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Hitzige Diskussion übers...

Betreibermodell muss schnell her

23.03.2010 | 18:22 Uhr
Betreibermodell muss schnell her

Dortmund. Eine sachliche, nicht durch persönliche Animositäten deutlich gefärbte Diskussion ums FZW scheint derzeit nicht möglich. Das zeigte das teils hitzig abgelaufene „offene Dialogforum”, zu dem der Verein „Musikwirtschaft Dortmund” gestern eingeladen hatte.

Daniel Binder, Mitarbeiter des Jugendamtes und dort FZW-Projektleiter machte gleich deutlich, wo die derzeitige Misere liegt. „Keiner weiß, wohin die Reise geht”, soll heißen, dass es auch sieben Monate nach der Eröffnung kein Betreibermodell für den kommerziellen Bereich gibt. Niemand weiß, ob, wie teils von Politik und Verwaltung gefordert, auch Beteiligungen Privater möglich sein wird. Zurzeit gebe es eine Übergangsregelung, ein Konstrukt zwischen AWo und Jugendamt.

Zumindest in einem war sich die Runde, die aus Veranstaltern, Verantwortlichen für das FZW, Gastronomen und Musikschaffenden bestand, einig: „Dass es das FZW gibt, finde ich gut”, erklärte Gastronom Oliver Buschmann wohl für die gesamte Runde. „Nur hat man hier etwas geschaffen, wo wir Privaten keine Chance haben.” Neben dem Vorwurf, die Location mietfrei an Veranstalter abzugeben, gibt es andere Kritikpunkte: Partys finden im FZW statt, die früher in anderen Locations durchgeführt worden seien. „Und das zu völlig anderen Konditionen in Sachen Miete, Gema oder auch Vergnügungssteuer als das Private bezahlen müssten”, so Buschmann. Das seien eindeutig Konkurrenzveranstaltungen zu der Gastronomie, so Hotelier Hubertus Brand. Viele Gastonomen würden aus Angst vor Repressalien durch die Stadt dagegen nicht angehen. Wenn die Bedingungen für alle gleich seien, fürchte man keine Konkurrenz.

Sergio Sotric, früher Veranstalter in Dortmund, heute Betreiber der „Essigfabrik” in Köln, betonte, „dass man sich fragt, was hier mit Steuergeldern veranstaltet wird, Jugendarbeit oder private Konzertwirtschaft?” Es habe nie Ausschreibungen für das Betreibermodell im FZW noch für die Stelle des so genannten „Bookers”, der Konzerte fürs Zentrum bucht und derzeit auch vom Jugendamt bezahlt wird, gegeben. Er ist Geschäftsführer der „Energie Musikverlag GmbH” und als solcher schon als Veranstalter in der Vergangenheit aufgetreten, etwa bei Thomas Godoj, einem der DSDS-Gewinner.

Es gibt viele Angebote, die brach liegen

Und der kommt ins FZW. Veranstalter: das FZW. Daniel Binder betonte noch einmal, dass die Stadt das Risiko privater Veranstalter nicht abfedere. Doch was ist mit Eigenveranstaltungen, etwa Godoj oder 2raumwohnung?

Der FZW-Projektleiter bedauere, dass man über das FZW diskutiere. Es gebe im Musik- und Veranstaltungsbereich in Dortmund viele Angebote, die bracht liegen „und die wir nicht nehmen können”.

Andreas Winkelsträter

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Kommentare
24.04.2010
20:58
Betreibermodell muss schnell her
von Sep223 | #58

@ vaikl,
Es ging nicht darum, warum Sie Zahlen einbringen, sondern ich stellte die Frage, woher diese Zahlen kommen,
es scheint als seien diese Berechnungen ein reiner Ausbund Ihrer Fantasie, leider stellen Sie es aber immer so dar, als wären es echte Zahlen.
Echte Berechnungen können Sie aber doch als erklärter, NICHT Wettbewerber und Feind des FZWs aber nicht haben.

