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Biffy Clyro und Dry The River — Britanniens Rock-Elite im FZW

04.11.2012 | 17:00 Uhr
Die Fans waren völlig aus dem Häuschen, als Biffy Clyro im FZW auf die Bühne kamen.Foto: Kevin Schrief

Dortmund.  Das rockt! Die Halle ist ausverkauft, Hunderte Rock-Fans feiern ausgelassen, es spielt eine Band nach der anderen beim Westend Festival im Freizeitzentrum West (FZW). Am Samstag kam das Beste, das Großbritannien zu bieten hat, nach Dortmund, um die Halle zu rocken.

Das rockt! Die Halle ist ausverkauft, Hunderte Rock-Fans feiern ausgelassen, es spielt eine Band nach der anderen beim Westend Festival im Freizeitzentrum West (FZW). Am Samstag kam das Beste, das Großbritannien zu bieten hat, nach Dortmund, um die Halle zu rocken.

„Fucking Alptraum!“, beschwert sich eine Besucherin, die aus Oberhausen angereist war, um abzufeiern. Stattdessen hießt es immer wieder: Warten. Zwischen den einzelnen Bands kam es zu einer geschlagenen Stunde Leerlauf. Tontechnik und Soundcheck waren vor den Auftritten unumgänglich. Verständlich, aber unschön für die Gäste.

Turbonegro beim Westend

Zu Beginn war davon noch nichts zu merken. Pünktlich um 20 Uhr stand der erste Live-Act des Abends auf der Bühne und war bereit, dem Publikum einzuheizen: Dry The River, eine Folkpop-Band aus dem Osten Londons, begeisterte bei ihrem Westend-Debüt mit einer Mischung aus ruhigen Klängen und harten Gitarrentönen. Die Band um Sänger und Songwriter Peter Liddle ist in ihrer Heimat zu einem Geheimtipp geworden. Musikgrößen wie Plan B oder Foster The People reißen sich um den Support der fünf Vollblut-Rocker. Aber trotzdem bilden sich die talentierten Jungs nichts auf ihr Können ein: „Es ist eine unglaubliche Ehre, hier sein zu dürfen. Vielen Dank!“, betonen sie mehrfach.

Knallharte Gitarrenmusik

Neben einfühlsamen Geigen-Tönen und süßen Melodien präsentierten sie auch ihre Rockstar-Mentälität und ließen den Besuchern knallharte Gitarrenmusik um die Ohren fliegen, so dass so mancher Zuhörer tatsächlich zu Ohrstöpseln greifen musste. Und auch der Sprung von Gitarrist Scott Miller vom Lautsprecher sowie sein engagiertes Headbanging waren durchaus sehenswert. „Gestern gab es nur lauten Punk und Hardrock. Da ist es heute mit Indie und Alternative viel entspannter, aber trotzdem rockig und vor allem abwechslungsreich“, sagt die Frau am Eingang.

Danko Jones beim Westend

Und genau so vielseitig ging es dann weiter. The Joy Formidable aus Wales sind bekannt für ihre unkonventionelle Art und dafür, ihr Publikum mit überraschenden Stücken zu überzeugen. Große Gesten und Bässe, die sich hören lassen können – die Indie-Rock-Gruppe weiß, wie man einen Live-Auftritt zum Spektakel macht. „Aber noch mehr freue ich mich auf Biffy Clyro“, gibt die Mitarbeiterin am Empfang zu. Verständlich, ist es doch in diesem Jahr auch das einzige Deutschland-Konzert des Trios aus der schottischen Provinz. Zehn Jahre Bandgeschichte, sechs Alben und Vergleiche mit Weltstars wie Muse oder Bloc Party – Biffy Clyro zählt zu Großbritanniens größten Bands. Zum zweiten Mal rockten sie nun beim Westend Festival. Von ihren größten Hits bis zu neuen Songs war alles dabei, inklusive echter Rockstar-Atmosphäre. So ein Auftritt lässt dann wohl auch die lange Wartezeit vergessen.

Archive beim Westend

 

Mareike Fangmann


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