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ABC-Einsatz nach Gefahrgutunfall mit Säure bei Speditionsbetrieb in Dortmund-Eving

01.02.2012 | 10:43 Uhr
ABC-Einsatz nach Gefahrgutunfall mit Säure bei Speditionsbetrieb in Dortmund-Eving
Dortmunds Feuerwehr setzte Spezialkräfte nach dem Säure-Unfall bei einer Spedition in Eving ein. Foto: WR

Dortmund.   Leicht verletzt: Mitarbeiter der Spedition Schenker in Dortmund-Eving alarmierten am Mittwochmorgen die Feuerwehr. Sie hatten in einer Lagerhalle einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen. Zwei der zehn Mitarbeiter klagten über Atemwegsreizungen, die von einer ausgelaufenen Ameisensäure stammen.

Am Mittwochmorgen gegen 5 Uhr alarmierten die Mitarbeiter der Dortmunder Spedition Schenker an Evings Feineisenstraße die Feuerwehr. Sie hatten in einer Lagerhalle einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen. Zwei der insgesamt zehn dort zu diesem Zeitpunkt tätigen Mitarbeiter klagten über Atemwegsreizungen.

Ursache: Ameisensäure war aus einem Fass ausgelaufen, zwei Mitarbeiter galten zunächst als leicht verletzt. Die Feuerwehr fuhr mit Spezialkräften zu dem ABC-Einsatz an den Einsatzort, die betroffenen Personen wurden vom Rettungsdienst betreut. Ein Transport in eine Klinik war nicht notwendig, so Feuerwehrsprecher Boris Thiemrodt: "Sie hatten im Laufe des Vormittags dann auch keine Beschwerden mehr."

Laut Feuerwehr war die Säure ausgelaufen, als ein Fass transportiert wurde. Die 50 Einsatzkräfte, die zum Teil in ABC-Vollschutzanzügen die Halle der Spedition in Eving durchkämmten, hatten zunächst Schwierigkeiten, die Quelle ausfindig zu machen, da in dem Gebäude zahlreiche Güter gelagert sind. So mussten die Einsatzkräfte die Halle aufwändig ausräumen, ehe sie das undichte Fass fanden. "Da die Säure zunächst nur über Dämpfe wahrnehmbar war, hat es seine Zeit gedauert, ehe wir wussten, von wo die Gefahr ausging", so Thiemrodt, der das Verhalten der Speditionsmitarbeiter angesichts deren schneller Alarmierung der Feuerwehr lobte.

Die Säure sei ätzend und stark riechend, hieß es. Je nach Dosierung könne sie auch gefährlich sein. "So wie sie in der Halle ausgetreten ist, war es aber unkritisch", meinte Thiemrodt. Die Produktionshalle wurde ebenso wie kurzzeitig auch die Feineisenstraße abgesperrt. Kurz nach 10 Uhr war der Einsatz weitgehend abgeschlossen. Zur Dekontamination kam eine Fachfirma, erst nach der Reinigung könne die Halle wieder freigegeben werden.

Steffen Gerber

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