Deshalb bitte ich hier nochmal darum, hier nicht immer so zu tuen, als hätten Sie Zugamg zu echten Fakten.
Ihre Berchnungen entspringen Ihrer Fantasie und diene dazu Panik zu verbreiten und Stimmung gegen das FZW zu machen.

Und dass Sie das nicht uneigennützig tuen, habe ich Ihnen ja schon mehrfach unterstellt und das tue ich hiermit noch einmal.

Und wenn hier einer NICHT objektiv ist, dann SIE!

23.04.2010
14:44
Betreibermodell muss schnell her
von der Wahrheitsfinder | #57

an Sep223: Ich muss mit diesen Zahlen um mich schmeißen, weil Sie das Ausmass an Steuerverschwendung rechnerisch darstellen und damit einem ahnungslosen Menschen ohne Einblick hinter die Kulissen begrifflich gemacht werden können. Nur so kann man sich eine objektive Meinnung bilden! Es geht hier nicht um schön oder cool - hier geht es um Fakten!

21.04.2010
18:16
Betreibermodell muss schnell her
von Sep223 | #56

@ 55: Mann Vaikl, der Komment ist so dermaßen blöde, dass man dazu gar nichts mehr schreiben kann,

ih bah, das FZW gefällt Kindern.....

ich habe keine Probleme mit meinen kids, ob das FZW nun da ist oder nicht,

sagen wollte ich damit nur, dass es in der propagierten Wunschzielgruppe sehr wohl ankommt, auch ohne Kicker, Billald Tisch und Knutschecke,

was die Kids von heute übrigens extrem verstaubt finden ;

19.04.2010
21:06
Betreibermodell muss schnell her
von vaikl | #55

@#54
ich musste mit Ihnen dort hin, weil es so cool ist

Jetzt wird auch klar, warum Sie hier alle Fakten gern ignorieren möchten - Sie kommen in *richtige* Schwierigkeiten, wenn das FZW mal zumacht und Ihre Kids Ihnen deswegen die Freundschaft kündigen;-

19.04.2010
20:51
Betreibermodell muss schnell her
von Sep223 | #54

Q 53, wie kommst du dazu hier mit irgendwelchen Zahlen um dich zu werfen.....woher willst du wissen, was irgndwelche Technik gekostet hätte, wann wer was mietfrei bekommen hat, wenn du wirklich so viel Insiderwissen hast, wie du hier behauptest, dann wundert es mich, dass du so hier schreibst....

übrigens, meine Kinder - 13 und 15 waren schon 4 mal mit mir im FZW, ich musste mit Ihnen dort hin, weil es so cool ist.... bei Culcha Candela, Cassandra Steen, Frittenbude und Rockstage

18.04.2010
12:24
Blockierter Kommentar.
von der Wahrheitsfinder | #53

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

17.04.2010
16:25
Betreibermodell muss schnell her
von Sep223 | #52

Wieso ist es richtiger ein Stadttheater zu betreiben und ein Konzerthaus, beide Betriebe kosten Millionen. Und auch in diesen Genres gibt es private Mitbwerber, die gerne die Infrastruktur der städtischen Betriebe hätten.
Wieso ist es aber nicht richtig, eine städtische Einrichtung zu betreiben, in der Musik für junge Menschen gezeigt wird?
Da gehen die ständig zitierten Steuergelder doch auch mal zur Jugend.
Und zwar in Breiche, die die Jugend interessieren und ihr Spaß machen.
Musik!
Eins der wichtigsten Themen für Menschen zwischen 11 und 21....

09.04.2010
15:37
Betreibermodell muss schnell her
von Wahrheitsfinder | #51

Alle Fürsprecher reden hier vom Markt und das Dortmund diese Events und Konzerte im FZW für Ihr kulturelles Geschehen dringend braucht.

Wie bereits festgestellt wurde, interessiert das einen Musikfan nicht, wo welches Konzert stattfindet. Für den Dortmunder Fan ist das zwar sehr angenehm, wenn ein Konzert in der Heimstadt stattfindet, aber die restlichen Fans aus NRW können diesen Vorzug nicht genießen.

