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"Dönermorde"

BKA setzt auf die Tatwaffe

18.02.2010 | 17:39 Uhr

Dortmund. Die Tatwaffe, eine Pistole der Marke Ceska, Modell 83, Kaliber 7,65 mm, könnte der Schlüssel zur Lösung der spektakulären bundesweiten Mordserie sein, der bislang neun Menschen zum Opfer fielen.

Unter ihnen der Dortmunder Mehmet Kubaski, den der Killer am 4. April 2006 in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße regelrecht hinrichtete. Nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) war die Ceska mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer Lieferung von 24 Pistolen dieses Typs jeweils mit Schalldämpfer, die 1993 der tschechische Hersteller Ceska Zbrojovka an den schweizerischen Waffenimporteur Luxik in Derendingen verschickte. 16 Waffen aus dieser Serie konnten inzwischen ermittelt und beschossen werden. Sie scheiden als Tatwaffe aus. Von den restlichen acht Waffen fehlt bislang jede Spur.

Eine solche Waffe war bei den Taten seit September 2000 (Nürnberg) benutzt worden, dies immer mit einem Schalldämpfer. In acht Fällen waren türkische Kleingewerbetreibende die Opfer, einmal ein Grieche. Insgesamt ist eine Belohnung in Höhe von 300 000 Euro ausgelobt worden. Hinweise ans Bundeskriminalamt unter 0611 / 5513101.

Andreas Winkelsträter

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