eines Rechtsstaates“, betont der ehemalige DGB-Chef.
21:11
@10
Ihre Verdrehungen sind an Lächerlichkeit nicht mehr zu toppen. Da hilft auch ein neuer Nick nichts. Glücklicherweise haben geschätzte 99,9% der Dortmunder begriffen, wo der Hase läuft. Und das restliche Häuflein - drauf geschissen.
20:33
Allen, die vielleicht immer noch glauben, bei den sogenannten Nazis handele es sich um legitime politische Akteure mit einer unliebsamen Meinung, empfehle ich die folgende Seite des Bündnisses Dortmund gegen Rechts. Hier können Sie sehen, welche Hass- und Gewaltpropaganda diese Verbrecher in unsere Stadt tragen wollen:
http://dortmundgegenrechts.wordpress.com/2010/12/26/neo-nazis-kundigen-zwei-live-bands-fur-silvester-demo-in-dortmund-an/
20:31
Ich kann es gut nachvollziehen, dass die kurdischen Kollegen die DGB-Demonstration verteidigt haben, die von den Neofaschisten mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden ist. In der Demonstration sind auch Kinder und völlig ahnungslose Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgegangen. Den kurdischen Kollegen gebührt ein großes Lob dafür, dass sie den Angriff der Neofaschisten abgewehrt und so die anderen Demonstrationsteilnehmer geschützt haben.
20:13
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20:03
@ 9
Sind sie blind? Das WDR-Video zeigt eindeutig Angriffe mit Fahnenstangen, Transparenten, Knüppeln und Flaschen aus den Reihen des DGB gegen die Rechten und die dazwischen gehende Polizei. Und das Video zeigt den Tritt eines Bundespolizisten gegen den Kopf eines am Boden liegenden wehrlosen festgenommenen DGB Teilnehmers.
Und - bei seinerzeit vielen Millionen Mitgliedern der Partei und ihrer vielen Untergliederungen - deren Namen nicht genannt werden darf - dürften alle deutschen Namen dort mehrfach verewigt sein. Aber - Sie haben ja Recht: Heinrich Habenicht (gross geschrieben als Name) war ein Sturmabteilungsmann, der 1932 von Kommunisten in Dortmund-Dorstfeld heimtückisch erschossen wurde.
19:22
@ #8
Fakeilein, auch ich hätte bei dieser perfekten Schnitttechnik euch was aufs Maul gegeben. Wo in diesem Video irgendwas die Beweislage ändern könnte, hatte ich ja vorhin schon in Ihrem Malbuch der Lächerlichkeit preigegeben.
PS: Ziemlich blöde Idee, sich bei neuen Accounts der Namen von Sturmabteilungsmännern o.Ä. zu bedienen. Wissen die Angehörigen davon?
18:40
@ 7
Nicht rumtönen, einfach mal das WDR-Video komplett ansehen:
http://www.youtube.com/watch?v=eglwfp4PSnM&feature=related
Vielleicht auch mal ein zweiter Durchlauf ohne WDR-Vertonung? Man sieht kurdische Teinehmer der DGB Demo die Rechten angreifen obwohl der WDR Kommentator das anders kommentiert.
16:31
@ #6
Das WDR-Video könnte ein Problem für die objektive Beweislage sein, da es die Rechten eher entlastet und Teilnehmer der DGB-Demo und die Polizei klar belastet.
Nunja. Mit solchen Träumereien von selbstgebastelter Rechtssprechung sind die Braunen ja schon häufiger auf die Fresse geknallt. Und das ist auch gut so, bei soviel Dummheit auf einem Haufen.
13:35
In dem Zusammenhang darf man sich dann auch auf den Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen Bundespolizisten freuen, der einem am Boden liegenden DGB Demonstranten, der von der Polizei überwältigt wurde als er am 1.5.2009 vom Theatervorplatz aus die Rechten angegriffen hatte, gezielt vor den Kopf getreten hat? Der Vorfall ist sehr gut auf einem WDR-Video dokumentiert und seinerzeit versprach ein Polizeidirektor in der WDR-Lokalzeit, dass dieser Vorfall rückhaltlos aufgeklärt werden würde.
Das WDR-Video könnte ein Problem für die objektive Beweislage sein, da es die Rechten eher entlastet und Teilnehmer der DGB-Demo und die Polizei klar belastet. Ein Wunder, dass nichts geschieht?
12:28
Jetzt wollen wir aber mal schön die Kirche im Dorf lassen.
Natürlich ist es unerträglich das es von der Begehung einer Straftat bis zu einem Verfahren gefühlte Ewigkeiten dauert.
Das hat aber nichts mit diesem speziellem Fall oder damit das es sich um Täter aus dem rechten Spektrum handelt zu tun. Die Amtsgerichte sind schlicht vollkommen überlastet.
Wir haben die gleiche Problematik bei vielen anderen Straftaten die vorm Amtsgericht landen(sollen).
Wäre schön wenn Herr Weber sich auch bei den anderen Fällen so erregen würde. Tut er aber nicht.