Wer hat dem FZW die Berufung und den Auftrag gegeben, im Veranstaltungsmarkt tätig zu werden und zu welchem Preis. Warum muss sich eine städtische Einrichtung am Markt und Wettbewerb überhaupt behaupten? Das FZW ist für mich eine kommerzielle Disco und Konzerthalle, die mit Jugend- und Sozialarbeit nichts zutun hat! Bei einer kommerziellen Disco kann man nicht von Jugendarbeit sprechen, weil unter 18 Jahren gibt es laut Gesetz „erzieherische Einschränkungen“! Also ist das Gebäude komplett zweckentfremd!

Wie können die Betreiber des FZW als Veranstalter fungieren? Wer trägt das Risiko?
Jeder private Veranstalter muss sehr genau kalkulieren und geht bei jedem Konzert ein Risiko ein! Wenn er sich dort verkalkuliert, muss er den Verlust privat ausgleichen. Beim FZW steht dann die Stadt Dortmund mit einem großen Netz und fängt den Verlust im Namen der Kulturarbeit auf.
Ein einfaches Beispiel, wo hier jeder ohne große mathematische Kenntnisse versteht, was da falsch läuft:
Diversen Veranstaltern wurde ein Künstler mit einer Festgage von 3.000,00 € angeboten. Alle
Veranstalter, die sich ein bisschen mit der Materie auskennen, haben dieses Konzert zu dem Deal abgelehnt. Der Künstler wurde vom FZW gebucht und mit 18,00 € in den Vorverkauf gegeben. Als Ergebnis waren ca. 120 Gäste zu verzeichnen, d.h. Einnahme lag somit ca. bei 2160,00 €. Dabei ist noch keine Technik, Techniker, Aufbauhelfer, Catering, Security, Gema, Hotels, Werbung – Plakatierung etc. bezahlt. Für so eine Produktion muss man Minimum mit 2500,00 € Produktionsnebenkosten rechnen auch wenn die Tonanlage Bestandteil des Hauses und nichts kostet (ein privater Veranstalter hat diesen Vorzug nicht). Bei dieser Rechnung
macht man eine Verlust von ca. 3.340,00 €. Da muss man schon viele Biere an 120 Gäste verkaufen, damit man dort mit einem blauen Auge aus der Nummer rauskommt.
Und wer hat das letztendlich gezahlt???

Hier geht es nicht um Neid oder Missgunst, eine der sieben Todsünden, aber ich bewundere Personen, die den Mut besitzen mit ihrem eigenen Geld irgendetwas zu bewegen oder sich einen Traum zu verwirklichen. Nicht wie hier eine durch die Stadt geförderte Geschichte wie beim FZW.

Bei der ganzen Diskussion wird immer von mietfrei gesprochen und dass man sich am Markt anpassen und orientieren muss, um bestehen zu können. Wenn ein privater Betreiber beschließt seinen Club kostenlos abzugeben, es das sein Risiko und seine private Entscheidung. Beim FZW nennt man das öffentliche Subvention!

Lassen wir das Thema mietfrei mal bei Seite! Viele Clubs werden Veranstaltern kostenlos angeboten! Das bezieht sich aber nur auf die Miete der Räumlichkeiten ggf. noch die Reinigung oder den Haustechniker! Aber das kann sich nicht auf die Technik beziehen!
Im Vergleich zu ähnlich großen Hallen in Köln wie das FZW mit gleicher technischer Ausstattung würden bei einer Buchung in diesen Veranstaltungshallen folgende Kosten entstehen:

1.200,00 € für die Tontechnik inkl. Tontechniker/ 750,00 € für die Lichttechnik/ 180,00 € pro Lichttechniker/ Bühnengraben 200,00 €/ Haustechniker ca. 250,00 € d.h. 2.580,00 € pro Show

Das FZW wurde bis zum 31.12.2010 mietfrei inkl. Technik angeboten, d.h. 2.580,00 € wurden somit von der Stadt Dortmund pro Konzertveranstaltung subventioniert.
Viele Veranstalter behaupten steif und fest, dass sie diesen Vorzug auch noch 2010 genießen bzw. so eine geringe Miete inkl. Technik zahlen, so dass private Hallen nicht mithalten können. Das nennt man Kulturarbeit auf öffentlichen Rücken.

