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Bei "Juraxx" ermitteln Staatsanwälte

31.05.2007 | 11:36 Uhr

Die bundesweit agierende Kanzleikette "Juraxx" mit Sitz in Dortmund ist unter Druck geraten. Mehrere Insolvenzanträge sind gestellt worden, gegen "Juraxx"-Firmengründer Eugen Boss und vier weitere Geschäftsführer läuft ein Ermittlungsv

"Juraxx" war 2003 mit dem Konzept gestartet, in Innenstädten anwaltliche Beratung in Ladenlokalen anzubieten. Das Unternehmen beschäftigt zwischenzeitlich 140 Anwälte in 34 Filialen. Das Konzept sah weiterhin vor, dass jeder Anwalt Partner und geschäftsführender Gesellschafter wird.

Genau darin liege das Problem, so gestern "Juraxx"-Sprecher Frank Böker, der darauf hinwies, dass es lediglich Partner seien, die die Insolvenzanträge gestellt hätten. Mit über 100 Geschäftsführern habe sich das Unternehmen "unflexibel" gezeigt. Vereinzelt hätten Mitglieder aus persönlicher Enttäuschung versucht, Druck auf die Partnerorganisation auszuüben.

Um "Juraxx" umzu-strukturieren, habe man die Dortmunder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "Rölfs Partner" mit ins Boot genommen. Am kommenden Montag sei in Düsseldorf ein Gesellschaftertreffen anberaumt.

Zu wirtschaftlichen Hintergründen sagte Böker nichts. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Eugen Boss konnte er nicht bestätigen: "Wir haben das auch nur aus der Zeitung erfahren."

Die Dortmunder Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel weiß aber davon. Insgesamt seien drei Anzeigen von Partnern eingegangen - wegen Insolvenzverschleppung und auch wegen Betruges. Vorwurf: Die Firma sei überschuldet und werbe trotzdem noch Anwälte an, die ihre "Juraxx"-Mitgliedschaft mit einer 50 000-Euro-Einlage festigen sollen. (dib)

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