„Big Tipi“ bleibt ein Schiebeknüller
24.07.2012 | 17:01 Uhr 2012-07-24T17:01:00+0200
Dortmund. Das Stadtparlament hatte sich stets schwer getan mit der Entscheidung, 600.000 Euro freizugeben für die Generalsanierung des Indianerzelts „Big Tipi“ im Fredenbaumpark. Und ob Harald Heinze am 2. August dem OB grünes Licht geben wird, ist inzwischen ebenfalls mehr als fraglich.
Nach CDU, FDP und Bürgerliste haben gestern auch die Grünen auf Nachfrage der WAZ-Mediengruppe signalisiert, dass es ihnen lieber wäre, dass jetzt noch keine Entscheidung fällt, sondern der Rat, der am 26. August neu gewählt wird, das letzte Wort spricht.
„Ich habe darüber zahlreiche Gespräche geführt. Ein klares Meinungsbild hat sich daraus nicht ergeben“, berichtet Ingrid Reuter, Ex-Fraktionssprecherin und Spitzenkandidatin der Grünen. „Wie auch immer entschieden wird - in jedem Fall wäre der Beschluss besser legitimiert, wenn es wieder voll arbeitsfähige Ratsfraktionen gäbe.“
Die Verwaltung hatte als letzten Trumpf das Resultat eines Gesprächs mit Vertretern der Bezirksregierung sowie des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr Anfang Mai ausgespielt. Nur wenn das Big Tipi wie gehabt restauriert werde, fasst die Verwaltung zusammen, ließen sich „substantiierte Rückforderungsansprüche“ gegenüber der Stadt Dortmund „vermeiden“. Es gehe um eine Summe von 2,11 Mio Euro zuzüglich Zinsen von zurzeit schon etwa 100 000 Euro.
Risiko ist eher theoretischer Natur
Wer das Geld theoretisch zurückfordern könnte, teilt die Verwaltung nicht mit. Da in das Big Tipi (nachträglich) sowie die Gebäude und Außenanlagen der Erlebniswelt Fredenbaum Gelder aus dem Urban II-Programm geflossen waren, könnte also nur die EU die Hand aufhalten.
Ob und mit welcher Wahrscheinlichkeit die EU-Kommission dem Mitglied Deutschland, ihrem wichtigsten Finanzier, wegen eines fliegenden Baus, der aus Gründen der Haushaltskonsolidierung nicht saniert und neu eröffnet wird, tatsächlich auf die Füße treten würde, teilt die Verwaltung ebenfalls nicht mit. So viel Transparenz wäre aus ihrer Sicht wohl eher kontraproduktiv. Zumal die Verantwortlichen seinerzeit schon überaus kreativ werden mussten, um die vollen 30 Strukturhilfe-Millionen aus Europa sinnvoll in Nordstadt-Projekte zu stecken.
08:00
.... und ein "Leuchtturm" einer unfähigen Politik und Stadtverwaltung, die nichts - gar nichts - mehr auf die Reihe bekommt. War es in der griechischen Mythologie der König Midas, der alles, was er berührte in Gold verwandelte - die Griechen glauben offenbar noch heute an das Märchen - so ist es nun der Hofstaat von König Sierau, der alles was er anfasst, zu - na sie wissen schon - verwandelt und das neu-denglische "big tipisiert" Idiotim passt hervorragend auf solche vergleichbaren Verfahren!
07:21
600.000 Euro
Für Kinder zu viel für Leuchttürme die dem Untergang geweiht sind (U-Turm) zu wenig.
Man aller reden davon das Deutschland Geburtenschwache ist es ist aber auch logisch weil für Kinder in unserer Politik kein Platz ist.