Wenn ich dann noch lese, dass die gemeinnützige GmbH wg. „Noch-Nicht-Gründung“ 294.000,00 € noch nicht abrufen kann, lehne ich mich nur noch entsetzt zurück. Jeder
private Betreiber, der mit seinen Kosten und Einnahmen vernünftig haushalten muss, würde
bei einem solchen Geschenk Tränen in den Augen bekommen, weil er somit seinen
Jahresgewinn um 294.000,00 € gesteigert hätte.

Da es noch keine Betreiber GmbH gibt, stellt sich auch die berechtigte Frage, wie Einnahmen und Ausgaben verbucht werden. Die Stadt Dortmund zahlt die Miete in Höhe von 12.000,00 € + Nebenkosten, ebenso die Festangestellte mit mindestens 15.000,00 €! Hoffentlich schaffen die Eintritts- und Gastroeinnahmen den entsprechenden Ausgleich! Nur wer verbucht diese? Die AWO? Hoffentlich wird das alles trotzdem sehr gewissenhaft gemacht. In alten Geschichten vom FZW Dortmund aus den 80´ern wird erzählt, dass die damaligen Betreiber über 10 Jahre vergessen haben, die Mehrwertsteuer abzuführen. Auch das hat die Stadt Dortmund für das FZW übernommen bzw. geregelt. Hoffentlich klappt das jetzt besser oder ändert nicht wieder im demselben Sumpf, aber die Stadt wird es schon richten.

Nur nebenbei erwähnt, für so ein Delikt wäre jeder private Betreiber verurteilt worden.

05.04.2010
11:00
Blockierter Kommentar.
von Moderation | #50

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.03.2010
17:19
Betreibermodell muss schnell her
von Nils Linke | #49

hmmmm heiss ist es hier ja immer noch...

@11 Michel Lohrmann
Wenn es bekannt ist, dass die Gastronomen ausser Matrix und Essigfabrik ihren Laden meitfrei zur Verfügung stellen sollte man sich doch eher fragen warum sie dies tun müssen?
Ich denke dir ist bewusst wie hart das Geschäft sein kann. Der Unterschied ist nur das sowohl in Köln und auch meinswissens in Bochum keine Steuergelder reinfliessen. Und wenn sich ein privater Betreiber denkt, dass er mal die Preise drücken will dann ist das nunmal die Marktwirtschaft. Aus der Marktwirtschaft sollte sich Staat, Land und Stadt jedoch rauslassen und wenn nur regulierend eingreifen. Regulieren ist aber in Dortmund nicht notwendig.

Natürlich stellt das FZW ein sehr gutes Programm auf die Beine das auch der Jugend dient. Jedoch müssten vermehrt auch Veranstaltungen wie ROCKSTAGE auf einen Freitag oder Samstag gelegt werden und nicht Max Herre.

Gut wäre es wenn das FZW Gelder für die Stadt mit dem Programm erwirtschaften würde (weiss nicht ob das der Fall ist) und den Steuerzahler entlasten würde. Ich meine private Hallen mit dem Booking leben ja auch im grünen Bereich.
Sicherlich fliesst viel an abschreibungen derzeit noch in das Gebäude, das ist klar. Aber langfristig muss man dahin oder das Jugendprogramm erweitern.

Ich finde aber auf den ersten Blick schon, dass das FZW privaten Betreibern direkte Konkurrenz macht. Ich denke da primär an Campus Ahoi auf einen Donnerstag, wobei der Donnerstag seit ewig etablierte Im-Keller Studentenparty ist. Wo ist das keine primäre Konkurrenz. Egal ob der Keller da eine Monopolstellung hatte oder nicht. Er ist der private Betreiber.

Übrigens mich als Dortmunder zieht es hier nicht weg. Egal ob mit FZW oder ohne. Dortmund hat genug potential um hier was zu schaffen.

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